Wohnungsbau: 30 VerbÀnde warnen vor LÀhmung durch Haushalt 2027
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSForderungen fĂŒr den Haushalt 2027
- 30 VerbÀnde und Organisationen wenden sich mit einem Brandbrief an Regierung und Parlament.
- Zu den Unterzeichnern gehören HDB, IG Bau und der Deutsche Mieterbund.
- Das BĂŒndnis verlangt dauerhaft hohe Bundesmittel fĂŒr den sozialen Wohnungsbau.
30 VerbÀnde warnen vor Neubau-LÀhmung
30 VerbĂ€nde und Organisationen warnen die Bundesregierung und den Bundestag in einem Brandbrief vor einer VerschĂ€rfung der Neubaukrise durch die Haushaltsplanung fĂŒr 2027. Das BĂŒndnis fordert, die geplanten KĂŒrzungen bei der Neubauförderung zurĂŒckzunehmen und die Bundesmittel fĂŒr den sozialen Wohnungsbau dauerhaft auf hohem Niveau abzusichern.
Breites BĂŒndnis fordert Kurskorrektur
Zu den Unterzeichnern zĂ€hlen der Bauindustrieverband HDB, die Gewerkschaft IG Bau und der Deutsche Mieterbund. In dem Schreiben heiĂt es: âWir sagen es deutlich: Dieser Bundeshaushalt passt nicht zu dem, was drauĂen im Land beim Wohnungsbau und auf den WohnungsmĂ€rkten gerade passiertâ.
Die VerbĂ€nde verlangen zudem, dass der Bund mehr Bauland bereitstellt. Das kommende Jahr dĂŒrfe nicht zu einer âLĂ€hmungsphase fĂŒr den Neubau von Wohnungen werdenâ, warnen sie.
Förderung als zentraler Streitpunkt
Nach EinschĂ€tzung der Unterzeichner wĂ€re ein RĂŒckzug des Bundes aus der Wohnungsbauförderung auch volkswirtschaftlich nachteilig. Sie fordern deshalb ausdrĂŒcklich: âKeine KĂŒrzungen im Haushalt 2027 fĂŒr den Neubau von bezahlbaren Mietwohnungenâ.
Der Brandbrief richtet sich an Regierung und Parlament und verbindet die Interessen der Bauindustrie, der BeschÀftigten und der Mieter. Im Mittelpunkt steht die Forderung, die Haushaltsplanung an der angespannten Lage auf den WohnungsmÀrkten auszurichten.
Der Brandbrief fĂ€llt in eine Phase, in der der Wohnungsneubau in Deutschland von hohen Baukosten, gestiegenen Finanzierungskosten und langwierigen Genehmigungsverfahren belastet wird. KĂŒrzungen bei der Neubauförderung wĂŒrden deshalb nicht nur einzelne Projekte treffen, sondern könnten die Kalkulation fĂŒr viele Vorhaben zusĂ€tzlich verschĂ€rfen.
Besonders angespannt ist die Lage bei bezahlbaren Mietwohnungen. Sozialer Wohnungsbau benötigt öffentliche UnterstĂŒtzung, weil die Einnahmen aus gedeckelten oder gebundenen Mieten die Kosten fĂŒr GrundstĂŒcke, Bau und Finanzierung hĂ€ufig nicht vollstĂ€ndig abbilden. Eine dauerhaft gesicherte Förderung soll Investitionen planbarer machen und den RĂŒckgang preisgebundener Wohnungen bremsen.
Folgen fĂŒr Bau und Mieten
Die Forderung nach mehr Bauland zielt auf einen weiteren strukturellen Engpass. Wo verfĂŒgbare FlĂ€chen knapp und teuer sind, können Fördermittel allein den Neubau nicht ausreichend beschleunigen. ZusĂ€tzlich entscheiden kommunale Planung, Genehmigungsdauer und technische Vorgaben darĂŒber, ob Projekte tatsĂ€chlich umgesetzt werden.
FĂŒr Mieter bedeutet ein schwacher Neubau, dass sich der Wettbewerb um bestehende Wohnungen verschĂ€rfen kann. FĂŒr die Bauwirtschaft geht es zugleich um AuftrĂ€ge und BeschĂ€ftigung. Der Streit ĂŒber den Haushalt 2027 berĂŒhrt damit sowohl die kurzfristige StabilitĂ€t der Branche als auch das lĂ€ngerfristige Angebot an bezahlbaren Wohnungen.
