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Android 16: Kritische Sicherheitslücke in Gemini wird gepatcht

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 08:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google schließt kritische Sicherheitslücke in Android 16, die den KI-Assistenten Gemini ohne Geräteentsperrung nutzbar machte.

Android 16: Sicherheitslücke in Gemini ermöglicht unbefugten Zugriff
Ein Smartphone-Bildschirm mit einem Schloss-Symbol und der Gemini-KI-Oberfläche, ein digitales Vorhängeschloss symbolisiert Sicherheit. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Eine kritische Schwachstelle in Android 16 erlaubt es, den KI-Assistenten Gemini ohne Entsperrung zu nutzen. Google reagiert nun mit einem Sicherheitsupdate.

Das Problem: Ein spezieller Multi-Touch-Befehl umgeht den Sperrbildschirm. Wer physischen Zugriff auf ein betroffenes Gerät hat, kann Nachrichten versenden, App-Berechtigungen ändern und auf private Chatverläufe zugreifen – ganz ohne PIN, Passwort oder Fingerabdruck. Die Sicherheitslücke betrifft alle Android-16-Geräte, auf denen Gemini aktiviert ist, nicht nur Googles eigene Pixel-Serie.

Wie der Exploit funktioniert

Im Zentrum der Schwachstelle steht die Interaktion zwischen Gemini und dem Sperrbildschirm. Sicherheitsforscher entdeckten, dass eine gleichzeitige Berührung der Schaltflächen „Weiter“ und „Anhang hinzufügen“ während einer App-Übergabe die Authentifizierungsschicht umgeht.

Die Folgen sind weitreichend: Angreifer können nicht nur SMS und WhatsApp-Nachrichten versenden, sondern auch App-Berechtigungen wiederherstellen, Sicherheitseinstellungen ändern und Chatverläufe einsehen oder löschen. Der Zugriff auf private Unterhaltungen und Systemkonfigurationen macht den Exploit zu einem ernsten Datenschutzrisiko.

Zeitlicher Ablauf und Reaktion

Google wurde Berichten zufolge bereits im Mai 2026 auf die zugrundeliegenden Sicherheitsbedenken aufmerksam. Nach der Entdeckung und Meldung des Multi-Touch-Exploits plante das Unternehmen einen Software-Fix, der ab der Woche des 19. Juli 2026 ausgerollt wird. Der Patch soll die Authentifizierungslücke schließen und verhindern, dass die gleichzeitige Geste unbefugten Zugriff ermöglicht.

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Besondere Risiken für Berufsgruppen

Cybersicherheitsexperten warnen vor erhöhten Gefahren für Berufsgruppen mit sensiblen Daten. Besonders betroffen sind demnach:

  • Mitarbeiter im Gesundheitswesen mit Patientendaten in Messaging-Apps
  • Steuerberater und Anwälte mit vertraulichen Mandanteninformationen
  • Kleinunternehmer, die geschäftliche Kommunikation über private Geräte abwickeln

Schutzmaßnahmen bis zum Update

Bis das Sicherheitsupdate vollständig installiert ist, empfehlen Experten folgende manuelle Schritte:

  • Deaktivieren der Option „Gemini ohne Entsperren nutzen“ in den Systemeinstellungen
  • Ausschalten der Funktion „Anrufe tätigen und Nachrichten senden ohne Entsperren“
  • Verschärfen der allgemeinen Sperrbildschirm-Einstellungen für Benachrichtigungen und Zugriff
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Wiederkehrendes Problem mit Gemini

Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Bereits 2024 und 2025 entdeckten Forscher mehrere Schwachstellen, bei denen Gemini-Funktionen die Authentifizierung umgehen konnten. Ein bekannter Fall betraf die „Deep Research“-Funktion auf dem Pixel 6A, die unbefugtes Kontenwechseln und das Anzeigen von Gesprächsverläufen ermöglichte. Während diese früheren Lücken mit speziellen Patches geschlossen wurden, zeigt der aktuelle Bug im Juli 2026, dass die Sicherheitsgrenzen zwischen KI-Assistenten und Betriebssystem weiterhin eine Herausforderung bleiben.

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