Arbeitssicherheit im dezentralen Bereich: Dr. Anna Ganzke von WandelWerker Consulting verrĂ€t, wie Unternehmen Handwerker, Monteure und Servicetechniker trotz wechselnder Einsatzorte besser schĂŒtzen
26.06.2026 - 09:00:00 | presseportal.de
Management, Sicherheitsingenieure und FachkrĂ€fte fĂŒr Arbeitssicherheit verfolgen ein gemeinsames Ziel: Sie wollen dafĂŒr sorgen, dass Mitarbeitende jeden Tag sicher arbeiten und gesund nach Hause zurĂŒckkehren. In Handwerk, Montage, Service und Bau gestaltet sich diese Aufgabe jedoch deutlich anspruchsvoller als in klassischen Produktionsumgebungen. Risiken entstehen nicht an festen ArbeitsplĂ€tzen, sondern an stĂ€ndig wechselnden Einsatzorten. Mitarbeitende treffen auf unbekannte Umgebungen, andere Gewerke, unterschiedliche Kundenanforderungen und oftmals hohen Zeitdruck. Gleichzeitig zeigen die Zahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung seit Jahren ein Ă€hnliches Bild. Handwerksnahe Berufe gehören weiterhin zu den Berufsgruppen mit besonders vielen ArbeitsunfĂ€llen. In nahezu allen Unternehmen sind GefĂ€hrdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen und Unterweisungen in guter QualitĂ€t vorhanden. Diese MaĂnahmen bleiben unverzichtbar. In der Praxis stoĂen sie jedoch dort an Grenzen, wo Mitarbeitende tĂ€glich mit Situationen konfrontiert werden, die sich nicht vollstĂ€ndig planen lassen. âWenn Unternehmen in dezentralen Bereichen ausschlieĂlich auf Vorgaben und Dokumentation setzen, entsteht schnell eine LĂŒcke zwischen den Regeln und den tatsĂ€chlichen Entscheidungen vor Ort. Genau dort entwickeln sich viele Risiken, lange bevor es zu einem Unfall kommtâ, erklĂ€rt Dr. Anna Ganzke, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der WandelWerker Consulting GmbH.
âDie entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob viele Ordner voller Regelungen existieren, sondern ob Mitarbeitende in der Lage sind, Risiken vor Ort selbststĂ€ndig zu erkennen, richtig einzuordnen und daraus sichere Entscheidungen abzuleitenâ, betont Dr. Anna Ganzke. Mit dieser Fragestellung beschĂ€ftigt sich die WandelWerker Consulting GmbH seit vielen Jahren in der Zusammenarbeit mit mittelstĂ€ndischen Unternehmen und Konzernen in Deutschland und Europa. Gemeinsam mit Stefan Ganzke und ihrem Team betrachtet die Sicherheitsingenieurin Arbeitssicherheit in dezentralen Bereichen als eigenstĂ€ndiges Handlungsfeld. Der Grund: Die Bedingungen auf Baustellen, in ServiceeinsĂ€tzen oder bei Montagearbeiten unterscheiden sich grundlegend von denen in Produktion und Logistik. WĂ€hrend FĂŒhrungskrĂ€fte in einem Werk hĂ€ufig direkt eingreifen können, entsteht in dezentralen Strukturen zwangslĂ€ufig rĂ€umliche Distanz. Genau daraus entwickelt sich hĂ€ufig der sogenannte Last Mile Gap, also die LĂŒcke zwischen den bestehenden Sicherheitsvorgaben und deren tatsĂ€chlicher Umsetzung im operativen Alltag. Um diese LĂŒcke zu schlieĂen, braucht es Methoden, die nicht nur dokumentiert, sondern von den Mitarbeitenden vor Ort aktiv angewendet werden.
Wenn klassische ArbeitsschutzmaĂnahmen an ihre Grenzen stoĂen
Arbeitssicherheit wurde ĂŒber viele Jahre vor allem fĂŒr feste ArbeitsplĂ€tze entwickelt. In Produktionshallen oder Logistikzentren lassen sich Risiken vergleichsweise gut erfassen, analysieren und kontrollieren. In dezentralen Arbeitsbereichen sieht die RealitĂ€t anders aus. Dort treffen Monteure, Servicetechniker und Baustellenmitarbeitende regelmĂ€Ăig auf Bedingungen, die sich tĂ€glich verĂ€ndern können.
