Vom Wissen zum Handeln: 3. AlpenKlimaGipfel bringt zukunftsweisende Projekte auf die BĂĽhne
03.07.2026 - 10:04:08 | presseportal.de
Zwei Tage lang wurde die Zugspitze zum Treffpunkt für den Austausch über die Zukunft des Alpenraums: Beim 3. AlpenKlimaGipfel vom 23. bis zum 24. Juni 2026 stand die Frage im Zentrum, wie sich Erkenntnisse in konkrete Verantwortung und umsetzbare Schritte übersetzen lassen. Dementsprechend standen Macher:innen des Wandels, darunter die Finalist:innen des erstmalig vergebenen Alps Future Awards, im Mittelpunkt. Diskutiert wurden aktuelle Klimadaten, Energiesouveränität, Risiken für Infrastruktur und Sicherheit, die Transformation des Tourismus, Auswirkungen auf Sportereignisse sowie Landwirtschaft und Kommunikation als Hebel für Veränderung.
Das Fazit war eindeutig: Der Alpenraum verfügt über Daten, Konzepte und Pioniergeister – was nun zählt, ist die Entschlossenheit zur Umsetzung. „Der Alpenraum ist kein abstraktes Forschungsobjekt – er ist ein Lebensraum, der sich in Echtzeit verändert. Was wir jetzt brauchen, sind der interdisziplinäre Austausch und der Mut für Veränderung. Für beides ist der AlpenKlimaGipfel die perfekte Bühne“, so Andrea Fischer (Wissenschaftlerin am Institut für Interdisziplinäre Gebirgsforschung der ÖAW, Glaziologin, Wissenschaftlerin des Jahres 2023, Advisory Board AlpenKlimaGipfel).
„Der diesjährige AlpenKlimaGipfel hat gezeigt, wie wichtig es ist, den Dialog über die Zukunft des Alpenraums genau dort zu führen, wo die Veränderungen sichtbar werden. Für die Tiroler Zugspitz Arena ist es eine große Verantwortung, die Plattform für diesen Austausch zu bieten – und zugleich ein starkes Signal, dass Tourismus, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gemeinsam an Lösungen arbeiten“, resümiert Theo Zoller, Obmann des Tourismusverbandes Tiroler Zugspitz Arena.
„Mit seiner dritten Ausgabe hat sich der AlpenKlimaGipfel als wichtige Plattform für Klimaanpassung, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit im Alpenraum etabliert. Sein besonderes Alleinstellungsmerkmal ist die Verbindung von Ort, Inhalt und Akteuren. Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Tourismus, Sport, Medien und Zivilgesellschaft kommen hier zusammen, um nicht nur über Herausforderungen zu sprechen, sondern gemeinsam Lösungen zu entwickeln“, betonte Ralf Roth (Leiter des Instituts für Outdoor Sport und Umweltforschung der Deutschen Sporthochschule Köln, Initiator des D-A-CH Netzwerks „Klima.Sport.Schnee“, Advisory Board AlpenKlimaGipfel).
F.acT-Impuls und hochkarätige Speaker:innen
Am zweiten Tag der Veranstaltung zählten unter anderem Dirk Glaesser (UN Tourism), Markus Redl (Geschäftsführer ecoplus Alpin GmbH), Jörn Prehn (Himmelseher Sportversicherungen), Ulrich Jakob Zeni (Fachbereichsleiter Spezialkulturen und Markt Landwirtschaftskammer Tirol) sowie Valentine Troi (Wissenschaftliche Leitung des GRWONlabs) zu den Diskutant:innen. „Bis 2030 werden rund 37 Milliarden Reisen global erwartet – im Jahr 2016 waren es noch 20 Milliarden. Gerade deshalb ist die Verantwortung des Tourismus im Bereich der Nachhaltigkeit enorm“, so Glaesser. Zugleich zeigten Birgit Bosio (MCI Tourismus) und Jakob Hillebrand (Eurac Research) im Rahmen des F.acT-Impulses mit den Tourismus-Observatorien in Tirol und Südtirol, wie sich Erfolge künftig anders messen lassen. Passend dazu diskutierten im Panel „Transformationsmodell Alpen“ unter anderem Berno Stoffel (Seilbahnen Schweiz), Reinhard Klier (Fachgruppe Seilbahnen WK Tirol), Sybille Wiedenmann (ProAllgäu GmbH & Co), Tirols Umweltanwalt Johannes Kostenzer und Glaziologe Norbert Span darüber, wie sich Wissen in Entscheidungen übersetzen lässt.
Wie stark sich Sicherheitsfragen verändern, zeigten Beiträge von Gerhard Mössmer (Vorstand Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit und Mitarbeiter Österreichischer Alpenverein, Abteilung Bergsport), der „eine Art Vollkasko-Mentalität“ am Berg beobachtet, und Hansueli Rhyner (WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung und Bergführer), der dafür plädierte, Ferienzeiten an verschobene Saisonlogiken anzupassen. Im Panel „Alpine Sportevents im Klimastress“ spannte sich der Bogen von Versicherungsfragen bis zur Athlet:innen-Perspektive, u. a. von der ehemaligen ÖSV-Rennläuferin Mirjam Puchner.
Zukunftsforscher Klaus Kofler zeigte in seinem Talk zur erfolgreichen Nachhaltigkeitskommunikation, warum es dafür auch neue Bilder braucht: „Wenn Zukunft vor allem Angst macht, ziehen sich Menschen zurück und bleiben in der Gegenwart stecken. Deshalb müssen wir Menschen wieder befähigen, in positive Zukunftsräume einzutauchen und Zukunft als gestaltbar zu erleben. Denn Menschen lernen nicht allein über Argumente, sondern vor allem durch Erfahrungen.“ Konkrete Beispiele dafür lieferten „True Impact Stories“ aus Landwirtschaft, Forschung und Unternehmertum – u. a. von Martin Egger (Maschinenring Tirol), Unternehmer Tobias Neuber (ACTANOL) und Mats Mosel (Protect our Winters).
Projekte mit Umsetzungskraft
Im Rahmen eines abschließenden Speeddatings präsentierten die Finalist:innen und Gewinner:innen des Alps Future Awards ihre Projekte einem breiten Fachpublikum – und unterstrichen damit das Motto: des 3. AlpenKlimaGipfels „Tu es!“. Der Award wurde am Vorabend (23. Juni 2026) in zwei Kategorien verliehen. Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Projekten und Gewinner:innen sind hier zugänglich. „Der dritte AlpenKlimaGipfel war wieder getragen von einem offenen Dialog auf Augenhöhe, welcher die Veranstaltung auszeichnet. Als Lebensraum Tirol Gruppe ist es unser Anspruch, diesen Schulterschluss von Tourismus, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft weiter voranzutreiben, damit aus dem Dialog Schritt für Schritt sichtbare Veränderungen werden“, so Martin Reiter, Geschäftsführer der Lebensraum Tirol Gruppe.
Informationen zu den Speaker:innen 2026 sowie zum Programm sind unter www.alpenklimagipfel.jetzt abrufbar. Weitere Pressenews auch hier.
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