AMD, Zen

AMD Zen 6: 256-Kern-EPYC Venice startet am 22. Juli

Veröffentlicht: 12.07.2026 um 04:42 Uhr, Redaktion boerse-global.de

AMD bringt EPYC Venice mit 256 Kernen und 2nm-Technik. Die neue Plattform verspricht deutliche Leistungssprünge für Rechenzentren.

AMD Zen 6: 256-Kern-Server-Chips im 2nm-Verfahren starten im Juli
Zukunftssicherer Server-Rack mit blauen Leuchten, Mikroprozessoren und komplexen Leiterplatten. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der offizielle Start der Zen-6-Architektur erfolgt auf der Veranstaltung „Advancing AI 2026“ am 22. und 23. Juli in San Francisco. Im Fokus stehen dabei die High-Performance- und Rechenzentrums-Roadmaps des Unternehmens.

256 Kerne mit 2-Nanometer-Technik

Den Auftakt machen die EPYC-Serverprozessoren der sechsten Generation mit dem Codenamen Venice. Sie sind die ersten Hochleistungs-Chips von AMD, die im 2nm-Verfahren von TSMC gefertigt werden. Die Flaggschiff-Modelle bringen es auf bis zu 256 Kerne – ein Drittel mehr als die Vorgängergeneration Turin. Möglich wird diese Dichte durch eine Architektur mit acht Chiplets, die jeweils 32 Zen-6c-Kerne beherbergen.

Der Umstieg auf den 2nm-Prozess und die neue Architektur soll eine 1,7-fache Leistungs- und Effizienzsteigerung bringen. Auch die Thread-Dichte wächst um 30 Prozent – ein entscheidender Vorteil für anspruchsvolle KI-Workloads und virtualisierte Umgebungen in Rechenzentren.

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Neue Plattform mit PCIe 6.0

Für die höheren Kernzahlen und Datenraten führt AMD den SP7-Sockel ein. Die Venice-Plattform unterstützt zudem PCIe 6.0 und einen 16-Kanal-Speichercontroller für MRDIMM und DDR5. Die Speicherbandbreite soll dabei über 1,6 TB/s liegen.

Helios: KI-Infrastruktur aus einer Hand

Die Venice-Prozessoren bilden das Rückgrat der Helios-Rack-Plattform für KI-Anwendungen. Sie kombiniert Zen-6-CPUs mit den Instinct-MI455-Beschleunigern und Pensando-Netzwerktechnologie. Laut internen Vergleichen von AMD soll Helios auf vergleichbarer Rack-Ebene rund 3,3-mal schneller sein als die NVIDIA-Vera-Architektur.

Die Produktion der neuen Chips läuft bereits in Taiwan hoch. Künftig soll auch in AMDs Fabrik im US-Bundesstaat Arizona gefertigt werden.

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Ryzen kommt später

Während der Juli-Event den Server-Chips gewidmet ist, zeichnet sich für den Desktop-Markt ein späterer Zeitplan ab. Die Ryzen-Generation auf Zen-6-Basis mit dem Codenamen Olympic Ridge wird für Ende 2026 erwartet. Eine offizielle Vorstellung dürfte dann auf der CES 2027 im Januar folgen.

Ersten Berichten zufolge sind Taktfrequenzen über 6,5 GHz und 12-Kern-Chiplets im Gespräch. AMD hat signalisiert, den bestehenden AM5-Sockel auch für Zen 6 beibehalten zu wollen. Allerdings könnten steigende Preise im Speichermarkt die Gesamtkosten für High-End-Systeme nach oben treiben.

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