Trump, US-StÀdte

Trump attackiert bei G7 demokratisch regierte US-StÀdte

16.06.2025 - 18:56:41 | dpa.de

US-PrĂ€sident Donald Trump hat in der Debatte ĂŒber seine Migrationspolitik erneut scharfe Worte gegen demokratisch regierte US-StĂ€dte gerichtet und dabei insbesondere Chicago ins Visier genommen.

"Sie haben einen wirklich schlechten Gouverneur in Chicago und einen schlechten BĂŒrgermeister", sagte Trump vor Beginn des G7-Gipfels im kanadischen Kananaskis. Der demokratische Gouverneur von Illinois, J. B. Pritzker, sei "wahrscheinlich der schlechteste im ganzen Land". In Los Angeles und New York sehe es nicht anders aus.

Am Vortag hatte der US-PrÀsident die Einwanderungsbehörde ICE in einem langen Beitrag auf seiner Online-Plattform Truth Social angewiesen, Festnahmen und Abschiebungen insbesondere in diesen StÀdten auszuweiten. Die Metropolen sind sogenannte Sanctuary Cities- sie weigern sich also teils mehr, teils weniger vehement, mit ICEzu kooperieren. Sie sind Trump seit langem ein Dorn im Auge, wie er auch nun wieder betonte. Er wolle, dass sich die ICE besonders auf diese StÀdte konzentriere.

Trump wiederholte in diesem Kontext die unbelegte Behauptung, unter seinem demokratischen AmtsvorgĂ€nger Joe Biden seien 21 Millionen Migranten in die USA gelangt. Er sprach von "riesigen Zahlen" an Schwerverbrechern, die sich vornehmlich in GroßstĂ€dten aufhielten - und unterstellte den Demokraten, dort gezielt ihre WĂ€hlerschaft vergrĂ¶ĂŸern zu wollen.

SchĂ€tzungen zufolge leben rund elf Millionen Menschen ohne gĂŒltige Papiere in den USA. Viele von ihnen leisten fĂŒr die US-Wirtschaft unverzichtbare Arbeit - etwa in der Landwirtschaft, im Baugewerbe oder in der Gastronomie. Sie können nicht wĂ€hlen, da sie dafĂŒr die amerikanische StaatsbĂŒrgerschaft brĂ€uchten.

Massenabschiebungen waren ein zentrales Wahlversprechen Trumps. In Reden erweckte der Republikaner immer wieder den Eindruck, es handele sich bei Menschen ohne Aufenthaltspapiere pauschal um gewalttĂ€tige Kriminelle. Studien widersprechen dem: Aus Furcht vor Abschiebung werden sie demnach seltener straffĂ€llig als US-BĂŒrger.

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