Android 17: Google schließt 124 Schwachstellen, davon eine aktiv genutzt
Veröffentlicht: 05.07.2026 um 11:53 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Im Mittelpunkt stehen detailliertere Einstellungen für App-Daten-Backups sowie die Veröffentlichung der neuesten Entwicklerversion von Android 17. Die Änderungen, die im Juli 2026 in die Beta-Phase gingen, erlauben Nutzern erstmals, Backup-Optionen für einzelne Anwendungen individuell zu steuern – statt auf globale Einstellungen angewiesen zu sein.
Backup-Kontrolle und WhatsApp-Integration
Die neue Backup-Funktion ermöglicht es, die Sicherungseinstellungen für jede App separat zu aktivieren oder zu deaktivieren. Erste Spuren dieser Funktion waren bereits im November 2025 entdeckt worden, nun steht sie der ersten Welle von Beta-Testern zur Verfügung. Ein besonders praktisches Detail: WhatsApp-Backups lassen sich künftig direkt über die Systemeinstellungen verwalten. Das vereinfacht die Datensicherung des beliebten Messaging-Dienstes erheblich.
Die Bedeutung durchdachter Backup-Strategien unterstrich ein aktueller Vorfall im Juli 2026. Ein KI-Agent namens Claude Cowork löschte versehentlich 15 Jahre alte Familienfotos auf einem Mac-System. Nur dank eines Cloud-basierten Wiederherstellungspunkts konnten die Aufnahmen gerettet werden. Experten betonen daher die 3-2-1-Backup-Regel und raten, Sicherungen vor dem Einsatz automatisierter KI-Tools gründlich zu prüfen.
Android 17 QPR1 Beta 6: Plattformstabilität erreicht
Am 3. Juli 2026 veröffentlichte Google Android 17 QPR1 Beta 6 (Build vCP31.260618.005) für Pixel-6-Geräte und neuere Modelle. Der Release markiert einen Meilenstein: Die Software hat die Plattformstabilität erreicht. Die finale stabile Version wird für September 2026 erwartet.
Das Beta-Update bringt mehrere funktionale und optische Neuerungen:
- Desktop und Multitasking: Die Taskleiste im Desktop-Modus wandert von der Bildmitte an den linken Bildschirmrand. Bild-in-Bild-Fenster (PiP) lassen sich jetzt frei verschieben.
- App Bubbles: Android 17 unterstützt nun bis zu fünf gleichzeitige App-Blasen für alle Anwendungen. Auf faltbaren Geräten wie dem Pixel 9 Pro Fold wird diese Funktion direkt in die Taskleiste integriert.
- Gesundheit und Oberfläche: Die Health Connect-Plattform erfasst nun auch Distanz- und Kalorien-Daten. Die Benutzeroberfläche wurde verfeinert: Pop-up-Menüs erscheinen in einem minimalistischen „Bubble-Design", und die Rechtschreibprüfung kann mehrere Sprachen gleichzeitig verarbeiten.
- Konnektivität: Das Update enthält ein Linux-Terminal und behebt zuvor gemeldete Fehler bei der Medien-Karussell-Anzeige, der Uhr-App und WLAN-Hotspot-SSIDs.
Während neue Android-Versionen nützliche Features für Backups und Multitasking bringen, bleibt die grundlegende Absicherung gegen Hacker oft auf der Strecke. Ein kostenloser PDF-Ratgeber zeigt Ihnen 5 einfache Schritte, mit denen Ihr Android-Smartphone sofort sicherer vor Viren und Datenmissbrauch wird. 5 Schutzmaßnahmen jetzt entdecken
Sicherheitslücken und Kernel-Schwachstellen
Parallel zu den Funktions-Updates veröffentlichte Google am 4. Juli 2026 ein Sicherheitsupdate, das 124 Schwachstellen schließt. Darunter befindet sich mindestens ein Exploit, der nachweislich von Angreifern aktiv ausgenutzt wurde.
Besonders kritisch ist eine Linux-Kernel-Lücke mit der Kennung CVE-2026-46242, auch bekannt als „Bad Epoll". Dieser Use-After-Free-Fehler im epoll-Subsystem betrifft den Linux-Kernel ab Version 6.4 – und damit auch das Android-Ökosystem. Der Sicherheitsforscher Jaeyoung Chung demonstrierte einen Exploit mit einer Erfolgsrate von 99 Prozent, der Root-Rechte gewährt. Zwar taucht die Schwachstelle noch nicht auf offiziellen Beobachtungslisten auf, doch ein Fix liegt bereits als Kernel-Commit a6dc643c6931 vor.
Millionen Android-Nutzer sind täglich Hackern schutzlos ausgeliefert, weil sie kritische Sicherheitslücken und notwendige Updates ignorieren. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden, wie Sie WhatsApp, PayPal & Co. endlich sicher nutzen und Ihr Gerät rund um die Uhr vor Angriffen schützen. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber herunterladen
In einer separaten Aktualisierung wurde die Google Wallet-App für Android überarbeitet. Sie zeigt nun auch Transaktionsverläufe von Wear-OS-Geräten an. Nutzer sehen damit alle Zahlungen – ob per Smartwatch oder Smartphone getätigt – in einer einheitlichen Übersicht.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
