AMD, Venice

AMD Venice: 256 Kerne und 1.400 Watt für KI-Supercomputer

Veröffentlicht am: 18.06.2026 um 07:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

AMD bestätigt neue Threadripper-Serie und Server-CPUs mit Zen-6. Venice EPYC soll KI-Workloads dominieren.

AMD enthüllt Mustang Peak und Venice: Zen-6-Architektur im Detail
Close-up of a high-performance computer processor with intricate circuitry, glowing with blue and purple light. Illustration mit AI erstellt.

Der Chipriese bestätigte die Entwicklung der „Mustang Peak“ Ryzen Threadripper für Workstations und präsentierte auf Fachmessen die Infrastruktur für die „Venice“ EPYC-Server-CPUs. Die neue Generation setzt auf die Zen-6-Architektur und einen 2nm-Fertigungsprozess.

Mustang Peak: Die nächste Threadripper-Generation

Bereits am 17. Juni 2026 identifizierten Hardware-Experten offizielle AMD-Dokumente, die die Entwicklung der Mustang Peak-Serie bestätigen. Der wichtigste Neuerung: die Einführung des TR6-Plattform als Nachfolger des aktuellen TR5-Sockels, der bei den Threadripper-7000- und 9000-Serien zum Einsatz kommt.

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Die technischen Eckdaten im Überblick:

  • PCIe Gen 6: Doppelte Bandbreite pro Lane im Vergleich zum aktuellen PCIe 5.0-Standard
  • DDR5-Speicher: Fortsetzung der DDR5-Unterstützung, konkrete Taktraten blieben zunächst offen
  • 12-Kern-CCDs: Analysten erwarten Core-Complex-Dies mit 48 MB L3-Cache pro Die – ein Anstieg um 50 Prozent gegenüber Zen 5

Offizielle Angaben zu Kernzahlen oder Taktraten fehlen noch. Branchenkenner rechnen mit einem Marktstart in der zweiten Jahreshälfte 2027.

Venice: AMDs Antwort auf den KI-Boom

Während Mustang Peak auf Workstation-Nutzer zielt, standen die Venice-EPYC-Prozessoren im Rampenlicht der Computex 2026 und der HPE Discover 2026. Herzstück ist der massive SP7-Sockel, der für extreme Leistungsaufnahmen ausgelegt ist.

Die Server-Plattform unterstützt bis zu 256 Kerne in der Zen-6C-Konfiguration und 96 Kerne im Standard-Zen-6-Design. Weitere Spezifikationen:

  • 16 Kanäle DDR6-Speicher mit MRDIMM-Unterstützung bei 12,8 GT/s
  • 96 PCIe-6.0-Lanes
  • Spitzenleistung bis 1.400 Watt für KI- und HPC-Workloads

Auf der HPE Discover 2026 präsentierte Hewlett Packard Enterprise am heutigen Donnerstag die Cray GX250a Compute Blade. Dieses Modul integriert acht AMD EPYC Venice-Prozessoren und erreicht 81.920 Kerne pro Rack über 36 Blades. Das System mit Flüssigkeitskühlung und 1,6-MW-Kühleinheit ist für den „Mission“-Supercomputer am Los Alamos National Laboratory vorgesehen.

Leistungsprognosen und Wettbewerb

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Interne Leistungsprojektionen vom Juni 2026 zeigen, dass AMD Venice als Effizienzführer für KI-Workloads positioniert. Demnach könnte EPYC Venice einen 3,3-fachen Leistungsvorteil gegenüber aktuellen Benchmarks in bestimmten Rack-Level-Workloads erzielen.

Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz: Ein 64-Kern-Venice-Prozessor soll eine um 27 Prozent höhere Leistung pro Kern liefern als ein 88-Kern-Nvidia-Vera-Prozessor. Intel wiederum plant mit „Diamond Rapids“ Xeon-Prozessoren für 2027 – ausgestattet mit dem LGA9324-1-Sockel, 192 Kernen und 16 DDR5-Kanälen. Der Wettbewerb im High-Core-Count-Server-Markt verspricht, intensiv zu werden.

Während EPYC Venice früher in die Serienproduktion gehen dürfte, wird das gesamte Zen-6-Ökosystem – inklusive der Mustang Peak Threadripper-Serie – AMDs High-End-Portfolio bis weit ins Jahr 2027 prägen.

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