Vivantes-Tarifabschluss, BeschÀftigte

Vivantes-Tarifabschluss: 2.200 BeschÀftigte erhalten Angleichung bis 2031

Veröffentlicht am: 23.06.2026 um 18:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Vivantes und ver.di einigen sich auf schrittweise Gehaltserhöhungen bis zum TVöD-Niveau. Der langfristige Vertrag lÀuft bis Ende 2031.
Mitarbeiter von Vivantes-Service-Gesellschaften, Gewerkschaftsvertreter und Management reichen sich nach Tarifverhandlungen die HĂ€nde. Illustration mit AI erstellt.

di haben einen Tarifabschluss erzielt. Rund 2.200 BeschĂ€ftigte der Tochtergesellschaften dĂŒrfen sich ĂŒber eine schrittweise Angleichung ihrer BezĂŒge an das Niveau des öffentlichen Dienstes freuen.

Langfristiger Frieden bis 2031

Der neue Vertrag hat eine ungewöhnlich lange Laufzeit von 72 Monaten. Er ist bis zum 31. Dezember 2031 befristet. Zentrales Element: Die Tabellenentgelte steigen sukzessive an. Bis Juli 2031 sollen sie vollstÀndig das TVöD-Niveau erreichen.

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Die Gewerkschaftsmitglieder hatten bereits am 22. Juni grĂŒnes Licht gegeben. Rund 70 Prozent stimmten in einer Urabstimmung fĂŒr den Kompromiss. Allerdings steht die Einigung noch unter Vorbehalt. Die Gremien beider Seiten mĂŒssen bis zum 3. Juli zustimmen.

Weniger Arbeit, mehr Zulagen

Die Tarifparteien einigten sich auch auf eine ArbeitszeitverkĂŒrzung. Ab Dezember 2030 sinkt die Wochenarbeitszeit von 39 auf 38,5 Stunden. Neu eingefĂŒhrt werden zudem Schichtzulagen: 80 Euro fĂŒr Schichtarbeit, 200 Euro fĂŒr Wechselschicht – jeweils ab 2029. Die Jahressonderzahlung von 2.000 Euro bleibt erhalten.

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Der Preis des Kompromisses

Die Vivantes-GeschĂ€ftsfĂŒhrung spricht Klartext: Der Abschluss gehe an die Grenze der finanziellen Belastbarkeit. Der Konzern kĂ€mpft mit einem strukturellen Defizit von ĂŒber 120 Millionen Euro. Hinzu kommen drohende Einnahmeverluste durch die GKV-Reform. Laut Unternehmensangaben könnten jĂ€hrlich rund 70 Millionen Euro fehlen.

Der gefundene Kompromiss ist ein Balanceakt. Er soll die Belegschaft zufriedenstellen, ohne den Klinikbetreiber wirtschaftlich zu ĂŒberfordern. Ob das gelingt, wird sich zeigen.

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