VCI-PrĂ€sident Kullmann: Staatshilfe und GewinnausschĂŒttung schlieĂen sich gegenseitig aus
Veröffentlicht am: 09.05.2020 um 10:10 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Kullmann sagt dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", wer in der Not finanzielle UnterstĂŒtzung vom Staat erhalte, der könne nicht gleichzeitig Dividenden bezahlen. Er erwarte auch in der chemischen Industrie viele Pleiten und Ăbernahmen durch die Corona-Krise.
Besonders fĂŒr eine Vielzahl mittelstĂ€ndischer Betriebe sehe er "bittere" Zeiten kommen, denn die ExportmĂ€rkte brĂ€chen weg. "Ohne Hilfe werden viele die Krise nicht ĂŒberleben", warnte Kullmann. Er verlangte das Aufspannen eines europĂ€ischen Rettungsschirms, "ein Konjunkurprogramm Ă€hnlich dem Marshallplan" in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Die Wirtschaftskrise in der europĂ€ischen Union sei nur mit einem gemeinsam beschlossenen Hilfspaket zu ĂŒberleben.
HĂ€rtere Umweltauflagen der EuropĂ€ischen Union lehnt der VerbandsprĂ€sident hingegen ab. Auf den von der EU-Kommission vorgeschlagenen Green Deal bezogen, sagte er, es könne nicht sein, dass UmweltverbĂ€nde und Politiker der Industrie vorschrieben, was sie wie zu produzieren habe. Kullmann forderte im Interesse der Industrie eine Erweiterung des Green Deal um soziale und wirtschaftliche Aspekte. Es dĂŒrfe nicht dazu kommen, dass "nur einseitig die Ăkologie im Mittelpunkt" stehe. Die chemische Industrie stehe zwar zu den vereinbarten Klimazielen, so Kullmann im "Spiegel", aber man könne ihr in der Krise "nicht noch mehr Lasten" aufbĂŒrden, weitere "unrealistische Ziele verkĂŒnden und noch mehr regulieren". Kullmann sagte, er habe die BefĂŒrchtung, dass die deutsche Industrie das "nicht ĂŒberleben" könne.
Christian Kullmann, 1969 in Gelsenkirchen geboren, ist seit 2017 Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG und seit MĂ€rz dieses Jahres PrĂ€sident des Verbandes der Chemischen Industrie. AuĂerdem sitzt er im Aufsichtsrat von Borussia Dortmund.
Besonders fĂŒr eine Vielzahl mittelstĂ€ndischer Betriebe sehe er "bittere" Zeiten kommen, denn die ExportmĂ€rkte brĂ€chen weg. "Ohne Hilfe werden viele die Krise nicht ĂŒberleben", warnte Kullmann. Er verlangte das Aufspannen eines europĂ€ischen Rettungsschirms, "ein Konjunkurprogramm Ă€hnlich dem Marshallplan" in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Die Wirtschaftskrise in der europĂ€ischen Union sei nur mit einem gemeinsam beschlossenen Hilfspaket zu ĂŒberleben.
HĂ€rtere Umweltauflagen der EuropĂ€ischen Union lehnt der VerbandsprĂ€sident hingegen ab. Auf den von der EU-Kommission vorgeschlagenen Green Deal bezogen, sagte er, es könne nicht sein, dass UmweltverbĂ€nde und Politiker der Industrie vorschrieben, was sie wie zu produzieren habe. Kullmann forderte im Interesse der Industrie eine Erweiterung des Green Deal um soziale und wirtschaftliche Aspekte. Es dĂŒrfe nicht dazu kommen, dass "nur einseitig die Ăkologie im Mittelpunkt" stehe. Die chemische Industrie stehe zwar zu den vereinbarten Klimazielen, so Kullmann im "Spiegel", aber man könne ihr in der Krise "nicht noch mehr Lasten" aufbĂŒrden, weitere "unrealistische Ziele verkĂŒnden und noch mehr regulieren". Kullmann sagte, er habe die BefĂŒrchtung, dass die deutsche Industrie das "nicht ĂŒberleben" könne.
Christian Kullmann, 1969 in Gelsenkirchen geboren, ist seit 2017 Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG und seit MĂ€rz dieses Jahres PrĂ€sident des Verbandes der Chemischen Industrie. AuĂerdem sitzt er im Aufsichtsrat von Borussia Dortmund.
Redaktion ad-hoc-news.de, RSM
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