3CX V20 Update 10: KI transkribiert Anrufe lokal auf Apple-Silicon-Macs
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 19:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Kommunikationsspezialist 3CX hat den Release Candidate für das V20 Update 10 freigegeben. Ein zentraler Schwerpunkt der neuen Version liegt auf einer lokal ausgeführten KI-Anruftranskription, die speziell für Mac-Hardware mit Apple-Silicon-Prozessoren optimiert wurde. Damit setzt das Unternehmen bei der Sprachverarbeitung auf kompakte Desktop-Hardware, um Sprachdaten direkt vor Ort ohne zwingende Cloud-Anbindung auszuwerten.
Apple Silicon als Basis für lokale Sprachverarbeitung
Die integrierte KI-Transkription läuft laut einem Bericht vom 13. Oktober 2026 direkt auf Apple-Silicon-Systemen. Für den Betrieb setzt die Software mindestens 16 Gigabyte Arbeitsspeicher voraus, während 24 Gigabyte empfohlen werden. Ab der Version 3CX AI Edition lassen sich mit diesem Setup bis zu acht gleichzeitige Gespräche transkribieren. Die Einrichtung der Mac-basierten Transkription ist dem Bericht zufolge in drei Schritten abgeschlossen.
Mit der Verlagerung auf Apple-Hardware ersetzt die Neuerung den bisherigen Linux- und Nvidia-basierten Transkriptionsdienst. Als Hardware-Optionen für die neue Lösung werden Macs ab einem Preis von rund 1.000 US-Dollar genannt, darunter ein Mac mini in einer Konfiguration mit 24 Gigabyte Arbeitsspeicher und 512 Gigabyte Festspeicher für etwa 1.300 US-Dollar.
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Im Vergleich dazu stand für die bisherige Linux-Lösung mit Nvidia-Unterstützung unter anderem eine Asus RTX 5090 mit 32 Gigabyte Speicher im Raum, die mit rund 4.140 US-Dollar veranschlagt wird. Der Wechsel zielt somit auch auf eine deutliche Senkung der Anschaffungskosten für Unternehmen ab, die Anrufe lokal analysieren möchten.
Erweiterte Verwaltungsfunktionen und Software-Neuerungen
Über die Mac-Transkription hinaus enthält der Release Candidate von V20 Update 10 mehrere Funktionserweiterungen für Administratoren und Nutzer. Neu integriert sind ein Vendor-Firmware-Upload sowie benutzerdefinierte Vorlagen, sogenannte Custom-Templates, zur flexibleren Anpassung von Endgeräten. Zudem steht eine eigenständige Übersichtsseite für Telefone bereit, die das Gerätemanagement innerhalb der Telefonanlage erleichtert.
Auch bei den Clients gibt es Anpassungen. Das Windows-Softphone in Version 5.8 unterstützt nun Single Sign-On über Google-Konten sowie Microsoft 365. Für die Webbrowser Google Chrome und Microsoft Edge liefert das Update einen Pop-Out-Dialer, der ein losgelöstes Wählfenster bereitstellt.
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Zudem erhalten Anwender die Möglichkeit, ihre ausgehende Rufnummer selbst zu wählen, sofern dies vorab durch die Administration freigegeben wurde. Bei den mobilen Plattformen Android und iOS verlängert sich zudem der Zeitraum für Push-Benachrichtigungen von zuvor 7 Tagen auf nunmehr 14 Tage.
