Deutschland, Energie

Reiche verteidigt umstrittene PlÀne zur Energiewende

24.04.2026 - 07:37:12 | dpa.de

Wirtschaftsministerin Reiche will Kosten drĂŒcken. Kritiker werfen ihr vor, sie bremse die Energiewende aus.

Ministerin Reiche: Umstrittene ReformplÀne - Foto: Michael Kappeler/dpa
Ministerin Reiche: Umstrittene ReformplÀne - Foto: Michael Kappeler/dpa

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche verteidigt ihre umstrittenen PlĂ€ne fĂŒr Reformen bei der Energiewende. «Gerade im Energiebereich haben wir jetzt die Chance zu zeigen, dass wir es mit echten strukturellen Reformen ernst meinen», sagte die CDU-Politikerin in Berlin. «Wenn uns das gelingt, wird Energiepolitik wieder zu dem, was sie sein muss: ein verlĂ€ssliches Fundament fĂŒr Wachstum, Innovation und industrielle StĂ€rke in Deutschland.»

Das Wirtschaftsministerium hatte in dieser Woche zentrale Reformvorhaben in die interne Regierungsabstimmung gegeben. So strebt Reiche mit einem Netzpaket an, den Zubau von Wind- und Solaranlagen besser an den hinterherhinkenden Netzausbau anzupassen. Teure Abregelungen durch EngpĂ€sse in den Stromnetzen sollen vermieden werden. Neue Gaskraftwerke sollen im Zuge des schrittweisen Kohleausstiegs die Versorgungssicherheit mit Strom gewĂ€hrleisten und kĂŒnftig als Backups einspringen - in «Dunkelflauten» mit einer geringen Erzeugung aus Solar- und Windenergie.

«Die Erneuerbaren werden das RĂŒckgrat unserer Stromversorgung sein», sagte Reiche. «Sie sind es schon heute zum großen Teil. Aber eine Energiewende, die Systemkosten ignoriert, hat keine Zukunft. Klimaschutz ohne Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit ist politisch und wirtschaftlich nicht tragfĂ€hig.»

Der Ausbau der erneuerbaren Energien mĂŒsse ökonomisch effizient erfolgen, so Reiche. «Wir brauchen keine ÜberkapazitĂ€ten, die subventioniert ins Ausland exportiert werden, wĂ€hrend im Inland die Preise steigen.» 

Kritiker werfen Reiche vor, mit ihren PlÀnen den Ausbau der erneuerbaren Energien auszubremsen. Umstritten sind vor allem geplante Regelungen bei dem Netzpaket sowie einer Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Auch der Koalitionspartner SPD hat bereits Vorbehalte deutlich gemacht.

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