FachkrÀftemangel, Handwerk

Was BeschĂ€ftigte heute im Handwerk wirklich hĂ€lt / Studie: WertschĂ€tzung, Respekt und Entwicklungsperspektiven sind fĂŒr viele entscheidend

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 10:40 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS

Köln/Bergisch Gadbach - Das Handwerk kĂ€mpft vielerorts mit Nachwuchsmangel und fehlenden FachkrĂ€ften. Doch wer meint, höhere Löhne allein wĂŒrden das Problem lösen, greift nach EinschĂ€tzung von Branchenkennern zu kurz. Immer wichtiger werden im Arbeitsalltag Faktoren wie WertschĂ€tzung, Respekt und ein gutes Miteinander im Betrieb.

Was BeschĂ€ftigte heute im Handwerk wirklich hĂ€lt / Studie: WertschĂ€tzung, Respekt und Entwicklungsperspektiven sind fĂŒr viele entscheidend - Bild: presseportal.de
Was BeschĂ€ftigte heute im Handwerk wirklich hĂ€lt / Studie: WertschĂ€tzung, Respekt und Entwicklungsperspektiven sind fĂŒr viele entscheidend - Bild: presseportal.de

Darauf weist der von ISOTEC initiierte und gemeinsam mit dem renommierten Institut der Deutschen Wirtschaft (IW Consult) entwickelte ISOTEC-Handwerkskompass hin. Die zentrale Erkenntnis: Wer FachkrÀfte im Handwerk gewinnen und langfristig binden will, muss mehr bieten als einen sicheren Arbeitsplatz und eine faire Bezahlung.

"Faire Bezahlung ist wichtig. Aber sie allein entscheidet nicht darĂŒber, ob Menschen im Handwerk bleiben", sagt Horst Becker, GrĂŒnder und GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Sanierungsunternehmens ISOTEC. "Anerkennung, Respekt und das GefĂŒhl, mit der eigenen Arbeit etwas Sinnvolles zu leisten, spielen eine immer grĂ¶ĂŸere Rolle."

Wie das Handwerk fĂŒr junge Menschen attraktiv wird

Besonders deutlich wird das bei jungen Menschen. Laut Handwerkskompass können sich 29,4 Prozent der befragten Jugendlichen grundsĂ€tzlich eine Karriere im Handwerk vorstellen. TatsĂ€chlich entscheiden sich jedoch nur 9,8 Prozent fĂŒr diesen Weg. FĂŒr Betriebe ist das ein Hinweis darauf, dass neben Einkommen und Jobsicherheit auch Arbeitsklima, Entwicklungsmöglichkeiten und Unternehmenskultur stĂ€rker in den Fokus rĂŒcken mĂŒssen.

WertschÀtzung im Alltag

WertschĂ€tzung zeigt sich dabei nicht in großen Gesten, sondern im tĂ€glichen Umgang: in einer offenen Kommunikation, konstruktivem Feedback, die Einbindung von BeschĂ€ftigten in Entscheidungen und ehrlicher Anerkennung guter Leistungen. Das alles stĂ€rkt das ZugehörigkeitsgefĂŒhl und die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Gerade in handwerklichen Betrieben, in denen Teamarbeit, VerlĂ€sslichkeit und persönlicher Einsatz eine große Rolle spielen, könne das entscheidend fĂŒr Motivation und Bindung sein.

Unternehmenskultur wird zum Wettbewerbsfaktor

"Wer FachkrĂ€fte halten will, muss in Menschen investieren", so Becker. "Ein Betrieb wird nicht nur durch Maschinen und AuftrĂ€ge erfolgreich, sondern vor allem durch die Menschen, die dort jeden Tag Verantwortung ĂŒbernehmen."

FĂŒr viele Handwerksbetriebe entscheidet sich genau daran die ZukunftsfĂ€higkeit: nicht nur neue Mitarbeiter zu gewinnen, sondern sie auch langfristig zu halten. Ein wichtiger SchlĂŒssel liegt in einer Unternehmenskultur, in der Leistung gesehen, Entwicklung ermöglicht und Zusammenarbeit auf Augenhöhe gelebt wird. "Faire und verlĂ€ssliche Bezahlung sollte selbstverstĂ€ndlich sein. Entscheidend ist aber, ob BeschĂ€ftigte sich im Betrieb respektiert und ernst genommen fĂŒhlen", betont ISOTEC-GrĂŒnder Horst Becker.

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