Deutschland: Inflation 2023 auf zweithöchstem Stand seit der Wiedervereinigung
16.01.2024 - 08:18:53 | dpa.deDie Inflation fiel im Schnitt des vergangenen Jahres mit 5,9 Prozent zwar niedriger aus als im Jahr zuvor mit damals 6,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte und damit vorlĂ€ufige Daten bestĂ€tigte. Es war aber immer noch der zweithöchste Wert in einem Jahresschnitt seit der Wiedervereinigung. Zudem zog die Teuerungsrate nach fĂŒnf Monaten mit rĂŒcklĂ€ufigen Werten im Dezember wieder an.
Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,7 Prozent. Auch hierfĂŒr bestĂ€tigten die Statistiker vorlĂ€ufige Daten. Im November war mit 3,2 Prozent der niedrigste Stand seit Juni 2021 erreicht worden. Ein wichtiger Grund fĂŒr die wieder anziehende Inflation: Ein Jahr zuvor hatte der Staat im Dezember einmalig die Kosten fĂŒr den Abschlag der Gas- und FernwĂ€rmekunden ĂŒbernommen. Dieser preisdĂ€mpfende Effekt entfĂ€llt in der Berechnung fĂŒr Dezember 2023. Von November auf Dezember 2023 erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent.
Höhere Teuerungsraten schmÀlern die Kaufkraft von Verbraucherinnen und Verbrauchern, sie können sich dann weniger leisten. Der finanzielle Spielraum der Menschen schrumpft. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im Februar 2022 hatten sich vor allem Energie und Lebensmittel sprunghaft verteuert und die Inflation insgesamt angeschoben.
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