Millionen, DatensÀtze

54 Millionen DatensÀtze im Angebot: Airbnb und PayPal besonders betroffen

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 12:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Cybernews hĂ€lt einen Abfluss ĂŒber einen SMS-Dienstleister fĂŒr plausibel; Echtheit der Daten und IdentitĂ€t des Anbieters sind ungeklĂ€rt.

54 Millionen DatensÀtze angeboten: Airbnb, PayPal und weitere betroffen
Dunkler, industrieller Serverraum mit leeren, unbeleuchteten Server-Racks in einer minimalistischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Ein Akteur unter dem Pseudonym Marx bietet in kriminellen Foren 54 Mio. DatensĂ€tze zum Verkauf an, die angeblich aus den Systemen eines SMS-Dienstleisters erbeutet wurden. Die Daten betreffen Nutzer prominenter Technologie- und Buchungsplattformen, darunter Airbnb, Uber, PayPal, Booking.com und Google. Über den Vorfall berichtete das IT-Sicherheitsportal Cybernews am 05.10.2026.

Den Angaben zufolge verteilen sich die angebotenen BestĂ€nde ungleichmĂ€ĂŸig auf die betroffenen Konzerne. Den grĂ¶ĂŸten Teil machen Daten von Airbnb mit 20 Mio. EintrĂ€gen aus, gefolgt von PayPal mit 14 Mio. DatensĂ€tzen. FĂŒr Uber werden 9 Mio., fĂŒr Google 7 Mio. und fĂŒr Booking.com 4 Mio. EintrĂ€ge aufgelistet.

Sicherheitsforscher von Cybernews untersuchten vorliegende Stichproben und halten es fĂŒr plausibel, dass das Material von einem einzigen Drittanbieter fĂŒr SMS-Dienste abgeflossen sein könnte. Um welchen Dienstleister es sich dabei konkret handelt, ist bislang nicht bekannt.

Stichproben deuten auf SMS-Protokolle hin

Die analysierten Stichproben enthielten unter anderem Telefonnummern und Angaben zu den jeweiligen Mobilfunkanbietern. Bei den Daten mit Bezug zu Uber ließen sich vereinzelt auch Namen von FahrgĂ€sten identifizieren. Geografisch bezogen sich die erkennbaren EintrĂ€ge auf Nutzer in Indien und Oman.

Die Forscher ordnen das Datenmaterial dahingehend ein, dass die Anzahl der DatensÀtze den protokollierten SMS-Nachrichten entspricht und nicht zwingend mit der Gesamtzahl einzelner betroffener Kunden gleichzusetzen ist.

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Die Behauptungen des Anbieters sind bislang nicht unabhĂ€ngig bestĂ€tigt. Zudem behauptet der Hacker, weiterhin ĂŒber einen aktiven Live-Zugriff auf die kompromittierten Systeme zu verfĂŒgen; auch dieser Umstand ist gegenwĂ€rtig nicht belegt.

Gefahren durch Phishing und IdentitÀtsmissbrauch

Sollten sich die angebotenen DatensĂ€tze als authentisch erweisen, drohen den Betroffenen erhebliche Risiken. Cybernews warnt in diesem Fall vor zielgerichteten Phishing-Kampagnen, Missbrauch persönlicher IdentitĂ€tsmerkmale sowie möglichen unbefugten Übernahmen von Benutzerkonten.

Durch die Kombination von Telefonnummern und Providerdaten könnten Angreifer versuchen, SicherheitsprĂŒfungen zu umgehen oder Nutzer mit maßgeschneiderten Nachrichten zu tĂ€uschen.

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Bislang bleibt die Reaktion der involvierten Plattformbetreiber offen. Wie das Fachportal it-daily.net am 06.10.2026 berichtete, haben sich die betroffenen Unternehmen Airbnb, Uber, PayPal, Booking.com und Google gegenĂŒber Cybernews bislang nicht zu dem mutmaßlichen Datenabfluss geĂ€ußert.

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