Weltweiter Absatz von E-Lkw und -Bussen 2025 fast verdoppelt
Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 00:01 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die weltweiten VerkĂ€ufe von Elektro-Lkw und -Bussen haben sich 2025 nahezu verdoppelt. Mit rund einer halben Million verkaufter Fahrzeuge legte der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 86 Prozent zu, wie eine Untersuchung des International Council on Clean Transportation (ICCT) ergab, die der Deutschen Presse-Agentur vorab vorlag. Treiber des Wachstums waren demnach vor allem die VerkĂ€ufe von E-Lkw in China.Â
China vereinte der Studie zufolge knapp 90 Prozent der weltweiten VerkĂ€ufe auf sich. Im Segment der mittelschweren und schweren Lkw hĂ€tten sich die VerkĂ€ufe innerhalb von zwei Jahren mehr als verfĂŒnffacht. Fast 30 Prozent der in China verkauften schweren Lastwagen seien 2025 vollelektrisch gewesen. Sinkende Batteriekosten und staatliche FördermaĂnahmen hĂ€tten diese Entwicklung begĂŒnstigt.Â
Europa setzt auf E-BusseÂ
Auch in anderen wichtigen MĂ€rkten zog die Nachfrage laut ICCT an. Die EuropĂ€ische Union, Indien, Brasilien und GroĂbritannien verzeichneten zweistellige Zuwachsraten, die vor allem auf den Ausbau elektrisch angetriebener Busflotten zurĂŒckzufĂŒhren waren.Â
Elektrobusse machten weltweit 17 Prozent aller BusverkĂ€ufe aus, wie die Untersuchung ergab. AuĂerhalb Chinas und der USA entfielen den Angaben zufolge mehr als die HĂ€lfte der VerkĂ€ufe emissionsfreier mittelschwerer und schwerer Nutzfahrzeuge auf E-Busse. Die EU lag dabei mit rund 9.800 verkauften Fahrzeugen vor Indien mit etwa 5.000.Â
Daimler-Truck-Chefin sieht Hemmnisse
Die Chefin von Daimler Truck, Karin RĂ„dström, sieht die E-MobilitĂ€t bei Lkw weiter vor Problemen. «Das gröĂte Problem bleibt die Infrastruktur und das Laden», sagte RĂ„dström der Deutschen Presse-Agentur. Selbst diejenigen, die auf E-MobilitĂ€t umstellen wollten, seien sich nicht sicher, ob sie ihr Fahrzeug dann kĂŒnftig entlang der Strecke laden können, berichtete die Chefin des Dax-Konzerns aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart.Â
Eine weitere Herausforderung sei es, KostenparitĂ€t zu erreichen, um den E-Lkw wettbewerbsfĂ€hig im Vergleich zum Verbrenner zu machen. Das hĂ€nge an den Strom- und Dieselpreisen. «Diesel ist vergleichsweise keine teure Energiequelle», erklĂ€rte RĂ„dström. Ihre Kunden fĂŒhrten ihre GeschĂ€fte mit sehr geringen Gewinnspannen. «Sie können sich keine teuren Experimente leisten», sagte die in Schweden geborene Managerin. In den meisten FĂ€llen mache fĂŒr die Kunden noch immer der Diesel Sinn.
