Abbott-App LibreLinkUp: Glukosedaten lassen sich mit 20 Personen teilen
Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 22:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Abbott Korea hat am 8. Oktober 2026 die Blutzucker-Sharing-Anwendung LibreLinkUp auf dem südkoreanischen Markt eingeführt. Die mobile Anwendung ist für die Nutzung mit dem System zur kontinuierlichen Glukoseüberwachung FreeStyle Libre 2 ausgelegt, wie medifonews.com in einem Bericht vom 10. Oktober 2026 meldete.
Mit der Bereitstellung der Software erhalten Patienten die Möglichkeit, ihre kontinuierlich erfassten Glukosedaten digital an Dritte weiterzuleiten und so ihr persönliches Umfeld aktiv in das tägliche Diabetesmanagement einzubinden.
Digitale Freigabe für Angehörige und Betreuungspersonen
Die neu eingeführte Anwendung erlaubt es Anwendern, ihre aktuellen Blutzuckerinformationen mit bis zu 20 Familienmitgliedern oder Freunden zu teilen. Innerhalb der Benutzeroberfläche stellt LibreLinkUp neben dem unmittelbar gemessenen Blutzuckerwert auch den aktuellen Veränderungstrend dar.
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Darüber hinaus bildet das System den Glukoseverlauf der vorangegangenen 12 Stunden ab, sodass Vertrauenspersonen die Entwicklung der Werte über einen längeren Zeitraum nachvollziehen können.
Ein zentrales Element der Fernüberwachung betrifft die Warnfunktionen bei kritischen Stoffwechsellagen. Betreuungspersonen können über die Anwendung eigene Alarmgrenzen für Unter- und Überzuckerungen festlegen.
Diese Grenzwerte lassen sich separat und unabhängig von den Alarm-Einstellungen des Patienten auf dessen eigenem Empfangsgerät konfigurieren. Dadurch erhalten Angehörige bei Über- oder Unterschreiten der individuell definierten Schwellenwerte separate Benachrichtigungen.
Technische Grenzen und medizinische Vorgaben
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Trotz der erweiterten Kontrollmöglichkeiten setzt der Hersteller klare Grenzen für den Einsatz der Technologie im Alltag. Den offiziellen Anleitungen zufolge dient LibreLinkUp ausschließlich als ergänzendes Informationsmittel.
Das System darf demnach nicht als alleinige Grundlage für klinische Entscheidungen herangezogen werden. Auch eigenständige Anpassungen von Medikamentendosierungen auf Basis der in der App angezeigten Werte sind ausdrücklich ausgeschlossen.
Zusätzlich verweisen die Produktvorgaben auf potenzielle technische Einschränkungen bei der Datenübertragung. Sollte es zu Problemen mit der Netzwerkkommunikation oder Störungen bei der Geräteverbindung kommen, kann die Freigabe der Blutzuckerdaten verzögert werden oder im Einzelfall vollständig ausbleiben.
Nutzer und Betreuer müssen diese Faktoren bei der praktischen Anwendung berücksichtigen, um fehlerhafte Annahmen über den aktuellen Gesundheitszustand zu vermeiden. Mit dem Marktstart in Korea baut das Unternehmen die digitale Infrastruktur rund um sein Sensormodell FreeStyle Libre 2 in Ostasien weiter aus.

