Wohnungsbau: Sonderabschreibung und degressive AfA sparen 55.000 Euro
06.06.2026 - 12:50:30 | boerse-global.de
Jetzt setzt die Branche auf Steuervorteile und Förderprogramme.
Viele Immobilienbesitzer und Investoren verschenken jÀhrlich hohe Summen an das Finanzamt, weil sie steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten nicht voll ausschöpfen. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie die neue degressive AfA und Sonderabschreibungen gezielt nutzen, um Ihre LiquiditÀt sofort zu verbessern. Jetzt kostenlosen Abschreibungs-Ratgeber herunterladen
Sonderabschreibung plus degressive AfA: Das Dream-Team?
Projektentwickler und Investoren kombinieren zunehmend zwei steuerliche Instrumente. Die fĂŒnfprozentige Sonderabschreibung nach § 7b EStG und die ebenfalls fĂŒnfprozentige degressive Absetzung fĂŒr Abnutzung (AfA) sollen die RentabilitĂ€t von Neubauten sichern.
Bei einem GebĂ€udewert von 400.000 Euro im QNG-Standard (QualitĂ€tssiegel Nachhaltiges GebĂ€ude) lassen sich so ĂŒber 55.000 Euro Steuern sparen. Das stabilisiert den Cashflow in einer schwierigen Marktphase. In Nufringen etwa starten QNG-40-Neubauten bei 6.000 Euro pro Quadratmeter â plus KfW-Förderung von bis zu 150.000 Euro.
KfW-Programm 266: Aus Gewerbe wird Wohnraum
Der Staat fördert nicht nur den Neubau. Das KfW-Programm 266 zielt auf die Umwandlung von Gewerbeimmobilien in Wohnungen. Das Gesamtbudget liegt bei 300 Millionen Euro, der Zuschuss bei bis zu 30 Prozent der förderfĂ€higen Kosten. Maximal 30.000 Euro pro Wohneinheit â und das nicht rĂŒckzahlbar.
Auch die energetische Sanierung bleibt im Fokus. In Karlsruhe-Weststadt entsteht ein KfW-55-Projekt. Investoren profitieren von TilgungszuschĂŒssen ĂŒber 26.000 Euro. Die Bruttomietrendite liegt bei durchschnittlich 4,7 Prozent.
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Bauministerkonferenz: Sachsens Ministerin fordert Tempo
Die Stimmung ist angespannt. Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar drĂ€ngt auf mehr Tempo und weniger Vorschriften. Ihr Vorwurf: 2025 wurden bundesweit so wenige Wohnungen fertiggestellt wie seit ĂŒber einem Jahrzehnt nicht. In Sachsen meldet das Bauhauptgewerbe fĂŒr das erste Quartal 2026 rĂŒcklĂ€ufige AuftrĂ€ge und UmsĂ€tze.
Kraushaar fordert schnellere Verfahren und verlÀssliche Investitionsbedingungen. Hohe Baukosten und gestiegene Zinsen bremsen den Neubau weiter. Die LBS Nordwest rÀt daher vermehrt zum Kauf von Gebrauchtimmobilien.
Transaktionsvolumen: Nur 11,6 Milliarden Euro
Savills Research bestĂ€tigt die ZurĂŒckhaltung. In den ersten fĂŒnf Monaten 2026 lag das Transaktionsvolumen fĂŒr Gewerbe- und Wohnimmobilien bei rund 11,6 Milliarden Euro. Das ist ein Prozent weniger als im Vorjahr und weit unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Wohnimmobilien machten mit 8,1 Milliarden Euro den gröĂten Anteil aus.
Der Deutschlandfonds soll gegensteuern. Mit 30 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln und Garantien gestartet, soll er ab 2026 weitere Module fĂŒr den Wohnungsbau erhalten.
GroĂprojekte trotz Krise: Nordlicht, B'Ella und Co.
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen entstehen neue Quartiere:
- Norderstedt: Grundstein fĂŒr das Quartier âNordlichtâ. Bis 2029 entstehen 198 Eigentumswohnungen nach Effizienzhaus-Standard 40.
- Berlin-SĂŒdkreuz: Das Projekt âBâEllaâ bringt ein gemischt genutztes Quartier mit 300 Wohnungen, Geothermie und Photovoltaik.
- Essen-Dellwig: 24 öffentlich geförderte Wohnungen, bezugsfertig Anfang 2028.
WĂ€hrend GroĂprojekte voranschreiten, haben es kleinere Objekte schwer. Banken bewerten Wohnungen zwischen 24 und 27 Quadratmetern restriktiver. Das Leerstandsrisiko ist höher, die Galeihungswerte sind niedriger.
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