Unternehmensnachfolge, Betriebe

Unternehmensnachfolge: 2.500 Betriebe in Oberfranken suchen Nachfolger

02.07.2026 - 10:28:39 | boerse-global.de

Deutschlandweite Förderprogramme bieten KMU und Gründern kostenfreie Beratung zu Nachfolge, Finanzen und Digitalisierung.

Mittelstandsförderung: Kostenlose Beratungen im dritten Quartal 2026
Unternehmensnachfolge - Eine Gruppe von Geschäftsleuten bei einer Beratungssitzung in einem modernen Büro, ein erfahrener Berater gibt einem jungen Unternehmer Ratschläge. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Von Juli bis September 2026 bieten Landratsämter, Wirtschaftsförderer und Kammern zahlreiche kostenlose Beratungen an. Die Schwerpunkte: Unternehmensnachfolge, Finanzierungsfragen und digitale Transformation.

Aktivsenioren helfen beim Start

Im Landratsamt Aichach-Friedberg beraten die sogenannten Aktivsenioren am 16. Juli 2026 kostenlos. Das Angebot richtet sich an Existenzgründer sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Themen sind Gründung, Finanzierung und die Planung der Unternehmensnachfolge. Anmeldeschluss ist der 15. Juli.

Parallel dazu weitet der Bezirk Schwaben sein Angebot im Landratsamt Unterallgäu aus. Am 14. Juli 2026 findet in Mindelheim eine Sprechstunde statt. Hier geht es um finanzielle Hilfen zur Pflege und Eingliederungshilfe. Eine vorherige Terminvereinbarung ist Pflicht.

Der Landkreis Würzburg setzt im dritten Quartal 2026 auf energetische Schwerpunkte. In Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Bayern gibt es von Juli bis September kostenlose Energieberatungen. Die Themen: Heizungstausch, Energiesparen und aktuelle Förderprogramme. Wer eine Vor-Ort-Beratung möchte, zahlt einen Eigenanteil.

2.500 Unternehmen in Oberfranken suchen Nachfolger

Der Beratungsbedarf bei Unternehmensnachfolgen ist enorm. Das zeigten aktuelle Daten aus Oberfranken. Beim Unternehmerforum der VR Bank Ende Juni 2026 in Bamberg wurde bekannt: Rund 2.500 Unternehmen in der Region suchen einen Nachfolger. Experten betonten, dass ein Übergabeprozess drei bis sieben Jahre dauert.

Ähnliche Themen standen beim Finanz- und Förderforum am 1. Juli 2026 in Calau im Mittelpunkt. 110 Teilnehmer, darunter Vertreter von 90 Unternehmen, tauschten sich mit Beratern aus 18 Organisationen aus. Es ging um Fördermittel und Digitalisierung.

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Auch im Landkreis Harburg war das Interesse an wirtschaftlicher Vernetzung groß. Beim Tag der Wirtschaft Ende Juni besuchten rund 600 Personen 17 teilnehmende Unternehmen. Landrat Rainer Rempe betonte die Bedeutung des Mittelstands. Seit 2014 seien über 20.000 neue Stellen in der Region entstanden.

Digitale Beratung für Gründer

Die Industrie- und Handelskammern setzen zunehmend auf digitale Formate. Die IHK Elbe-Weser bietet am 8. Juli 2026 eine Online-Einzelberatung zur sozialen Absicherung für Gründer an. Ein Webinar der IHK Heilbronn-Franken am 9. Juli 2026 behandelt rechtliche Anforderungen, Businesspläne und steuerliche Grundlagen der Selbstständigkeit.

In der Wetterau bereitet die Wirtschaftsförderung bereits Angebote für den Herbst vor. Am 5. September 2026 informiert die Jobaktiv Wetterau in Friedberg über kostenfreie Beratungsleistungen. Dazu gehören LEADER-Zuschüsse für den ländlichen Raum. Weitere Unternehmersprechtage folgen am 25. September und 20. November 2026.

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Weniger Flächenverbrauch durch kluge Konzepte

Im Bodenseekreis liegt ein weiterer Fokus auf der Infrastruktur. Bei einer Fachveranstaltung im Juli 2026 in Friedrichshafen diskutierten Experten über flächensparenden Gewerbebau. Landrat Lothar Wölfle forderte angepasste Bebauungspläne. Konzepte wie Stapelung oder Gewerbereihenhäuser sollen den Flächenverbrauch minimieren.

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