Warsteiner, Brauerei

Warsteiner Brauerei: Sozialplan für 220 Beschäftigte verabschiedet

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 03:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Warsteiner Brauerei einigt sich mit Gewerkschaft auf Sozialplan für Standortschließungen. Abfindungen und Umzugshilfen für betroffene Mitarbeiter geregelt.

Warsteiner Brauerei: Sozialplan für 220 Beschäftigte in Herford und Paderborn
Moderne, leere Industriehalle einer Brauerei mit glänzenden Edelstahltanks in professioneller, stimmungsvoller Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Warsteiner Brauerei hat einen Sozialplan für die 220 Beschäftigten in Herford und Paderborn verabschiedet. Die Einigung vom Mittwoch regelt Abfindungen und Unterstützungsleistungen für die von Schließungen betroffenen Mitarbeiter. Rund 100 Stellen in Herford und etwa 120 in Paderborn stehen auf der Kippe.

Gestaffelte Abfindungen für ausscheidende Mitarbeiter

Der Sozialplan sieht gestaffelte Abfindungen vor: Je nach Betriebszugehörigkeit erhalten die Beschäftigten zwischen 50 und 70 Prozent ihres Bruttomonatsgehalts pro Jahr. Die maximale Abfindungssumme liegt bei 150.000 Euro.

Wer auf eine Kündigungsschutzklage verzichtet, bekommt weitere 20 Prozent eines Monatslohns obendrauf. Zusätzlich gibt es 3.000 Euro für jedes im Haushalt lebende Kind. Überstunden werden zu 90 Prozent ausgezahlt. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) bezeichnete das Ergebnis als „das unter den gegebenen Umständen maximal Mögliche“.

50 Arbeitsplätze am Standort Warstein

Für einen Teil der Belegschaft gibt es eine Alternative: In Warstein stehen 50 Arbeitsplätze für Mitarbeiter aus Herford und Paderborn bereit. Der Sozialplan erleichtert den Wechsel mit konkreten Hilfen.

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Wer für den neuen Job umzieht, erhält einen Umzugskostenzuschuss von bis zu 3.500 Euro. Pendler bekommen 35 Cent pro Kilometer. So will die Brauerei Arbeitsplätze innerhalb der Gruppe erhalten und den Übergang sozial abfedern.

Unterschiedlicher Zeitplan für die Standorte

Die Kündigungen laufen zeitlich versetzt an. In Herford soll die Brauerei im August schließen, die ersten Kündigungen folgen ab September. In Paderborn beginnt die Kündigungswelle im November – allerdings unter Vorbehalt: Scheitern mögliche Verkaufsverhandlungen, greifen die Bedingungen des Sozialplans für die 120 Beschäftigten.

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Neben den personellen Einschnitten plant Warstein langfristig: Die Brauerei will 2029 wieder in den Brauereiverband Nordrhein-Westfalen eintreten. Ein klares Signal für die strategische Neuausrichtung nach der Restrukturierung.

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