ABC, Emotionen

ABC der Emotionen: Mexiko verteilt 16 Millionen LeitfÀden an Schulen

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 08:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Mexikos Regierung fĂŒhrt GesprĂ€chseinheiten zur emotionalen UnterstĂŒtzung Jugendlicher ein und plant ab November ein Handyverbot an Grund- und Sekundarschulen.

Mexiko startet Emotionsprogramm an Schulen mit 16 Millionen LeitfÀden
Ein leerer, heller Klassenraum in einer mexikanischen Schule mit in einem Halbkreis angeordneten Holztischen und natĂŒrlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Mit dem Beginn des Schuljahres hat die mexikanische Regierung unter PrĂ€sidentin Claudia Sheinbaum eine weitreichende Initiative zur Förderung des emotionalen Wohlbefindens an weiterfĂŒhrenden Schulen ins Leben gerufen.

Das Vorhaben mit dem Titel „ABC der Emotionen“ zielt darauf ab, Jugendliche an Sekundarschulen gezielt bei der BewĂ€ltigung emotionaler und körperlicher VerĂ€nderungen zu begleiten. Angesichts wachsender Herausforderungen fĂŒr Heranwachsende setzt die Maßnahme auf eine frĂŒhzeitige Sensibilisierung im Unterricht sowie auf eine enge Einbindung des familiĂ€ren Umfelds.

RegelmĂ€ĂŸige Reflexion und Millionen Lehrmaterialien

Im Zentrum des Konzepts stehen feste Unterrichtseinheiten, die nach der AnkĂŒndigung der StaatsprĂ€sidentin vom 31. August 2026 wöchentlich montags stattfinden sollen.

In den KlassenrĂ€umen sprechen die Jugendlichen strukturiert ĂŒber persönliche Herausforderungen, wobei methodisch unter anderem auf Rollenspiele und gezielte GruppenĂŒbungen zurĂŒckgegriffen wird. Flankiert wird der pĂ€dagogische Ansatz von regelmĂ€ĂŸigen Elternversammlungen sowie Besuchen durch Regierungsvertreter an den Schulen.

Um das Projekt auf eine breite Basis zu stellen, sieht die Regierung die Verteilung von insgesamt 16 Mio. LeitfĂ€den vor. Diese teilen sich auf in jeweils 7,5 Mio. Exemplare fĂŒr die Jugendlichen sowie fĂŒr deren Eltern. Weitere 1 Mio. LeitfĂ€den sind fĂŒr die Ausstattung des Lehrpersonals vorgesehen, um PĂ€dagogen praktische Werkzeuge fĂŒr den Umgang mit emotionalen Belastungen der Heranwachsenden an die Hand zu geben.

Regionale Umsetzung und institutionelle Vernetzung in Sinaloa

Wie die EinfĂŒhrung des Programms in der Praxis ausgestaltet wird, zeigt die Umsetzung im Bundesstaat Sinaloa. Laut einem Bericht vom 23. September 2026 startete Sinaloas Bildungsministerium SEPyC die nationale Initiative an der Schule ETI 90 in der Stadt CuliacĂĄn.

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Im laufenden Schuljahr soll das Modell flÀchendeckend an Sekundarschulen sowie an Einrichtungen der oberen Sekundarstufe etabliert werden. Zu den teilnehmenden Institutionen gehören unter anderem UAS-Preparatorias, COBAES, CONALEP sowie CETIS.

Ein wesentliches Element dieser Struktur ist die Verzahnung von Bildungs- und Gesundheitssystem. Nach Angaben des Bildungsministeriums SEPyC arbeiten die Bildungs- und Gesundheitsbehörden eng zusammen, sodass AuffÀlligkeiten nicht isoliert im Schulraum verbleiben.

In den Schulen identifizierte FÀlle von Belastungen oder GefÀhrdungen sollen direkt an das Gesundheitsministerium Sinaloas weitergeleitet werden, um den Betroffenen eine fachgerechte Betreuung zukommen zu lassen.

ErgÀnzende Vorgaben zur Reduzierung digitaler Ablenkung

Die emotionale StÀrkung im Schulalltag wird zudem durch weitere regulative Schritte gerahmt. Wie aus einem Bericht vom 22. September 2026 hervorgeht, plant Mexikos Regierung ab dem 3. November 2026 ein landesweites Verbot der Handynutzung an allen öffentlichen und privaten Grund- und Sekundarschulen.

Die EinschrĂ€nkung soll sowohl wĂ€hrend des Unterrichts als auch in den Pausenzeiten greifen, wobei Mobiltelefone ausgeschaltet im Rucksack mitgefĂŒhrt werden dĂŒrfen, um im Notfall verfĂŒgbar zu sein.

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Mit dieser Verordnung verfolgt die Regierung das Ziel, Ablenkungen im Schulbetrieb zu verringern, die KonzentrationsfÀhigkeit zu stÀrken und die direkte soziale Interaktion zwischen den Jugendlichen zu beleben.

Zugleich soll die Maßnahme dazu beitragen, PhĂ€nomenen wie Cybermobbing im Schulalltag wirksam entgegenzuwirken. In Kombination mit den GesprĂ€chsformaten des Programms „ABC der Emotionen“ strebt die mexikanische Schulpolitik damit eine gezielte Neuausrichtung des sozialen Umfelds an Bildungseinrichtungen an.

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