Android 16: Gemini-LĂĽcke umgeht Sperrbildschirm ohne PIN
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 05:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Gleich mehrere Sicherheitslücken in Android und iOS sowie neue EU-Vorschriften zwingen Hersteller und Nutzer zum Umdenken. Während Google und Apple an Patches arbeiten, treten in der EU strengere Regeln für Akkus und Software-Updates in Kraft.
Kritische Android-LĂĽcke: Gemini AI als Einfallstor
Sicherheitsforscher entdeckten am vergangenen Wochenende eine schwerwiegende Schwachstelle in Android 16. Der Fehler betrifft den KI-Assistenten Gemini: Mit einer bestimmten Multi-Touch-Geste können Unbefugte den Sperrbildschirm umgehen – und das, obwohl das Gerät eigentlich durch PIN oder biometrische Daten geschützt ist. Einmal ausgelöst, erlaubt die Lücke das Versenden von SMS und WhatsApp-Nachrichten ohne jede Authentifizierung.
Betroffen sind sowohl Pixel- als auch Nicht-Pixel-Geräte. Google arbeitet nach eigenen Angaben an einem Update, das noch diese Woche ausgerollt werden soll.
Hardware-Fehler bei Apple: Kein Software-Patch möglich
Noch tückischer ist eine Sicherheitslücke auf der Hardware-Ebene, die unter dem Namen „usbliter8“ bekannt wurde. Der BootROM-Exploit betrifft iPhones mit den Chips A12 und A13 – darunter das iPhone XR, XS, 11 und das SE der zweiten Generation. Auch mehrere Apple-Watch-Modelle sind verwundbar.
Das Problem: Weil der Fehler in der Hardware steckt, lässt er sich nicht per Software-Update beheben. Sicherheitsexperten raten besorgten Nutzern daher zum Umstieg auf das iPhone 12 oder neuere Modelle.
Banking-Malware Hook v3: 107 Befehle fĂĽr Angreifer
Angesichts komplexer Bedrohungen wie Hook v3 ist ein Basisschutz für das Smartphone wichtiger denn je, um Online-Banking und private Daten abzusichern. In diesem kostenlosen Ratgeber erfahren Sie, mit welchen 5 einfachen Handgriffen Sie Ihr Android-Gerät effektiv gegen Hacker und Viren wappnen. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken
Die Schadsoftware Hook v3 wurde am 19. Juli 2026 entdeckt und verfügt über 107 Fernsteuerungsbefehle – darunter 38 neu entwickelte Funktionen. Die Malware nutzt Phishing und auf GitHub gehostete Komponenten, um gefälschte NFC-Overlays und Ransomware einzuschleusen. Betroffen sind unter anderem Nutzer in Spanien.
EU-Ă–kodesign-Verordnung: FĂĽnf Jahre Updates, sieben Jahre Ersatzteile
Seit Juni 2025 gilt in der Europäischen Union die Ökodesign-Verordnung – doch erst jetzt werden die konkreten Auswirkungen für Verbraucher deutlich. Hersteller müssen künftig:
- FĂĽnf Jahre lang Software-Updates garantieren
- Ersatzteile fĂĽr mindestens sieben Jahre bereitstellen
- Akkus so konstruieren, dass sie nach 800 Ladezyklen noch mindestens 80 Prozent ihrer Kapazität behalten
Zusätzlich müssen Geräte mit Kennzeichnungen versehen werden, die Reparierbarkeit und Akku-Leistung transparent machen. Für deutsche Verbraucher bedeutet das: Längere Nutzungsdauer, weniger Elektroschrott – und mehr Planungssicherheit beim Kauf.
Akku-Brandgefahr: Feuerwehr im Dauereinsatz
Die britische Feuerwehr schlägt Alarm: Im Schnitt rückt sie alle fünf Stunden zu einem Lithium-Ionen-Brand aus. Die Ursache ist oft unsachgemäßes Laden – etwa auf brennbaren Unterlagen wie Betten oder Sofas. Warnsignale sind übermäßige Hitze, chemische Gerüche oder sichtbare Schwellungen des Akkus.
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Software-Tricks für längere Akku-Laufzeit
Um die Lebensdauer des Akkus zu verlängern, empfehlen Experten gezielte Einstellungen. Für Samsung One UI-Nutzer: Deaktivieren Sie Funktionen wie „Geräte in der Nähe scannen“, RAM Plus und unnötige NFC-Nutzung. Motorola rät zur optimierten Ladeeinstellung, die den Stromfluss bei 80 Prozent Akkustand begrenzt.
Schnellladen bleibt zwar beliebt, doch die dabei entstehende Hitze schadet Lithium-Ionen-Akkus auf Dauer. Moderne adaptive Ladeprotokolle können den Schaden zumindest minimieren.
Geopolitische Sicherheitsbedenken: China verbietet Claude Code
Auch auf geopolitischer Ebene verschärft sich die Lage. In der chinesischen Provinz Shandong wurden staatliche Unternehmen angewiesen, die KI-Software Claude Code von Anthropic durch heimische Alternativen zu ersetzen. Der Grund: In den Versionen 2.1.91 bis 2.1.196 wurde ein versteckter Erkennungsmechanismus entdeckt, der als Sicherheitsrisiko gilt.
In den USA sorgt derweil eine vom Weißen Haus herausgegebene App für Aufsehen – weil sie Code eines russischen Entwicklers enthält. Gleichzeitig zeigen neu veröffentlichte Daten, dass ausländische Akteure seit Jahren SS7-Telekommunikationslücken und Werbedaten nutzen, um US-Militärangehörige zu orten. Ein Problem, das die gesamte Branche betrifft – und auch europäische Nutzer nicht verschont.
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