Guben, Patienten

Ärztehaus in Guben: Ein Drittel der Patienten könnte das Terminal nutzen

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 19:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die MEG Guben ermöglicht Terminpatienten die digitale Anmeldung; weitere Funktionen für Chipkarten, Rezepte und Überweisungen sind geplant.
Moderner, heller Flur in einem Ärztehaus mit minimalistischer Einrichtung und natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Im Ärztehaus am Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke in Guben steht Patientinnen und Patienten ein neuer digitaler Service zur Verfügung. Wie das regionale Nachrichtenportal niederlausitz-aktuell.de in einem Bericht vom 27. Oktober 2026 meldete, hat die Einrichtung ein Selbstbedienungsterminal zur eigenständigen Anmeldung installiert. Das System soll dazu beitragen, organisatorische Abläufe zu straffen und den Anmeldeprozess vor Ort zu modernisieren.

Digitales Wartezimmer ohne Schalterkontakt

Das neu eingerichtete Terminal richtet sich gezielt an Personen, die bereits einen festen Behandlungstermin vereinbart haben. Durch die automatisierte Lösung entfällt für diese Gruppe der Gang zum herkömmlichen Empfang. Allerdings knüpft das System an eine bestimmte Bedingung an: Die elektronische Gesundheitskarte der jeweiligen Person muss im laufenden Quartal bereits mindestens einmal vor Ort eingelesen worden sein.

Ist diese Voraussetzung erfüllt, gestaltet sich der Vorgang für die Patienten unkompliziert. Sie stecken ihre Karte direkt in das Terminal, woraufhin das Programm die Daten abgleicht und die Person automatisch einem digitalen Wartezimmer zuweist. Die persönliche Anmeldung am Tresen ist damit nicht mehr erforderlich, und die Patienten können direkt im entsprechenden Wartebereich Platz nehmen.

Ein Drittel der Patienten als Nutzer erwartet

Verantwortlich für die Einführung ist die Medizinische Einrichtungsgesellschaft (MEG) Guben, die als Träger des Ärztehauses am Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke agiert. Hinsichtlich der Resonanz gibt es bereits erste Erwartungen innerhalb der Organisation.

Praxismanagerin Stefanie Donath rechnet damit, dass künftig vielleicht ein Drittel der Patientinnen und Patienten auf das neue Terminal zurückgreifen wird. Ein bedeutender Teil wird demnach weiterhin die klassische Anmeldung am Schalter wählen oder darauf angewiesen bleiben.

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Zusätzliche Ausbaustufen für das System vorgesehen

Mit der Bereitstellung der Terminregistrierung ist die Einführung der Technik noch nicht abgeschlossen. Für die Zukunft sind weitere Funktionen für das Terminal im Ärztehaus geplant. So soll perspektivisch auch das Einlesen neuer Chipkarten direkt am Gerät ermöglicht werden, falls diese im betreffenden Quartal noch nicht registriert worden sind.

Zudem ist beabsichtigt, den Service um administrative Prozesse zu erweitern. Unter anderem sollen Patientinnen und Patienten über das Terminal künftig auch Rezepte sowie Überweisungen digital anfordern können. Zu welchem Zeitpunkt diese zusätzlichen Dienste freigeschaltet werden, ist derzeit allerdings noch offen.

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