Android, Google

Android 17: Google baut Anti-Doomscrolling-Funktion Pause Point ein

01.06.2026 - 12:19:56 | boerse-global.de

Malaysia verbietet Social Media für unter 16-Jährige, Singapur startet eine nationale Initiative für gesündere Bildschirmzeiten.

Android 17: Google baut Anti-Doomscrolling-Funktion Pause Point ein - Bild: über boerse-global.de
Android 17: Google baut Anti-Doomscrolling-Funktion Pause Point ein - Bild: über boerse-global.de

Ab heute gelten in beiden Ländern weitreichende Regeln, die auch für deutsche Tech-Konzerne wie SAP und Telekom richtungsweisend sein könnten.

Malaysia sperrt Minderjährige aus sozialen Netzwerken

Seit dem 1. Juni 2026 ist es Kindern unter 16 Jahren in Malaysia verboten, eigene Konten auf großen Social-Media-Plattformen anzulegen. Die Regelung ist Teil des Child Protection Code im neuen Online-Sicherheitsgesetz von 2025. Betroffen sind alle Plattformen mit mehr als acht Millionen Nutzern – darunter Facebook, Instagram, TikTok und YouTube.

Anzeige

Während neue Gesetze den Nachwuchs schützen sollen, nutzen Kriminelle die intensive Smartphone-Nutzung Erwachsener für gezielte Angriffe auf sensible Daten. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 5 einfache Schritte, mit denen Sie Ihr Android-Gerät sofort gegen Hacker und Viren absichern können. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken

Die Plattformen müssen nun robuste Altersverifikationssysteme einführen. Die nationale Cybersicherheitsbehörde Nacsa schlägt die Nutzung der MyDigital ID vor. Diese prüft die Nutzerdaten gegen die Einträge des Einwohnermelderegisters, ohne biometrische Informationen zu speichern. Verstöße gegen die Altersprüfung können mit Strafen von bis zu zehn Millionen Malaysischen Ringgit (etwa zwei Millionen Euro) geahndet werden.

Eltern müssen nicht mit Sanktionen rechnen, wenn ihre Kinder die Sperren umgehen. Allerdings schreibt das Gesetz vor, dass die Privatsphäre-Einstellungen für minderjährige Nutzer standardmäßig auf dem höchsten Niveau sein müssen. Die direkte Kommunikation zwischen Kindern und fremden Erwachsenen wird streng eingeschränkt.

Meta, der Mutterkonzern von Facebook und Instagram, warnte, dass solche Verbote Jugendliche in schlechter regulierte Bereiche des Internets treiben könnten. Das Unternehmen hatte kürzlich erst spezielle Teenager-Konten mit erweiterten Kontaktbeschränkungen eingeführt.

Singapur startet nationale Initiative für gesunde Bildschirmzeiten

Bereits gestern hat Singapurs Premierminister Lawrence Wong die nationale Bewegung „Screen Smart From The Start“ (Bildschirmklug von Anfang an) ins Leben gerufen. Das Programm bietet Eltern über das Portal „Be Screen Smart“ einen strukturierten Rahmen für die Verwaltung der Gerätenutzung ihrer Kinder – aufgeteilt in drei Altersgruppen: 0 bis 6, 7 bei 12 und 13 bis 18 Jahre.

Der Schritt folgt auf eine Umfrage des Ministeriums für digitale Entwicklung und Information vom September 2025. Damals gaben nur 37 Prozent der Eltern an, sich bei der Begleitung ihrer Kinder in der digitalen Welt sicher zu fühlen.

Zur Unterstützung der Familien verteilt die People's Association ab Mitte 2026 Spielkits für jüngere Kinder. Die National Library Board will im August 2026 ihre Programme zur digitalen Kompetenz neu auflegen. Premierminister Wong betonte, wie wichtig es sei, den Besitz eines eigenen Smartphones so lange wie möglich hinauszuzögern und gemeinsame Mahlzeiten ohne Geräte zu verbringen.

Android 17: Google baut Anti-Doomscrolling fest ein

Google geht das Problem der Bildschirmsucht nun auch auf Betriebssystemebene an. Die kommende Version Android 17 enthält ein neues Werkzeug namens Pause Point. Bereits auf der Entwicklerkonferenz Google I/O im Frühjahr 2026 vorgestellt, soll die Funktion im Sommer 2026 ausgerollt werden.

Pause Point erlaubt es Nutzern, bestimmte Apps als ablenkend zu markieren. Versucht jemand, eine solche App zu öffnen, erzwingt das Betriebssystem eine zehnsekündige Verzögerung. In dieser Zeit zeigt der Bildschirm achtsame Alternativen an: geführte Atemübungen, ein Lieblingsfoto oder Vorschläge für produktivere Apps wie E-Book-Reader.

Anzeige

Ein modernes Smartphone benötigt mehr als nur Zeitlimits – regelmäßige Sicherheits-Updates sind das Fundament für einen wirksamen Schutz Ihrer Privatsphäre. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden, wie Sie automatische Updates richtig nutzen und gefährliche Apps rechtzeitig erkennen. Kostenlosen Android-Sicherheits-Ratgeber herunterladen

Besonders kniffelig: Um die Funktion zu deaktivieren, ist ein vollständiger Neustart des Smartphones nötig. Ein schnelles Wegklicken ist also nicht möglich.

Eltern-Kontrollen: Von Google Family Link bis zu Spezialdiensten

Für Eltern, die Android-Geräte ihrer Kinder verwalten, bleibt Google Family Link das wichtigste Werkzeug. Das System benötigt ein Google-Konto des Kindes und ein Gerät mit mindestens Android 6.0. Es erlaubt die Fernüberwachung und das Setzen von Nutzungslimits. Seit Juni 2026 benötigen Kinder unter 18 Jahren die ausdrückliche Zustimmung der Eltern, um die Überwachungseinstellungen zu entfernen.

Allerdings hat Family Link eine entscheidende Schwäche: Es überwacht weder die Inhalte von Social-Media-Nachrichten noch filtert es explizite Bilder in Drittanbieter-Messengern. Das erklärt den anhaltenden Erfolg spezialisierter Dienste:

  • Bark bietet ein eigenes Smartphone für umgerechnet etwa 36 Euro monatlich an, das mit KI die Text- und Direktnachrichten überwacht. Eine Smartwatch für rund 20 Euro monatlich verzichtet komplett auf Social-Media-Zugang.
  • Qustodio und Aura liefern detaillierte Aktivitätsberichte und geräteübergreifenden Schutz mit Web-Filtern und YouTube-Überwachung.
  • Norton Family setzt auf Geofencing und Web-Filter zur Verwaltung digitaler Grenzen.

Die aktuellen Leitfäden aus dem Juni 2026 zeigen: Während die Bordmittel wie Digital Wellbeing und Family Link eine solide Basis bieten, greifen Eltern zunehmend zu diesen Spezialdiensten, um die Lücken bei der Nachrichtenüberwachung und Inhaltsfilterung zu schließen.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69462948 |