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US-Wahlkampf: Republikanische Abgeordnete attackiert Trump

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 06:03 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Knapp sieben Wochen vor den US-Parlamentswahlen bekommt Präsident Donald Trump aus den eigenen Reihen Gegenwind für seine umstrittene Abschiebepolitik.

Die republikanische Abgeordnete María Elvira Salazar aus Florida, die um ihren Wiedereinzug in das Repräsentantenhaus kämpft, veröffentlichte eine Videobotschaft, in der sie Trump direkt attackiert: "Herr Präsident, einige Ihrer Maßnahmen zur Durchsetzung des Einwanderungsrechts sind zu weit gegangen." US-Bürger mit lateinamerikanischen Wurzeln fühlten sich von Trump "verraten".

Dass sich Republikaner so offen gegen ihren Präsidenten stellen, kommt selten vor. Trumps Umfragewerte sind aktuell schlecht. Der US-Präsident setzt in seiner zweiten Amtszeit auf einen harten Kurs gegen Migranten und massenhafte Abschiebungen. Die Razzien der Bundesbehörden gegen Migranten sind umstritten und hatten landesweit große Proteste ausgelöst.

Der Hintergrund von Salazars Attacke gegen Trump dürfte die Sorge sein, dass den Republikanern die wichtige Wählerschaft der spanischsprachigen US-Amerikaner wegen der teils brutalen Razzien abhandenkommen könnte. Der Bevölkerungsanteil der Latinos ist in Florida, wo Salazars Wahlkreis liegt, hoch.

Abgeordnete: Hispanics fühlen sich verraten

Salazar warf Trump in dem Clip vor, dass viele von den Behörden festgehaltene Menschen keine Vorstrafen hätten. "Dieselben Hispanics, die Ihnen 2024 geholfen haben, ins Weiße Haus zu gelangen, fühlen sich heute verraten", ergänzte die Abgeordnete.

Die 64-Jährige ist seit 2021 Abgeordnete im Kongress. Der überparteiliche "Cook Political Report" sieht bei dem Rennen in ihrem Wahlbezirk, der im Raum Miami liegt, aktuell einen Vorsprung für die Republikanerin.

Bei den Midterms - den Parlamentswahlen - werden alle Sitze im Repräsentantenhaus und ein Teil der Sitze im Senat neu besetzt. Die Republikaner haben in beiden Parlamentskammern eine hauchdünne Mehrheit. Sollten die Demokraten die Wahlen am 3. November gewinnen, würde es für Trump deutlich schwerer werden, seine Politik durchzusetzen.

Im südlichen "Sunshine State" Florida hat Trump vielerorts eine treue Wählerschaft. In dem republikanisch regierten Bundesstaat liegt auch sein Anwesen, der Privatclub Mar-a-Lago.

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