Widerrufsbutton, Pflicht

Widerrufsbutton Pflicht: Online-HĂ€ndler mĂŒssen ab 19. Juni handeln

10.06.2026 - 19:14:27 | boerse-global.de

Ab dem 19. Juni 2026 mĂŒssen Online-Shops einen elektronischen Widerrufsbutton bereitstellen. HĂ€ndler haften auch fĂŒr PlattformmĂ€ngel.

BFSG-Pflichten: Widerrufsbutton fĂŒr Online-HĂ€ndler ab Juni 2026
Widerrufsbutton - Eine vielfĂ€ltige Gruppe von Menschen, einige mit Behinderungen, interagiert mit einer barrierefreien Website auf verschiedenen GerĂ€ten. 10.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Nun stehen weitere Fristen an, die besonders Online-HĂ€ndler betreffen. Ab dem 19. Juni 2026 wird ein Widerrufsbutton Pflicht.

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Was das BFSG bereits verlangt

Seit dem 28. Juni 2025 mĂŒssen private Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern oder ĂŒber zwei Millionen Euro Jahresumsatz ihre digitalen Angebote barrierefrei gestalten. Konkret bedeutet das: Die Einhaltung des Standards WCAG 2.1 AA, eine BarrierefreiheitserklĂ€rung und ein Feedback-Mechanismus fĂŒr Nutzer.

Die Kosten fĂŒr die Umgestaltung einer Website liegen zwischen 5.000 und 30.000 Euro. RegelmĂ€ĂŸige Audits schlagen mit 500 bis 2.000 Euro zu Buche. Wer die Vorgaben ignoriert, riskiert Bußgelder von bis zu 100.000 Euro. Hinzu kommt der Vertrauensverlust bei Kunden, wenn digitale Teilhabe nicht gewĂ€hrleistet ist.

Der Widerrufsbutton kommt am 19. Juni 2026

Ab diesem Datum mĂŒssen Online-Shops und Dienstleister, die VertrĂ€ge mit Verbrauchern abschließen, eine elektronische Widerrufsfunktion anbieten. Die gesetzlichen Vorgaben legen genau fest, wie die SchaltflĂ€che aussehen muss und was nach der BetĂ€tigung passiert: Der Eingang des Widerrufs ist unverzĂŒglich elektronisch zu bestĂ€tigen.

Besonders knifflig: HĂ€ndler auf Plattformen wie Amazon oder eBay tragen selbst die Verantwortung. Sie haften laut juristischer EinschĂ€tzung auch fĂŒr technische VersĂ€umnisse der Plattformbetreiber. Bei VerstĂ¶ĂŸen drohen Abmahnungen, Bußgelder und eine automatische VerlĂ€ngerung der Widerrufsfristen.

Weitere Deadlines im Juni 2026

Der Juni markiert einen Wendepunkt fĂŒr mehrere europĂ€ische Richtlinien. Am 7. Juni endete die Frist zur Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie. Arbeitgeber mĂŒssen nun Gehaltsspannen bereits vor dem ersten VorstellungsgesprĂ€ch nennen.

Parallel ĂŒbernimmt die Bundesnetzagentur die Überwachung von Datenvermittlungsdiensten nach dem Data Governance Act (DGA). Und am 2. August 2026 erhalten nationale Behörden umfassende Aufsichtsbefugnisse im Rahmen des EU AI Acts.

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KI-Kompetenz wird prĂŒfungsrelevant

Der AI Act macht KI-Kompetenz fĂŒr Mitarbeiter zum Thema. Eine aktuelle Bitkom-Studie zeigt jedoch: 43 Prozent der Unternehmen bieten noch keine entsprechenden Schulungen an. Das könnte sich bald rĂ€chen.

Am 27. September 2026 folgen zudem neue Informationspflichten fĂŒr Website-Betreiber. Sie betreffen Angaben zur GewĂ€hrleistung und Reparierbarkeit von Produkten.

Fachleute empfehlen eine kontinuierliche ÜberprĂŒfung der digitalen Compliance. Die Deadline-Dichte ist hoch – und die Risiken bei VerstĂ¶ĂŸen ebenfalls.

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