Pflanzen, Risiko

30 Pflanzen pro Woche: Risiko für Entzündungs-Krise sinkt 31%

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 00:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kurkuma und Ingwer zeigen in aktuellen Studien Potenzial gegen chronische Entzündungen. Die S3-Leitlinie warnt jedoch vor Risiken in der Krebstherapie.

Kurkuma und Ingwer: Neue Studien zu Entzündungen und Migräne
Nahaufnahme von leuchtend gelben Kurkumawurzeln und hellbraunem Ingwer, arrangiert auf einem dunklen Holztisch. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Aktuelle Studien und Leitlinien rücken die Gewürze in den Fokus – besonders bei Migräne und in der Krebstherapie.

Die Kombination macht's

Die Mischung aus Kurkuma und Ingwer könnte mehr bewirken als die Einzelanwendung. Eine Studie aus 2022 deutet auf einen verstärkten entzündungshemmenden Effekt hin. Kurkuma, genauer der Wirkstoff Curcumin, soll Blutfettwerte, Blutzucker und Blutdruck regulieren. Zudem zeigt die Forschung Potenzial bei rheumatischen Schmerzen.

Ingwer ergänzt das Spektrum: Er hilft gegen Übelkeit und Menstruationsbeschwerden. Bei Typ-2-Diabetes-Patienten kann regelmäßiger Konsum das Lipidprofil verbessern.

Hilfe bei Migräne

Die Ernährung beeinflusst offenbar, wie oft und wie stark Migräne auftritt. Eine antientzündliche Kost mit Kurkuma, Ingwer, fettreichem Fisch und Nüssen soll Anfälle reduzieren. Erst im Juli 2026 erschien eine Sammlung von 111 Rezepten speziell für Migräne-Patienten – darunter Ingwer-Kurkuma-Suppen.

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Die Tufts University zeigt zudem: Wer 30 verschiedene Pflanzen pro Woche isst, senkt sein Risiko für entzündungsbedingte Krankenhausaufenthalte um 31 Prozent. Die WHO empfiehlt ergänzend 150 bis 300 Minuten Bewegung pro Woche.

Vorsicht bei der Krebstherapie

Die S3-Leitlinie Komplementärmedizin unter Beteiligung der Universität Jena ordnet Kurkuma und Ingwer nun offiziell ein. Bei Krebserkrankungen stehen Bewegung und Vitamin D als klare Empfehlungen. Kurkuma dagegen wird differenziert betrachtet.

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Die Risiken im Überblick:

  • Blutgerinnung: Kurkuma kann Blutverdünner beeinflussen
  • Blutdruck und Diabetes: Wechselwirkungen mit Medikamenten möglich
  • Krebstherapie: Die Leitlinie warnt vor unkontrollierter Einnahme – ähnlich wie bei Johanniskraut oder Grapefruit

Ernährungsexperten betonen: Jede Supplementierung muss die Darmgesundheit berücksichtigen. In Österreich etwa nehmen nur 15 Prozent der Bevölkerung ausreichend Ballaststoffe zu sich – die Basis für die Aufnahme pflanzlicher Wirkstoffe.

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