Europa, EU

Gemeinsame GaseinkÀufe: erste VertrÀge unterschrieben

09.06.2023 - 14:12:52 | dpa.de

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges hatten EU-LĂ€nder beschlossen, gemeinsam Gas einzukaufen - und sich nicht gegenseitig zu ĂŒberbieten. Erste VertrĂ€ge seien bereits unterzeichnet, heißt es aus BrĂŒssel.

Maros Sefcovic, EU-Kommissar fĂŒr interinstitutionelle Beziehungen und Zukunftsforschung, freut sich ĂŒber die Ergebnisse der ersten gemeinsamen EU-Ausschreibung fĂŒr den Gaseinkauf. - Foto: Geert Vanden Wijngaert/AP/dpa
Maros Sefcovic, EU-Kommissar fĂŒr interinstitutionelle Beziehungen und Zukunftsforschung, freut sich ĂŒber die Ergebnisse der ersten gemeinsamen EU-Ausschreibung fĂŒr den Gaseinkauf. - Foto: Geert Vanden Wijngaert/AP/dpa

Die ersten gemeinsamen GaseinkĂ€ufe in der EU sind unter Dach und Fach. «Ich freue mich, berichten zu können, dass die ersten VertrĂ€ge bereits unterzeichnet worden sind», sagte der VizeprĂ€sident der EU-Kommission, Maros Sefcovic, am Freitag in BrĂŒssel. Er sei zuversichtlich, dass weitere VertrĂ€ge unterzeichnet wĂŒrden.

Die EU-LĂ€nder hatten vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs im vergangenen Jahr beschlossen, gemeinsam Gas zu kaufen, um Unternehmen stabilere Preise zu sichern und die Gasspeicher wieder aufzufĂŒllen. Außerdem soll vermieden werden, dass sich die EU-Staaten gegenseitig ĂŒberbieten.

DafĂŒr konnten europĂ€ische Unternehmen Ende April in einer ersten Ausschreibungsrunde ihren Gasbedarf auf einer Plattform anmelden, anschließend wurde die Gesamtmenge auf dem Weltmarkt ausgeschrieben. Internationale Gaslieferanten - mit Ausnahme russischer Firmen - waren dann aufgefordert, Angebote fĂŒr die Belieferung der europĂ€ischen Kunden einzureichen.

Laut Kommissionsangaben hatten bis Mitte Mai 25 Gaslieferanten Angebote mit einem Volumen von 13,4 Milliarden Kubikmetern Gas abgegeben. Damit war die gemeinsame Nachfrage der EU-Staaten von 11,6 Milliarden Kubikmetern ĂŒbertroffen worden, hieß es. In einer zweiten Ausschreibungsrunde sind Unternehmen in Europa ab Ende Juni erneut aufgefordert, ihren Gasbedarf anzumelden.

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