Adobe in Gemini und Claude: Mehr als 80 Werkzeuge kommen in KI-Chats
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 18:22 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Softwarekonzern Adobe weitet die Reichweite seiner professionellen Anwendungspalette massiv aus. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung vom 24.09.2026 bekannt gab, werden zentrale Kreativ- und Dokumentenwerkzeuge direkt in führende KI-Chatbot-Plattformen integriert.
Nutzer von Google Gemini und Anthropics Claude erhalten damit die Möglichkeit, komplexe Bearbeitungsschritte an Bildern, Designs und Dokumenten vorzunehmen, ohne ihre gewohnte Arbeitsumgebung im Chat verlassen zu müssen.
Nahtlose Bildbearbeitung und Design in Google Gemini
In der Zusammenarbeit mit Google ermöglicht Adobe die Nutzung von Photoshop, Lightroom, Adobe Express und dem KI-Modell Firefly innerhalb von Gemini. Diese Integration erstreckt sich laut Unternehmensangaben über sämtliche Gemini-Abonnementpläne. Nutzer können direkt in der Chat-Oberfläche Fotos bearbeiten, Marketingmaterialien entwerfen oder neue Designs erstellen.
Adobe begründete diesen Schritt unter anderem mit der enormen Reichweite der Plattform; Gemini verzeichne mehr als 1 Mrd. monatliche Nutzer. Die Einbindung erfolgt im Rahmen einer größeren Initiative von Google, die den Rollout von insgesamt 14 sogenannten „Connected Apps“ für Gemini vorsieht.
Neben Adobe sind in diesem Bereich unter anderem auch Partner wie Picsart, Squarespace und Webflow vertreten. Die Anwendungen lassen sich in den Einstellungen von Gemini verknüpfen und können im Chat entweder gezielt per @-Erwähnung oder durch direkte Aufgabenstellungen aufgerufen werden.
Umfassendes Werkzeug-Plugin für Anthropic Claude
Für die Plattform Claude sowie die Entwicklerumgebung Claude Code hat Adobe ein Plugin angekündigt, das den Funktionsumfang deutlich über die reine Bildbearbeitung hinaus erweitert. Dieses Plugin bündelt mehr als 80 Werkzeuge aus einem breiten Spektrum der Adobe-Produktfamilie, darunter Acrobat, Express, Photoshop, Illustrator, Premiere, Lightroom, InDesign sowie Adobe Stock.
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Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Arbeit mit Dokumenten. Nutzer können innerhalb von Claude PDF-Dateien organisieren, schwärzen, konvertieren, bearbeiten und mit Kommentaren versehen. Zudem erlaubt die Integration eine interaktive Anpassung von Adobe-Express-Designs auf Elementebene. Die Funktionen stehen sowohl in der Web-Version als auch in den Desktop- und Mobilanwendungen von Claude zur Verfügung.
Strategischer Ausbau der App-Ökosysteme
Die Kooperationen sind Teil einer breiteren Marktentwicklung, in der KI-Plattformen zunehmend als Schnittstellen für spezialisierte Software dienen. Google hatte in den vergangenen Monaten in zwei aufeinanderfolgenden Ankündigungen insgesamt 27 externe Dienste benannt, die in das eigene KI-Ökosystem integriert werden sollen.
Neben Kreativtools betrifft dies auch Produktivitätsanwendungen wie Airtable, Linear, monday.com oder Zoho sowie Alltagsdienste von Apartments.com bis Peloton.
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Während der Rollout dieser Funktionen schrittweise erfolgt, hielt sich Google mit konkreten Angaben zum zeitlichen Abschluss des Prozesses oder detaillierten Verfügbarkeitsplänen für einzelne Dienste zurück.
Für die Nutzung der Adobe-Integrationen in den Chatbots ist für Basisfunktionen lediglich eine Anmeldung als Gast erforderlich. Adobe bietet jedoch erweiterte Möglichkeiten für Inhaber eines Unternehmenskontos an. Ein entsprechender Login schaltet höhere Nutzungslimits, zusätzliche Spezialwerkzeuge und die Kontinuität der Arbeitsschritte über verschiedene Sitzungen hinweg frei. Die weltweite Einführung dieser Funktionen hat bereits begonnen.
Mehr zum Thema bei 9to5Mac: „Adobe expands creative tool access to Google Gemini, brings Acrobat to Claude“
