Vivantes-Tarifvertrag: 2.200 Klinik-Beschäftigte erhalten bis 2031 volle TVöD-Bezahlung
24.06.2026 - 02:18:57 | boerse-global.de
Rund 2.200 Beschäftigte profitieren von schrittweisen Gehaltsanpassungen.
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Stufenweise Angleichung bis 2031
Der neue Tarifabschluss betrifft Mitarbeiter in Gastronomie, Logistik, Reinigung, Technik, Rehabilitation und den Medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Kern der Einigung: Die Tabellenentgelte steigen bis Juli 2031 auf 100 Prozent des TVöD-Niveaus. Bisher lagen die Vergütungen bei etwa 91 bis 96 Prozent.
Erste Erhöhungen gibt es rückwirkend zum 1. Januar 2026: rund 4 Prozent. Zum 1. Mai kommen weitere 2,8 Prozent obendrauf. Für die MVZ-Beschäftigten wurde ab Jahresbeginn ein Plus von 7,8 Prozent vereinbart – mit künftig jährlichen Anpassungen.
Auch die Arbeitszeit sinkt: Ab Dezember 2030 gilt eine 38,5-Stunden-Woche statt bisher 39 Stunden. Der Vertrag läuft bis zum 31. Dezember 2031.
Verbesserte Zulagen ab 2029
Ab 2029 steigt die Schichtzulage auf 80 Euro, für Wechselschicht sind 200 Euro vorgesehen. Die Jahressonderzahlung bleibt auf dem Niveau von 2025 – rund 2.000 Euro. Eine betriebliche Altersvorsorge enthält der Abschluss nicht.
Ver.di spricht von einem „hart errungenen Kompromiss“. Eine Ungleichbehandlung innerhalb der Belegschaft bleibe vorerst bestehen. Die Vivantes-Geschäftsführung betont, man sei „deutlich über die finanzielle Schmerzgrenze“ gegangen. Der Konzern kämpft mit einem strukturellen Defizit von über 120 Millionen Euro und einem Sanierungskonzept bis 2029.
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Urabstimmung entscheidet über Annahme
Der Streik wurde am 24. Juni ausgesetzt. Die endgültige Annahme steht unter Vorbehalt – die Frist läuft bis zum 3. Juli. In der kommenden Woche startet die Urabstimmung unter den Gewerkschaftsmitgliedern.
Bereits am 22. Juni sprachen sich rund 70 Prozent der befragten Mitglieder für die Annahme aus. Für die Bestätigung sind mindestens 25 Prozent der Stimmberechtigten nötig.
