Verband rechnet mit stÀrker steigenden Ausfuhren
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 10:59 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer Bundesverband GroĂhandel, AuĂenhandel, Dienstleistungen (BGA) rechnet fĂŒr 2026 mit einem Exportvolumen von rund 1.580 Milliarden Euro, wie VerbandsprĂ€sident Dirk Jandura mitteilte. Das wĂ€re 1 Prozent mehr als im Vorjahr.
Der BGA hebt damit seine Prognose leicht an. Bisher ging der Verband von einem Exportwachstum von lediglich 0,6 Prozent aus.
Im ersten Halbjahr exportierte die deutsche Wirtschaft laut BGA Waren im Wert von rund 817,8 Milliarden Euro, knapp 4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Von einer nachhaltigen Entspannung sei die AuĂenwirtschaft allerdings deutlich entfernt. Der Zuwachs beruhe teilweise auf höheren Preisen und nicht ausschlieĂlich auf einem gröĂeren Absatzvolumen, betonte Jandura.
Einfuhren steigen stÀrker
Zugleich steigen die Importe dem Verband zufolge stĂ€rker als die Ausfuhren. Der BGA rechnet fĂŒr 2026 mit einem ExportĂŒberschuss von 177 Milliarden Euro, nach rund 200 Milliarden Euro im Vorjahr.
Zudem habe der AuĂenhandel einiges aufzuholen, sagte BGA-PrĂ€sident Jandura. "Nach den schwachen vergangenen Jahren bedeutet ein Plus noch lange nicht, dass wir wieder dort sind, wo wir vor Corona und den folgenden Krisen einmal waren."
Insbesondere der AuĂenhandel mit den USA und China gestaltet sich dem BGA zufolge schwierig. Die Exporte in die Vereinigten Staaten seien in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 6,1 Prozent zurĂŒckgegangen. Im Juli legten sie zwar deutlich um rund 19 Prozent zu. Eine stabile AufwĂ€rtsbewegung sei das aber nicht. "Das ist ein AuĂenhandel, der sich in einem extrem volatilen Umfeld behaupten muss", betonte der PrĂ€sident.
Immer mehr Importe aus China
Nach Fernost seien die Ausfuhren in den ersten sechs Monaten um 13,5 Prozent gesunken. Gleichzeitig stiegen die Importe aus China laut BGA-Daten um 8,8 Prozent.
Angesichts der Unsicherheiten mit Blick auf die beiden wichtigen AbsatzmĂ€rkte mĂŒsse Deutschland neue MĂ€rkte und verlĂ€sslichere Handelspartner suchen. Jandura sprach sich fĂŒr eine neue Handelsallianz aus mit Staaten, die weiter auf freien, offenen und regelbasierten Handel setzten. "Die EuropĂ€ische Union und die Staaten des transpazifischen CPTPP könnten den Kern einer solchen Handelsallianz bilden. Weitere gleichgesinnte Partner könnten hinzukommen." Dem Freihandelsabkommen CPTPP gehören zwölf LĂ€nder an - unter anderen Australien, Japan, Kanada, GroĂbritannien, Mexiko, Peru und Singapur.
