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Agility Robotics: SEC ebnet Weg für Nasdaq-Listing und Abstimmung am 2. November

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 14:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die SEC hat die Registrierung für den Zusammenschluss mit Churchill Capital XI genehmigt; die Aktionäre stimmen am 2. November 2026 ab.

Agility Robotics: SEC macht Weg für Fusionsabstimmung frei
Eine moderne, weitläufige Industriehalle mit Betonboden und hohen Decken in einer Fabrik in Oregon. Illustration mit AI erstellt.

Die US-Börsenaufsicht SEC hat das Registrierungsdokument für den Zusammenschluss des Robotikunternehmens Agility Robotics mit der Mantelgesellschaft Churchill Capital Corp XI für wirksam erklärt.

Wie aus Berichten hervorgeht, ebnet dieser Schritt den Weg für die entscheidende Abstimmung über die Transaktion: Die außerordentliche Hauptversammlung der Aktionäre ist für den 2. November 2026 angesetzt.

Nach dem Vollzug der Fusion, der noch im November 2026 angestrebt wird, soll das in Oregon ansässige Unternehmen unter dem Tickersymbol AGLT an der Nasdaq gehandelt werden. Agility Robotics würde damit zum ersten börsennotierten US-Unternehmen für humanoide Robotik aufsteigen.

Finanzierungsstruktur und Konditionen der Transaktion

Die Fusionsvereinbarung, die am 24. Juni 2026 geschlossen wurde, bewertet das Eigenkapital von Agility Robotics vor der Transaktion mit 2,5 Milliarden US-Dollar. Im Rahmen des Zusammenschlusses rollieren die bisherigen Agility-Aktionäre ihr gesamtes Eigenkapital ein und unterliegen einer Haltefrist von 180 Tagen.

Das Registrierungsformular S-4, das ursprünglich am 4. September 2026 eingereicht worden war, umfasst bis zu 280.483.196 Post-Closing-Stammaktien bei einem geschätzten Umtauschverhältnis von rund 9,295 Aktien je Agility-Stammaktie.

Aus dem Zusammenschluss werden Bruttoerlöse von mehr als 620 Millionen US-Dollar erwartet. Diese setzen sich aus rund 424 Millionen US-Dollar aus dem Treuhandkonto von Churchill Capital Corp XI sowie einer Privatplatzierung (PIPE) in Höhe von 201.025.000 US-Dollar zusammen, bei der 20.102.500 Aktien zu einem Preis von 10,00 US-Dollar platziert wurden.

Die PIPE-Finanzierung wird von Foxconn angeführt. Auf dem Treuhandkonto der SPAC lagen zum Stichtag rund 424.000.874,91 US-Dollar beziehungsweise 10,24 US-Dollar je Aktie.

Für den erfolgreichen Vollzug der Fusion gilt eine Mindestliquiditätsbedingung von 200 Millionen US-Dollar. Die finale Höhe der Barmittel hängt von möglichen Aktienrücknahmen der SPAC-Investoren ab, für die eine Frist bis zum 29. Oktober 2026 gilt.

Ohne Rücknahmen beläuft sich die Pro-forma-Aktienzahl auf 268.591.296, wobei die Altaktionäre von Agility Robotics einen Anteil von 71,8 Prozent halten. Bei maximalen Rücknahmen sinkt die Gesamtzahl auf 227.191.296 Aktien, wodurch der Anteil der bisherigen Agility-Eigner auf 84,9 Prozent steigt.

Finanzielle Lage und Vorbereitung auf die Serienfertigung

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Die Zwischenberichte des Unternehmens zeigen hohe Vorleistungen für die Entwicklung der humanoiden Roboter. Im ersten Halbjahr 2026 belief sich der Nettoumsatz auf 174.000 US-Dollar, nach 625.000 US-Dollar im Vorjahreszeitraum.

Der Nettoverlust stieg in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 auf 361,9 Millionen US-Dollar gegenüber 71,8 Millionen US-Dollar im ersten Halbjahr 2025. Maßgeblich dafür waren Forschungs- und Entwicklungsausgaben von mehr als 155,8 Millionen US-Dollar, von denen rund 130,8 Millionen US-Dollar auf aktienbasierte Vergütungen entfielen.

Zum 30. Juni 2026 wies Agility Robotics liquide Mittel von 14,7 Millionen US-Dollar aus, nachdem das Unternehmen bis zu diesem Zeitpunkt Bruttoerlöse von rund 400,8 Millionen US-Dollar eingeworben hatte.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2025 verzeichnete Agility Robotics Nettoverkäufe von 0,7 Millionen US-Dollar an Handelskunden sowie 1,1 Millionen US-Dollar mit verbundenen Parteien bei einem Nettoverlust von 138,1 Millionen US-Dollar.

Zu den Investoren des Unternehmens zählen unter anderem DCVC, NVIDIA, SoftBank Vision Fund 2, Schaeffler, Foxconn, Abico und Playground Global. Zudem ist Agility Robotics ein Partner für die Halos-Plattform von NVIDIA.

Im Juli 2026 eröffnete das Unternehmen zudem ein Entwicklungszentrum für Hardware und physische KI im kalifornischen Fremont und berief Merline Saintil, Derek Aberle sowie Pierre Gentin in den Vorstand.

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Die Produktionsstätte RoboFab in Salem im Bundesstaat Oregon umfasst 70.000 Quadratfuß und ist bei Vollauslastung mit über 500 Mitarbeitern auf den Bau von bis zu 10.000 Robotern pro Jahr ausgelegt.

Markteinführung des humanoiden Roboters Digit 5

Während frühere Digit-Generationen mehr als 65.000 Stunden im Realeinsatz bei Kunden wie Schaeffler, GXO, Toyota Motor Manufacturing Canada und Amazon absolvierten, steht nun die fünfte Modellgeneration im Fokus. Für den am 15. September 2026 vorgestellten Digit 5 liegen Aufträge über mehr als 300 Millionen US-Dollar vor, die an das Erreichen technischer Spezifikationen und Projektmeilensteine gekoppelt sind.

Der humanoide Roboter besitzt eine Körpergröße von 5 Fuß und 11 Zoll, hebt Lasten von bis zu 50 Pfund und kann Regale bis zu einer Höhe von 7,2 Fuß bedienen. Für die Energieversorgung setzt Agility Robotics auf Batterietechnologie von Nyobolt.

Das System ermöglicht eine Laufzeit von 90 Minuten bei einer Ladezeit von neun Minuten, was einem Verhältnis von zehn zu eins entspricht und mehr als 20 Betriebsstunden pro 24-Stunden-Tag erlaubt.

Ein erster Zugang zu Vorserienmodellen ist für die erste Jahreshälfte 2027 geplant, bevor die allgemeine Verfügbarkeit Ende 2027 oder Anfang 2028 folgen soll. Bis Ende 2027 plant Agility Robotics, die Kundenpipeline von über 30 auf etwa 100 Interessenten zu vergrößern.

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