365 Copilot: Microsoft rüstet KI-Assistent mit Gedächtnis aus
Veröffentlicht am: 29.06.2026 um 11:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der KI-Assistent von Microsoft lernt dazu – und zwar persönlich.
Microsoft stattet seinen 365 Copilot mit einem verbesserten Gedächtnis aus. Die Neuerungen, die ab Ende Juni ausgerollt werden, sollen die Interaktion mit der Künstlichen Intelligenz deutlich natürlicher machen. Nutzer können künftig festlegen, welche Informationen der Assistent speichern und für personalisierte Antworten nutzen soll.
Neue Steuerung für das KI-Gedächtnis
Mit dem Update MC1158329 führt Microsoft erweiterte Werkzeuge zur Speicherverwaltung ein. Anwender können spezifische Anweisungen hinterlegen, die dem Copilot als Leitplanken dienen. Die KI berücksichtigt dann persönliche Präferenzen und den bisherigen Gesprächsverlauf. Die Funktion steht bereits innerhalb des Microsoft-365-Ökosystems zur Verfügung.
Parallel dazu sorgt das Update MC1174856 für eine klarere Gesprächsführung. Nach jeder abgeschlossenen Anfrage muss der Nutzer einen neuen Chat starten. Das klingt zunächst umständlich, soll aber die Übersichtlichkeit verbessern. „So bleibt die Assistenz sauber nach Aufgaben getrennt", erklären die Entwickler.
Neue Modelle und Datenintegration
Erst Mitte Juni startete Copilot Cowork – eine leistungsstärkere Version des Assistenten. Anders als die Standardvariante setzt Cowork auf die Modelle Opus 4.8 und Sonnet 4.6 von Anthropic. Die Technologie läuft in der Microsoft-365-Cloud und greift über den Work-IQ-Datengraphen auf Unternehmensinformationen zu.
Microsoft rüstet Copilot mit Gedächtnis aus – und installiert die App automatisch. Mit der neuen Gruppenrichtlinie können Admins Copilot dauerhaft entfernen. Die kostenlose Anleitung zeigt, wie. Konfigurations-Anleitung anfordern
Eine Partnerschaft mit PitchBook erweitert zudem die Analysefähigkeiten. Nutzer können jetzt per natürlicher Sprache auf private Marktdaten zugreifen – direkt in Copilot und Excel. Für Finanzanalysen und Recherchen ein echter Gewinn. Die Daten bleiben dabei strikt getrennt, betont Microsoft.
Automatische Installation – mit Ausnahmen
Microsoft installiert die Copilot-App derzeit automatisch auf berechtigten Windows-11-Geräten mit Geschäftsabonnements. Der Rollout läuft seit Mitte Juni und soll Anfang Juli abgeschlossen sein. Eine wichtige Ausnahme: Geräte im Europäischen Wirtschaftsraum sind von der Zwangsinstallation ausgenommen.
Admins haben jetzt mehr Kontrolle. Windows 11 Pro, Education und Enterprise bieten eine neue Gruppenrichtlinie. Damit lässt sich Copilot dauerhaft entfernen – allerdings nur, wenn die Software nicht manuell installiert wurde und mindestens 28 Tage ungenutzt blieb.
KI-Entwicklung bleibt Microsofts Priorität
Betrifft Sie das? Copilot wird ab Juni auf Windows-11-Geschäftsgeräten automatisch installiert. Nur Geräte im EWR sind ausgenommen. Die Checkliste zeigt, wie Sie die Installation steuern und das Gedächtnis konfigurieren. Checkliste per E-Mail sichern
Der Fokus auf KI kommt nicht von ungefähr. Microsoft schützt seine Spezialteams trotz eines laufenden Konzernumbaus. Im April hatte das Unternehmen rund 8.750 Mitarbeiter in den USA ein freiwilliges Abfindungsprogramm angeboten. Die KI- und Copilot-Abteilungen waren davon ausdrücklich ausgenommen.
Die Börse scheint das zu honorieren. Am 25. Juni positionierte sich Starinvestor Michael Burry – bekannt aus „The Big Short" – optimistisch zu Microsoft. Er kaufte langlaufende Call-Optionen mit einem Basispreis um die 700 Dollar. Der Kurs des Technologieriesen lag damals unter seinem Rekordhoch vom Oktober 2025. Analysten bewerten die Aktie weiterhin mit „Strong Buy".
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