AMD erhöht Preise um 10 Prozent: AI-GPUs und ChipsÀtze ab Q4
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 17:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Halbleiterhersteller AMD hat seine Partner ĂŒber eine bevorstehende Preisanpassung fĂŒr verschiedene Hardware-Sparten informiert. Berichten aus der Mitte des Septembers 2026 zufolge plant das Unternehmen, die Preise fĂŒr AI-Beschleuniger, Radeon-Grafikprozessoren (GPUs) und Mainboard-ChipsĂ€tze ab dem vierten Quartal 2026 um rund 10 Prozent anzuheben.
Ryzen-Prozessoren sind von dieser spezifischen Erhöhung nach aktuellem Stand ausgenommen, wobei spÀtere Anpassungen in diesem Segment von Branchenbeobachtern nicht gÀnzlich ausgeschlossen werden.
Steigende Fertigungskosten bei TSMC als Hauptgrund
Als wesentliche Ursache fĂŒr die Preisanpassung gelten die gestiegenen Produktionskosten beim Auftragsfertiger TSMC. AMD operiert als âFablessâ-Unternehmen ohne eigene FertigungsstĂ€tten und ist daher bei der Wafer-Produktion vollstĂ€ndig auf externe Partner angewiesen. Berichten zufolge verfĂŒge AMD gegenĂŒber TSMC ĂŒber eine geringe Verhandlungsmacht und mĂŒsse die gestiegenen Foundry-GebĂŒhren nun an die eigenen Partner weitergeben.
TSMC hat die Preise fĂŒr die Halbleiterfertigung um rund 10 Prozent erhöht. Die Kosten fĂŒr die Wafer-Produktion variieren dabei je nach Strukturbreite: FĂŒr die 5nm-Technologie liegen die Preise bei rund 18.500 US-Dollar, wĂ€hrend fĂŒr 3nm-Wafer zwischen 20.000 und 22.000 US-Dollar veranschlagt werden.
FĂŒr die kommende 2nm-Fertigung werden Kosten von rund 30.000 US-Dollar pro Wafer erwartet. FrĂŒhere Berichte aus den Sommermonaten deuteten bereits auf AufschlĂ€ge von etwa 10 Prozent fĂŒr GPU-VRAM-Kits hin, von denen Partner wie ASUS, Sapphire und XFX betroffen waren.
Auswirkungen auf Mainboard-Hersteller und Partner
Die angekĂŒndigte Preiserhöhung betrifft insbesondere die ChipsĂ€tze der B- und X-Serie fĂŒr Mainboards. Zu den Partnern, die ĂŒber die neuen Konditionen informiert wurden, gehören namhafte Hersteller wie ASUS, ASRock, Gigabyte und MSI. Da AMD die gestiegenen Fertigungskosten laut Marktberichten vollstĂ€ndig weitergibt, ist mit einer entsprechenden Verteuerung der Endprodukte im Einzelhandel zu rechnen.
AMD hat seine Partner nach ĂŒbereinstimmenden Berichten ĂŒber eine Preisanpassung von rund 10 Prozent fĂŒr AI-Beschleuniger, Radeon-GPUs und Mainboard-ChipsĂ€tze ab dem vierten Quartal informiert; als Ursache gelten gestiegene Fertigungskosten beim Auftragsfertiger TSMC. FĂŒr PC-Hersteller und Systemintegratoren bedeutet das: Einkaufskonditionen, Kalkulation und Lieferantenverhandlungen mĂŒssen neu aufgesetzt werden. Unser kostenloser Report fasst die berichteten Kostentreiber zusammen und liefert eine Einkaufs-Checkliste sowie eine Kalkulationsmatrix fĂŒr die Q4-Planung. Kostenlosen Report zur AMD-Preisanpassung anfordern
Eine offizielle BestÀtigung seitens AMD zu den Preiserhöhungen liegt bislang nicht vor. Dennoch reagierte der Kapitalmarkt positiv auf die Meldungen. Die AMD-Aktie verzeichnete am 18. September 2026 im vorbörslichen Handel zeitweise ein Plus von 2 Prozent. Seit Beginn des Jahres konnte das Wertpapier des Unternehmens insgesamt um 154 Prozent zulegen.
Branchenweiter Kostendruck verschÀrft sich
Die Entwicklung bei AMD steht im Kontext eines allgemeinen Preisanstiegs in der Technologiebranche. Auch der Konkurrent Intel erhöht zum 5. Oktober 2026 die Preise fĂŒr Prozessoren um rund 10 Prozent, was die dritte Anhebung innerhalb eines knappen Jahres darstellt. ZusĂ€tzlich belasten steigende Kosten fĂŒr Leiterplatten (PCB) die Hersteller; hier wird bis Ende 2026 mit einem Preisanstieg von 50 Prozent gerechnet.
Auch andere Marktteilnehmer passen ihre Preisstrukturen an die verÀnderten Bedingungen an:
Nicht nur AMD: Auch Intel hebt zum 5. Oktober die Preise fĂŒr Prozessoren um rund 10 Prozent an, und bei Leiterplatten wird bis Ende des Jahres ein deutlicher Anstieg erwartet. Wer Mainboards und Systeme fertigt, plant damit gegen mehrere gleichzeitige Kostenwellen â und braucht belastbare Annahmen statt BauchgefĂŒhl. Der Report zeigt, wie Sie Lieferantenverhandlungen aufsetzen und die Kalkulation gegen den kumulierten Preisdruck absichern. Verhandlungspfad gegen Preisdruck jetzt sichern
- Der Cloud-Anbieter Nebius erhöht zum 1. Oktober die Preise fĂŒr Nvidia-GPUs um 17 bis 21 Prozent und fĂŒr CPU-Instanzen um 25 Prozent.
- Das Handheld-System Valve Steam Frame wurde aufgrund des Kostendrucks bei Speichermodulen mit einem Startpreis von 1.059 US-Dollar eingefĂŒhrt.
- FĂŒr das Jahr 2027 prognostizieren Marktanalysten zudem steigende Preise fĂŒr DDR5-Arbeitsspeicher.
Diese kumulierten Kostensteigerungen bei Rohmaterialien, Fertigung und Komponenten deuten auf eine anhaltende Phase höherer Endkundenpreise im gesamten Hardware-Sektor hin.
