Wohnungsmarkt, NRW

Wohnungsmarkt in NRW: Pekka Sagner setzt auf Nachverdichtung und Homeoffice

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 14:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Pekka Sagner empfiehlt mehr Wohnraum durch urbane Nachverdichtung und attraktivere lÀndliche Regionen mit besseren Homeoffice-Bedingungen.
Urbanes Wohngebiet in Nordrhein-Westfalen, das in eine lĂ€ndliche Landschaft ĂŒbergeht, bei natĂŒrlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Nordrhein-Westfalen bleibt angespannt. Der Ökonom Pekka Sagner vom Institut der deutschen Wirtschaft beschrieb die Situation im bevölkerungsreichsten Bundesland in einem Interview mit dem WDR 5 Morgenecho als sehr zĂ€h und belastet.

Um dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum und dem Druck auf die BallungsrĂ€ume zu begegnen, plĂ€diert der Experte fĂŒr eine Doppelstrategie aus urbaner Verdichtung und einer gezielten StĂ€rkung des lĂ€ndlichen Raums.

Mehr Potenzial durch Nachverdichtung in den StÀdten

Ein zentraler Hebel zur Entspannung der MĂ€rkte liegt laut Sagner in den StĂ€dten selbst. Der Wirtschaftsforscher fordert, bestehende FlĂ€chenpotenziale in den urbanen Zentren Nordrhein-Westfalens konsequenter zu nutzen. Durch Nachverdichtung könne zusĂ€tzlicher Wohnraum geschaffen werden, ohne dafĂŒr zwingend neue GroßflĂ€chen am Stadtrand erschließen zu mĂŒssen.

In vielen Ballungsgebieten stĂ¶ĂŸt das Angebot seit Jahren auf eine anhaltend hohe Nachfrage, was zu steigenden Mieten und EngpĂ€ssen bei der Wohnungssuche fĂŒhrt. ZusĂ€tzliche Bauprojekte innerhalb der bestehenden Siedlungsstrukturen gelten in der Stadtentwicklung als ein Weg, bestehende Infrastrukturen effizienter zu nutzen und gleichzeitig den Druck auf die MietmĂ€rkte abzufedern.

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LĂ€ndliche RĂ€ume ĂŒber Homeoffice-Strukturen stĂ€rken

Neben baulichen Maßnahmen in den Metropolen sieht Sagner Entlastungspotenzial abseits der GroßstĂ€dte. Das Wohnen auf dem Land mĂŒsse spĂŒrbar attraktiver gestaltet werden, um den Zuzugsdruck auf die stĂ€dtischen Zentren zu verringern. Als wesentlichen Faktor nennt der Ökonom hierbei verbesserte Rahmenbedingungen fĂŒr das mobile Arbeiten.

Erweiterte Homeoffice-Möglichkeiten könnten es BerufstĂ€tigen erleichtern, ihren Lebensmittelpunkt in lĂ€ndlichere Regionen zu verlegen, ohne dabei auf ihre BeschĂ€ftigung in den wirtschaftlichen Zentren verzichten zu mĂŒssen.

Eine solche Verlagerung entlaste nicht nur den stĂ€dtischen Wohnungsmarkt, sondern könne zugleich dazu beitragen, den lĂ€ndlichen Raum nachhaltig zu beleben. Wie Sagner darlegt, setzt dies jedoch voraus, dass die nötigen Voraussetzungen fĂŒr ortsunabhĂ€ngiges Arbeiten weiter ausgebaut und verlĂ€sslich etabliert werden.

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