Wirtschaft für Demokratie: 2.500 Unternehmen gründen Verein
Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 22:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In Berlin hat sich ein breites Bündnis der deutschen Wirtschaft formiert, um ein deutliches Zeichen für demokratische Werte und internationale Offenheit zu setzen. Rund 2.500 Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet schlossen sich zum Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland“ zusammen. Ziel der Initiative ist es, gemeinsam für den Erhalt der Demokratie einzutreten und die gesellschaftliche Bedeutung von Weltoffenheit hervorzuheben.
Wirtschaft als Stabilitätsfaktor in der Gesellschaft
Die Initiatorin und Vorständin des neuen Vereins, Sylvia Pfefferkorn, betonte im Rahmen der Gründung, dass Weltoffenheit eine wesentliche Investition in die künftige Leistungsfähigkeit des Standorts Deutschland darstelle.
Ein zentrales Argument für das Engagement der Betriebe ist das hohe Vertrauen, das Arbeitnehmer ihren Arbeitgebern entgegenbringen. Laut Pfefferkorn vertrauen 74 Prozent der Menschen ihrem jeweiligen Arbeitgeber, was den Unternehmen eine besondere Verantwortung in der gesellschaftspolitischen Debatte zuweise.
Diese Einschätzung wird durch aktuelle Daten des Edelman Trust Barometer 2026 gestützt. Die Erhebung, für die 1.200 Personen in Deutschland befragt wurden, bescheinigt Arbeitgebern einen Vertrauenswert von 74 Prozent unter ihren Angestellten.
Im Vergleich dazu schneiden andere gesellschaftliche Institutionen deutlich schwächer ab: Das Vertrauen in die Wirtschaft allgemein liegt bei 48 Prozent, gefolgt von den Medien mit 46 Prozent und der Regierung mit 42 Prozent. Nichtregierungsorganisationen (NGOs) erreichen in der Umfrage einen Wert von 41 Prozent.
Breite Allianz namhafter Unternehmen und Verbände
Der neue Verein ist aus dem Zusammenschluss von acht bundesweiten Initiativen hervorgegangen. Zu den Gründungsmitgliedern und Beteiligten gehören sowohl DAX-Konzerne als auch mittelständische Betriebe. Namentlich vertreten sind unter anderem der Automobilhersteller Volkswagen sowie der Halbleiterproduzent Infineon. Auch der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft (BNW) agiert als einflussreiches Gründungsmitglied innerhalb des neuen Dachverbandes.
Wer sich mit der Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens befasst, muss neben gesellschaftlichen Werten auch digitale Risiken im Blick behalten. Erfahren Sie in diesem kostenlosen E-Book, wie Sie Sicherheitslücken schließen und gleichzeitig neue gesetzliche Anforderungen erfüllen. IT-Sicherheit stärken und Unternehmen schützen
Bei der Gründungsveranstaltung in Berlin wurde die operative Führung und Ausrichtung des Vereins vorgestellt. Demnach besetzten neben der Vorsitzenden Bärbel Boy auch die stellvertretende Vorstandssprecherin Sylvia Pfefferkorn, BNW-Geschäftsführerin Prof. Dr. Katharina Reuter sowie Kai Kruse vom Unternehmen Igefa das Podium.
Forderung nach klarer Haltung der Betriebe
Die Vertreter des Vereins fordern von der Unternehmerschaft künftig mehr Präsenz in öffentlichen Diskursen. Statt Zurückhaltung sei eine klare Haltung gefragt, um die Grundpfeiler der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zu schützen. Prof. Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin des BNW, erklärte dazu, dass Weltoffenheit die unabdingbare Grundlage für die wirtschaftliche Resilienz des Landes bilde.
Eine klare Haltung und proaktive Absicherung sind für die wirtschaftliche Resilienz eines modernen Betriebs heute unerlässlich – besonders beim Thema Datensicherheit. Dieser kostenlose Report klärt auf, welche rechtlichen Pflichten und Bedrohungen Unternehmer jetzt kennen müssen. Kostenlosen Report zu Cyberrisiken anfordern
Die Gründung des Vereins markiert einen Wendepunkt in der Art und Weise, wie deutsche Unternehmen ihre Rolle im gesellschaftlichen Gefüge definieren. Durch die Bündelung der Kräfte von 2.500 Betrieben soll sichergestellt werden, dass die Wirtschaft als verlässlicher Partner für demokratische Stabilität wahrgenommen wird.
Die Initiative plant, die hohe Vertrauensbasis innerhalb der Belegschaften zu nutzen, um den Diskurs über Weltoffenheit direkt in die Arbeitswelt zu tragen.
