Alzheimer-Risiko, SGLT2-Inhibitoren

Alzheimer-Risiko: SGLT2-Inhibitoren senken Erkrankungschance um 43%

Veröffentlicht: 12.07.2026 um 17:48 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Aktuelle Forschung zeigt: Gewürze wie Zimt beeinflussen den Stoffwechsel, während Diabetes-Medikamente das Alzheimer-Risiko senken können.

Ernährung & Gehirn: Neue Studien zu Gewürzen, Diabetes und Demenz
Eine Nahaufnahme verschiedener bunter Gewürze wie Zimtstangen, Kurkumapulver, Ingwerwurzel und rote Chiliflocken auf einer dunklen Holzoberfläche. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Forschung zeigt immer deutlicher: Was wir essen, beeinflusst nicht nur unseren Stoffwechsel, sondern auch unsere geistige Fitness. Aktuelle Studien liefern konkrete Ansätze für Prävention und Behandlung.

Zimt, Kurkuma und Co.: Gewürze als Helfer im Stoffwechsel

Eine Auswertung wissenschaftlicher Publikationen der Jahre 2010 bis 2024 zeigt die positiven Effekte verschiedener Gewürze auf die menschliche Physiologie. Besonders Zimt spielt eine signifikante Rolle im Glukosestoffwechsel. In klinischen Tests an der UCLA reduzierte Zimt die Insulin- und Glucagonwerte nach den Mahlzeiten. Zudem werden dem Gewürz antioxidative, entzündungshemmende und neuroprotektive Eigenschaften zugeschrieben.

Kurkuma könnte positive Auswirkungen auf das Gedächtnis und bei Osteoarthritis haben. Eine Studie im Fachmagazin Phytotherapy Research vom Juni 2026 untersuchte den aus der Pflanze Curcuma kwangsiensis gewonnenen Stoff Curcumol. In Zell- und Mausmodellen hemmte dieser die Wanderung von Brustkrebszellen. Die Übertragbarkeit auf den Menschen muss allerdings noch in weiteren Studien belegt werden.

Forschungsarbeiten deuten zudem auf thermogenetische Effekte von Capsinoiden in roten Paprika hin. Gewürzmischungen mit Ingwer und schwarzem Pfeffer könnten positive Einflüsse auf das Darm-Mikrobiom haben.

Mikronährstoffmangel bei Diabetikern: Jeder Zweite betroffen

Die Versorgung mit essenziellen Nährstoffen spielt eine kritische Rolle bei der Behandlung von Typ-2-Diabetes. Laut einer Metaanalyse im Fachjournal BMJ Nutrition Prevention & Health weisen etwa 45 Prozent der Betroffenen einen Mikronährstoffmangel auf. Besonders häufig wurden Defizite bei Vitamin D (60,5 Prozent), Magnesium (42 Prozent) und Eisen (28 Prozent) festgestellt.

Fachleute weisen darauf hin, dass das häufig verschriebene Diabetes-Medikament Metformin die Aufnahme von Vitamin B12 hemmen kann. Für Frauen über 50 Jahren wird neben der medikamentösen Therapie die Supplementierung von 3 bis 5 Gramm Kreatin pro Tag in Verbindung mit Krafttraining empfohlen. Das soll Muskelkraft und Knochengesundheit unterstützen und potenziell die Gehirnfunktion fördern.

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SGLT2-Inhibitoren senken Alzheimer-Risiko um 43 Prozent

In der Demenz-Prävention zeichnen sich neue medikamentöse Möglichkeiten ab. Eine Ende Juni 2026 im JAMA Network Open veröffentlichte Studie mit over 112.000 Teilnehmern über 65 Jahren zeigt: SGLT2-Inhibitoren senken das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, um bis zu 43 Prozent. Bei GLP-1-Agonisten wurde eine Senkung des Risikos um rund 33 Prozent beobachtet.

Laut der Lancet-Kommission von 2024 ließen sich generell etwa 45 Prozent der Demenzfälle durch die Beeinflussung modifizierbarer Risikofaktoren verhindern. Ein wesentlicher Faktor ist körperliche Aktivität. Eine Studie aus Boston aus dem Jahr 2025 ergab, dass bereits 3.000 Schritte pro Tag das Tau-Protein im Gehirn reduzieren können. Eine Metaanalyse von 45 Studien bestätigt: Mindestens zweieinhalb Stunden aerobes Training pro Woche verbessern die kognitive Leistung um etwa 30 Prozent.

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Digitale Biomarker: Wearables und Gedächtnis-Checks

Die Forschung zur Früherkennung kognitiver Verschlechterungen nutzt zunehmend digitale Technologien. Im Jahr 2026 startete eine Untersuchung mit 1.000 Teilnehmern, bei der Wearables wie die Galaxy Watch eingesetzt werden, um Herzfrequenz, Blutdruck und Körperzusammensetzung zu erfassen. Parallel dazu führen Apotheken im Rahmen einer Studie der LMU München Gedächtnis-Checks für Personen ab 60 Jahren durch.

Auch die Ernährung spielt bei psychischen Störungen eine Rolle. Eine randomisierte kontrollierte Studie im Schizophrenia Bulletin untersuchte die Auswirkungen einer ketogenen Diät bei Patienten mit Schizophrenie oder bipolarer Störung. Nach vier Monaten zeigten sich anhaltende Verbesserungen bei depressiven Symptomen, der Kognition und verschiedenen Stoffwechselmarkern.

Kurzfristige Maßnahmen wie die Aufnahme von Vitamin C können den Blutdruck laut Untersuchungen der Johns Hopkins University aus dem Jahr 2012 erst über einen Zeitraum von acht Wochen signifikant senken. Langfristige Korrelationen zeigen andere Beobachtungsstudien: Forscher des UK Biobank-Projekts assoziieren einen hohen Kaffeekonsum mit einem deutlich geringeren Risiko für Leberzirrhose und Leberkrebs. Solche Studien belegen jedoch keine Kausalität, sondern weisen auf statistische Zusammenhänge hin, die durch einen allgemein gesunden Lebensstil beeinflusst sein könnten.

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