AirDrop, Quick

AirDrop und Quick Share: Forscher finden kritische LĂŒcken auf 5 Mrd. GerĂ€ten

Veröffentlicht am: 01.07.2026 um 06:37 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sicherheitsforscher finden sechs Schwachstellen in Apples und Googles Nahfunk-Diensten. Betroffen sind Milliarden GerÀte.

CISPA-Forscher decken AirDrop- und Quick-Share-LĂŒcken auf
Smartphone-Bildschirm mit abstraktem, glitchartigem Code, der SicherheitslĂŒcken symbolisiert, unscharfe Technik im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Forscher des CISPA Helmholtz-Zentrums fĂŒr Informationssicherheit haben schwerwiegende Schwachstellen in den drahtlosen Dateifreigabe-Diensten von Apple und Google entdeckt. Die LĂŒcken in AirDrop und Quick Share könnten Angriffe aus nĂ€chster NĂ€he auf ĂŒber fĂŒnf Milliarden GerĂ€te ermöglichen.

Sechs Schwachstellen aufgedeckt

Mit einem speziell entwickelten Testwerkzeug namens AirFuzz identifizierten die Forscher insgesamt sechs SicherheitslĂŒcken – drei bei Apples AirDrop, drei bei Googles Quick Share. Die AirDrop-Probleme fĂŒhren zu Denial-of-Service-Angriffen, Stack-ÜberlĂ€ufen und AbstĂŒrzen durch manipulierte HTTP-Header.

Besonders brisant: Die Quick-Share-LĂŒcken umfassen eine Use-after-Free-Schwachstelle, die eine vollstĂ€ndige Code-AusfĂŒhrung aus der Ferne ermöglicht. Angreifer benötigen weder einen Klick auf einen Phishing-Link noch physischen Kontakt zum Opfer. Ein Angriff ist aus 10 bis 30 Metern Entfernung ĂŒber Bluetooth Low Energy (BLE) oder WLAN möglich.

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Die Dimension ist gewaltig: AirDrop ist auf rund 2,2 Milliarden Apple-GerĂ€ten aktiv, Quick Share auf ĂŒber 3 Milliarden Android-GerĂ€ten sowie zahlreichen Windows-Laptops.

Hersteller reagieren mit Updates

Apple und Google wurden ĂŒber die SicherheitslĂŒcken informiert. Apple hat einen der drei AirDrop-Fehler behoben – zwei bleiben vorerst ungepatcht. Am 30. Juni 2026 veröffentlichte der Konzern vorgezogene Updates: iOS 26.5.2, iPadOS 26.5.2 und macOS Tahoe 26.5.2.

Die Aktualisierung schließt ĂŒber 25 Schwachstellen in Kernel, WebKit und WebRTC. Apple betont, es gebe keine Hinweise auf aktive Ausnutzung der LĂŒcken. Google reagierte mit einem Fix fĂŒr den Quick-Share-Windows-Client. Doch die vollstĂ€ndige Absicherung hĂ€ngt davon ab, dass Nutzer alle Updates auf ihren GerĂ€ten installieren.

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Schutzmaßnahmen fĂŒr Nutzer

Die Schwachstellen sind besonders gefĂ€hrlich, wenn die GerĂ€tesichtbarkeit auf „Alle“ eingestellt ist. Bei Apple ist die Option „Alle fĂŒr 10 Minuten“ besonders anfĂ€llig.

Bis umfassende Patches verfĂŒgbar sind, empfehlen Sicherheitsexperten:
- Sichtbarkeit auf „Nur Kontakte“ beschrĂ€nken
- Drahtloses Teilen bei Nichtgebrauch deaktivieren

Diese Maßnahmen verhindern, dass unbefugte GerĂ€te ĂŒberhaupt eine Verbindung aufbauen können – und neutralisieren die von CISPA identifizierten Angriffsvektoren.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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