Trump, EuropÀer

Trump sieht EuropÀer zu Truppeneinsatz in der Ukraine bereit

19.08.2025 - 16:37:33 | dpa.de

US-PrĂ€sident Donald Trump geht davon aus, dass Deutschland, Frankreich und Großbritannien dazu bereit sind, zur Absicherung eines möglichen Friedens Soldaten in die Ukraine zu schicken.

"Wenn es um die Sicherheit geht, sind sie bereit, Bodentruppen zu entsenden", sagte er im GesprĂ€ch mit dem US-Sender Fox News. Die Vereinigten Staaten seien unterdessen bereit, die VerbĂŒndeten - etwa aus der Luft - zu unterstĂŒtzen.

In Deutschland wird darĂŒber diskutiert, ob sich die Bundeswehr an einer Absicherung des Friedens beteiligen soll. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte in Washington gesagt, die Frage, wer sich in welchem Umfang an Sicherheitsgarantien beteilige, mĂŒsse man zwischen den europĂ€ischen Partnern und der US-Regierung besprechen. Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron sprach von zwei Sicherheitsgarantien, um den Frieden in der Ukraine zu wahren: Neben einer starken ukrainischen Armee solle es RĂŒckversicherungstruppen an Land, im Meer und in der Luft geben.

Bei dem Treffen mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj den europĂ€ischen Spitzenpolitikern am Montag war ĂŒber Schutzversprechen an die Ukraine nach dem Vorbild des Artikel 5 des Nato-Vertrages diskutiert worden. Dieser besagt, dass BĂŒndnispartner im Fall eines Angriffs auf die UnterstĂŒtzung der Alliierten zĂ€hlen können und eine Attacke auf ein Mitglied als ein Angriff auf alle gewertet wird.

Trump: Nato-Beitrittswunsch von Ukraine Grund fĂŒr Krieg

Zudem nannte Trump in dem Interview das Streben der Ukraine in die Nato als einen Grund fĂŒr den Konflikt mit Russland. "Russland sagte: Wir wollen den sogenannten Gegner oder Feind, um diesen Ausdruck zu benutzen, wir wollen sie nicht an unserer Grenze. Und sie hatten Recht", sagte er.

Die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 durch Russland und den fehlenden Widerstand seines VorgĂ€ngers Barack Obama dagegen nannte Trump "das schlechteste ImmobiliengeschĂ€ft, das ich je gesehen habe". Doch die Forderung der Ukrainer nach RĂŒckgabe der Krim sei einer der GrĂŒnde fĂŒr den Konflikt jetzt. Erneut sah der US-PrĂ€sident nicht Moskau als Angreifer, sondern gab Kiew die Schuld am Krieg. "Man legt sich nicht mit einer zehnmal grĂ¶ĂŸeren Nation an", sagte er.

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