ZusĂ€tzliche Herausforderungen entstehen durch die Zusammenarbeit mit anderen Gewerken, wechselnde Kundenumgebungen und unvorhersehbare Rahmenbedingungen. Gleichzeitig sind FĂŒhrungskrĂ€fte hĂ€ufig nicht vor Ort. Dadurch wĂ€chst die Gefahr, dass Sicherheitsvorgaben situativ angepasst oder umgangen werden. Hinzu kommt, dass viele TĂ€tigkeiten in Alleinarbeit stattfinden. Mitarbeitende mĂŒssen Entscheidungen oftmals ohne direkten kollegialen Austausch treffen. âViele Risiken entstehen nicht durch mangelndes Wissen, sondern durch Situationen, die vorher nicht vollstĂ€ndig vorhersehbar waren. Genau deshalb mĂŒssen Mitarbeitende lernen, Sicherheit aktiv an die jeweilige Situation anzupassenâ, erlĂ€utert Dr. Anna Ganzke.
Dynamic Risk Assessment stÀrkt die Risikokompetenz vor Ort
Eine wichtige ErgĂ€nzung zu klassischen GefĂ€hrdungsbeurteilungen ist das Dynamic Risk Assessment. Dabei handelt es sich um eine Methode zur situativen Beurteilung von Risiken direkt in der konkreten Arbeitssituation. Wichtig an dieser Stelle: Das Verfahren ersetzt bestehende GefĂ€hrdungsbeurteilungen nicht, sondern erweitert sie um eine operative Komponente. Im Mittelpunkt steht die FĂ€higkeit der Mitarbeitenden, ihre Arbeitsumgebung in Echtzeit zu bewerten. Dabei geht es darum, mögliche Risiken frĂŒhzeitig wahrzunehmen, die daraus entstehenden GefĂ€hrdungen realistisch einzuschĂ€tzen und auf dieser Grundlage geeignete SchutzmaĂnahmen abzuleiten. So entsteht ein strukturierter Entscheidungsprozess, der Mitarbeitende dabei unterstĂŒtzt, auch in unerwarteten Situationen sicher zu handeln.
Gerade bei wechselnden Einsatzorten gewinnt diese Vorgehensweise an Bedeutung. Mitarbeitende lernen dadurch, Abweichungen nicht als normale Improvisation zu akzeptieren, sondern bewusst auf ihre sicherheitsrelevanten Auswirkungen zu prĂŒfen. Besonders bei Alleinarbeit schafft diese Kompetenz zusĂ€tzliche Sicherheit. UnterstĂŒtzend können praxisnahe Trainings, gedruckte oder digitale Checklisten sowie virtuelle Begleitungen ĂŒber Bodycam und Headset eingesetzt werden.
Safety Stand-Ups machen Sicherheit zum festen Bestandteil des Arbeitsalltags
Neben der individuellen Risikobewertung spielt auch die Kommunikation eine zentrale Rolle. Genau hier setzen sogenannte Safety Stand-ups an. Dabei handelt es sich um kurze, strukturierte GesprĂ€che im Team, die typischerweise zwischen fĂŒnf und fĂŒnfzehn Minuten dauern. Inhaltlich geht es darum, aktuelle GefĂ€hrdungen, besondere Herausforderungen bevorstehender EinsĂ€tze oder Erfahrungen aus vergangenen AuftrĂ€gen zu besprechen. Egal, ob die GesprĂ€che tĂ€glich vor Arbeitsbeginn oder in regelmĂ€Ăigen wöchentlichen AbstĂ€nden stattfinden: Entscheidend ist, dass sie konsequent durchgefĂŒhrt und eng an der betrieblichen RealitĂ€t ausgerichtet werden.
Gerade in dezentralen Strukturen helfen Safety Stand-ups dabei, Informationen schneller zu verbreiten und sicherheitsrelevante Themen sichtbar zu machen. DarĂŒber hinaus stĂ€rken sie den Sicherheitsdialog zwischen FĂŒhrungskrĂ€ften und Mitarbeitenden. Studien zeigen, dass qualitativ hochwertige SicherheitsgesprĂ€che die Akzeptanz von ArbeitsschutzmaĂnahmen erhöhen und ein sicheres Verhalten fördern können. âSafety Stand-ups schaffen einen festen Rahmen, um Erfahrungen aus unterschiedlichen Einsatzorten systematisch auszutauschen und daraus prĂ€ventive MaĂnahmen fĂŒr zukĂŒnftige Arbeiten abzuleitenâ, erklĂ€rt Dr. Anna Ganzke.
