Wieder Luftalarm in Russlands hohem Norden
Veröffentlicht am: 13.09.2024 um 14:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWSZur Sicherheit werde der Luftraum gesperrt, schrieb Gouverneur Andrej Tschibis auf Telegram. Die Region ist etwa 1.900 Kilometer von der Ukraine entfernt. Bereits am Mittwoch hatte Tschibis von einem Angriff auf das Gebiet Murmansk geschrieben, bei dem drei Drohnen abgeschossen worden seien. Die Luftverkehrsbehörde Rosawiazija hatte aus SicherheitsgrĂŒnden vorĂŒbergehend Starts und Landungen auf den FlughĂ€fen Murmansk und Apatity ausgesetzt.
Im hohen Norden Russlands befinden sich die Nordflotte sowie ein LuftwaffenstĂŒtzpunkt, von dem aus strategische Bomber zu Angriffen auf die Ukraine aufsteigen. Russlands Nordflotte nimmt seit Montag auch an einem strategischen GroĂmanöver der Marine in den GewĂ€ssern der Arktis teil.
Ende Juli hatte der ukrainische MilitĂ€rgeheimdienst einen Angriff gegen einen russischen LuftwaffenstĂŒtzpunkt bei Murmansk fĂŒr sich reklamiert. Die Ukraine hat zuletzt wiederholt Ziele auf russischem Staatsgebiet mit Kampfdrohnen angegriffen. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als zweieinhalb Jahren mit westlicher Hilfe gegen die russische Invasion.
NĂ€chtliche Drohnenangriffe
Die ukrainische Flugabwehr meldete 26 Drohnenangriffe in der Nacht, 24 Drohnen seien in den Regionen Mykolajiw, Odessa, Chmelnyzkyj und Iwano-Frankiwsk abgeschossen worden. In der Region Odessa wurde ein 74-jĂ€hriger Mann verletzt, wie der Gouverneur der MilitĂ€rverwaltung des Gebiets, Oleh Kiper, mitteilte. Herabfallende TrĂŒmmerteile hĂ€tten 20 WohnhĂ€user, 4 Autos und 4 Garagen beschĂ€digt. Die MilitĂ€rverwaltung in Sumy schrieb auf Telegram, dass es einen Luftangriff auf die Stadt Ochtyrka gegeben habe. Unter anderem seien ein Wohnhaus und Autos beschĂ€digt worden.
Auch Moskau meldete Beschuss. Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurden 20 Drohnen in den Regionen Brjansk, Belgorod, Kursk, Smolensk, Orjol und Kaluga zerstört. Aus dem Gebiet Belgorod wurden leichte SchĂ€den gemeldet. Die MilitĂ€rangaben beider Seiten waren zunĂ€chst nicht im Detail ĂŒberprĂŒfbar.
