Weihnachtsbaumpreise, Nordmanntanne

WeihnachtsbÀume werden teurer: Nordmanntanne bis 33 Euro

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 04:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Nordmanntannen dĂŒrften in dieser Saison etwas mehr kosten als im Vorjahr. Die Folgen des trockenen Sommers zeigen sich vor allem bei jungen Kulturen und könnten das Angebot in spĂ€teren Jahren weiter belasten.

Baumarten und Erntezeit prÀgen den Einkauf

  • Die Haupternte der WeihnachtsbĂ€ume beginnt grundsĂ€tzlich Mitte November.
  • Ein laufender Meter Blaufichte kostet voraussichtlich 17 bis 22 Euro.
  • Rund 80 Prozent der in Deutschland aufgestellten WeihnachtsbĂ€ume stammen aus heimischer Produktion.
  • Der Vorsitzende des Christbaumverbandes Baden-WĂŒrttemberg, Sebastian Fertig, steht in einer Anpflanzung von WeihnachtsbĂ€umen in Mudau im Norden Baden-WĂŒrttembergs. - Bild: Bernd Weißbrod/dpa
  • Fertig und seine Frau Eva-Marie Fertig-Bopp betreiben die Baumschule Bopp und schauen trotz extremer Trockenheit im Sommer optimistisch in die Saison. - Bild: Bernd Weißbrod/dpa
Der Vorsitzende des Christbaumverbandes Baden-WĂŒrttemberg, Sebastian Fertig, steht in einer Anpflanzung von WeihnachtsbĂ€umen in Mudau im Norden Baden-WĂŒrttembergs. - Bild: Bernd Weißbrod/dpa Fertig und seine Frau Eva-Marie Fertig-Bopp betreiben die Baumschule Bopp und schauen trotz extremer Trockenheit im Sommer optimistisch in die Saison.  - Bild: Bernd Weißbrod/dpa

WeihnachtsbÀume kosten in dieser Saison mehr

FĂŒr die anstehende Weihnachtsbaum-Saison rechnen die Erzeuger mit höheren Preisen als im Vorjahr. Der laufende Meter einer Nordmanntanne soll etwa 25 bis 33 Euro kosten, nachdem die Spanne zuletzt bei 23 bis 30 Euro gelegen hatte.

Produktionskosten treiben Preise

Als GrĂŒnde nennen die VerbĂ€nde gestiegene Produktions-, Personal- und Logistikkosten sowie ein rĂŒcklĂ€ufiges Angebot. FĂŒr einen laufenden Meter Blaufichte werden 17 bis 22 Euro erwartet, eine Rotfichte soll 14 bis 19 Euro kosten.

Haupternte beginnt Mitte November

Die Haupternte startet grundsĂ€tzlich Mitte November. Erste BĂ€ume werden teilweise frĂŒher fĂŒr kommunale Dekorationen geschlagen; dabei handelt es sich meist um Tannen mit einer Höhe von mehr als fĂŒnf Metern.

Trockenheit trifft junge BestÀnde

Der lange trockene Sommer hatte regional unterschiedliche Folgen und belastete SĂŒddeutschland stĂ€rker als Norddeutschland. Besonders betroffen waren Neuanpflanzungen: In Baden-WĂŒrttemberg kam es nach Verbandsangaben im FrĂŒhjahr teilweise zu TotalausfĂ€llen.

Die Auswirkungen werden erst in acht oder neun Jahren sichtbar, wenn diese BĂ€ume fĂŒr den Markt fehlen. Nordmanntannen sind nach acht bis zwölf Jahren verkaufsfertig; bereits erntereife BĂ€ume waren nur vereinzelt betroffen.

Weniger Angebot und kleinere BĂ€ume

Das Angebot sinkt, weil Erzeuger FlĂ€chen reduzieren oder die Produktion aufgeben. Als weitere GrĂŒnde gelten zunehmende Wetterextreme, ArbeitskrĂ€ftemangel und fehlende Betriebsnachfolger.

In Deutschland werden jĂ€hrlich rund 16 Millionen natĂŒrliche WeihnachtsbĂ€ume verkauft. Etwa 80 Prozent der aufgestellten BĂ€ume stammen aus deutscher Produktion, importiert werden vor allem Nordmanntannen aus DĂ€nemark.

Verbraucher wÀhlen kompaktere BÀume

Viele Menschen setzen lĂ€ngerfristig auf kleinere BĂ€ume mit einer Höhe von 1,50 bis zwei Metern. ZusĂ€tzlich gibt es einen Trend zum Zweitbaum fĂŒr Garten oder Terrasse sowie zum frĂŒheren Kauf.

Zuletzt kaufte gut ein Drittel der Befragten laut einer Verbandsstudie einen natĂŒrlichen Weihnachtsbaum. Rund 30 Prozent entschieden sich fĂŒr einen kĂŒnstlichen Baum, Ă€hnlich viele verzichteten vollstĂ€ndig auf einen Baum.

Die Preisprognose fĂ€llt in eine Phase, in der der deutsche Weihnachtsbaummarkt von mehreren langfristigen VerĂ€nderungen geprĂ€gt ist. Rund 16 Millionen natĂŒrliche BĂ€ume werden jĂ€hrlich verkauft, zugleich sinkt das Angebot, weil AnbauflĂ€chen aufgegeben werden und Betriebe Nachfolger oder ArbeitskrĂ€fte suchen. FĂŒr Verbraucher bedeutet das, dass der Preis nicht allein von der Ernte eines einzelnen Jahres abhĂ€ngt.

Besonders relevant ist die lange Produktionszeit. Nordmanntannen benötigen nach Verbandsangaben acht bis zwölf Jahre bis zur Verkaufsreife. SchĂ€den an jungen Kulturen wirken sich deshalb zeitverzögert aus und können nicht kurzfristig durch zusĂ€tzliche Anpflanzungen ausgeglichen werden. Der trockene Sommer betrifft damit vor allem die kĂŒnftige Versorgung, wĂ€hrend erntereife BestĂ€nde bislang vergleichsweise weniger stark beeintrĂ€chtigt wurden.

Was die Saison fĂŒr KĂ€ufer bedeutet

Die Preisunterschiede zwischen den Baumarten bleiben deutlich: Nordmanntannen kosten mehr als Blau- oder Rotfichten. Wer auf einen kleineren Baum ausweicht, kann die Ausgaben zusĂ€tzlich begrenzen; zugleich folgt die Nachfrage damit einem Trend zu BĂ€umen zwischen 1,50 und zwei Metern. FĂŒr Haushalte bleibt außerdem die Entscheidung zwischen Naturbaum, kĂŒnstlichem Baum oder einem Verzicht relevant.

Die regionale Herkunft bleibt ein wichtiger Faktor. Etwa 80 Prozent der in Deutschland aufgestellten BĂ€ume stammen aus heimischer Produktion, wĂ€hrend vor allem Nordmanntannen aus DĂ€nemark importiert werden. Die Saison startet fĂŒr die meisten KĂ€ufer Mitte November, einzelne kommunale DekorationsbĂ€ume werden bereits frĂŒher geschlagen.

Disclaimer...
de | wirtschaft | 70396018 |