Billigflieger, Ryanair

Billigflieger Ryanair will Kunden mit Rabatten anlocken

20.05.2024 - 09:22:52 | dpa.de

Wer mit Ryanair fliegt, darf auf PreisnachlĂ€sse hoffen. Allerdings sprechen verschiedene Punkte auch fĂŒr leicht erhöhte Preise im Vergleich zum Vorjahr.

In den vergangenen Monaten musste Ryanair FlĂŒge streichen und seine Passagierprognose kĂŒrzen. - Foto: Henning Kaiser/dpa

Europas grĂ¶ĂŸter Billigflieger Ryanair will mit Rabatten um Kunden buhlen und den Ticketverkauf ankurbeln. Das erste GeschĂ€ftsquartal bis Ende Juni erfordere mehr PreisnachlĂ€sse als noch im Jahr zuvor, weil die reisestarken Osterfeiertage teils in den MĂ€rz gefallen seien, teilte das Unternehmen in Dublin mit.

Der Vorstand sei aber vorsichtig optimistisch, in der Hauptreisezeit im Sommer mindestens Preise auf dem Vorjahresniveau aufrufen zu können - möglicherweise könne man aber auch leicht erhöhte Preise durchdrĂŒcken, betonte die Easyjet-Konkurrentin. Die Gewinnprognose fĂŒr das Gesamtjahr hĂ€nge stark davon ab, wie viel Ryanair zwischen Juli und September von seinen Passagieren verlangen könne. Einen prĂ€zisen Gewinnausblick traute sich das Management nicht abzugeben.

Ryanair warnte zudem vor dem Risiko, dass sich die Lieferung von Boeing-Maschinen noch weiter verzögern könne. Bis Ende Juli hofft der Vorstand auf eine Flotte von insgesamt 158 Mittelstreckenjets aus der 737-Max-Reihe. Das wĂ€ren 23 Exemplare weniger als vereinbart. In den vergangenen Monaten musste Ryanair bereits wegen Auslieferungsverzögerungen FlĂŒge streichen und seine Passagierprognose kĂŒrzen.

Im abgeschlossenen GeschĂ€ftsjahr bis Ende MĂ€rz stieg die Zahl der beförderten Passagiere auf knapp 184 Millionen, was 23 Prozent mehr als vor der Corona-Pandemie waren. Unter dem Strich vergrĂ¶ĂŸerte sich der Gewinn gegenĂŒber dem Vorjahr um fast die HĂ€lfte auf rund 1,9 Milliarden Euro. Ryanair kĂŒndigte zudem einen 700 Millionen Euro schweren AktienrĂŒckkauf an. Das Unternehmen will im laufenden GeschĂ€ftsjahr die Passagierzahl um acht Prozent auf 198 bis 200 Millionen FluggĂ€ste steigern.

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