WandelWerker Consulting GmbH: Warum prÀventive Kennzahlen wichtiger werden als reine Unfallstatistiken
Viele Unternehmen bewerten ihre Arbeitssicherheit noch immer hauptsĂ€chlich anhand von Unfallzahlen. Diese Kennzahlen zeigen jedoch erst im Nachhinein, dass SchutzmaĂnahmen nicht ausreichend gewirkt haben. Moderne Sicherheitssteuerung setzt deshalb zunehmend auf prĂ€ventive Kennzahlen.
Das von den Wandelwerkern entwickelte Safety Culture Performance System verfolgt genau diesen Ansatz. Sie macht sichtbar, ob SicherheitsaktivitĂ€ten im Alltag tatsĂ€chlich stattfinden. Erfasst werden beispielsweise durchgefĂŒhrte Dynamic Risk Assessments oder Safety Stand-Ups. Besonders in dezentralen Bereichen entsteht dadurch ein wichtiger Vorteil. FĂŒhrungskrĂ€fte erhalten Einblicke in SicherheitsaktivitĂ€ten, obwohl sie nicht dauerhaft vor Ort sein können. UnterstĂŒtzt wird dies durch die Wandelwerker App, mit der SicherheitsaktivitĂ€ten dokumentiert werden können. Ăber das Safety Culture Performance System lassen sich die gesammelten Daten auswerten und fĂŒr eine frĂŒhzeitige Identifikation potenzieller Risiken nutzen. âWer ausschlieĂlich auf Unfallzahlen schaut, steuert immer rĂŒckwĂ€rts. PrĂ€vention beginnt dort, wo Unternehmen erkennen, welche SicherheitsaktivitĂ€ten heute stattfinden und welche morgen fehlen könntenâ, betont Dr. Anna Ganzke.
Mehr Sicherheit dort, wo Risiken tatsÀchlich entstehen
Dezentrale Arbeitssicherheit lĂ€sst sich nicht allein durch Dokumentation, Unterweisungen und Kontrollen verbessern. Unternehmen mĂŒssen ihre Mitarbeitenden vielmehr befĂ€higen, Risiken selbststĂ€ndig zu erkennen, GefĂ€hrdungen richtig einzuschĂ€tzen und angemessene SchutzmaĂnahmen abzuleiten.
Dynamic Risk Assessments, Safety Stand-Ups und prĂ€ventive Kennzahlen verfolgen genau dieses Ziel. Sie stĂ€rken die Risikokompetenz, verbessern die Kommunikation und schaffen Transparenz ĂŒber sicherheitsrelevante AktivitĂ€ten im operativen Alltag. Dadurch wird Arbeitssicherheit nicht nur geplant, sondern dort wirksam umgesetzt, wo Risiken tatsĂ€chlich entstehen: auf Baustellen, beim Kunden und im tĂ€glichen Serviceeinsatz.
FĂŒr Management, Sicherheitsingenieure und FachkrĂ€fte fĂŒr Arbeitssicherheit sowie FĂŒhrungskrĂ€fte bedeutet das einen Perspektivwechsel. Entscheidend ist nicht allein, welche Regeln existieren. Entscheidend ist, ob diese Regeln unter realen Bedingungen angewendet werden können und ob Mitarbeitende die Kompetenz besitzen, auch in unerwarteten Situationen sichere Entscheidungen zu treffen.
Sie möchten die Arbeitssicherheit in dezentralen Bereichen nachhaltig verbessern, Risiken an wechselnden Einsatzorten frĂŒhzeitig erkennen und Ihre Mitarbeitenden zu sicheren Entscheidungen im Arbeitsalltag befĂ€higen? Dann melden Sie sich jetzt bei den erfahrenen Sicherheitskultur-Beratern der WandelWerker Consulting GmbH und buchen Sie sich Ihren Termin fĂŒr ein unverbindliches ErstgesprĂ€ch!
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