Android-Backup, Google

Android-Backup: Google zählt SMS und Nachrichten ab Juli auf Speicher

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 21:38 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Seit Juli 2026 zählen Handy-Sicherungen auf das kostenlose 15-GB-Kontingent. Google testet zudem eine Reduzierung auf 5 GB.

Google-Konto: Android-Backups belegen jetzt Gratisspeicher
Digitale Darstellung von Cloud-Speicher mit Datenfluss zwischen Symbolen fĂĽr Nachrichten, Anrufe und Dokumente, symbolisiert Googles Speicherrichtlinien. Illustration mit AI erstellt ĂĽbermittelt durch boerse-global.de

Android-Nutzer aufgepasst: Seit dem 7. Juli 2026 zählen Handy-Backups auf den kostenlosen 15-GB-Speicherkontingent. Bisher waren sie ausgenommen – jetzt schlägt die Änderung auf das Google-Konto durch.

Die neue Regelung betrifft Daten, die bisher nicht in die Speicherberechnung einflossen: SMS-, MMS- und RCS-Nachrichtenverläufe, Anruflisten, App-Daten und Systemeinstellungen. Branchenkreisen zufolge kommen pro Gerät durchschnittlich 40 Megabyte hinzu. Für Nutzer mit vielen Geräten oder knappem Speicherkontingent kann das schnell eng werden.

Neue Kontrollmöglichkeiten durch Play Services-Update

Fast zeitgleich mit der Speicherumstellung rollt Google ab dem 9. Juli 2026 die Version 26.25 der Google Play Services aus. Das Update bringt endlich mehr Kontrolle: Nutzer können jetzt per Schalter gezielt festlegen, ob SMS- und RCS-Nachrichten in die Cloud-Sicherung einfließen sollen.

Parallel dazu führt Google eine neue Dokumenten-Backup-Funktion in Google Drive ein. Ein eigener Ordner namens „Documents" erlaubt das direkte Speichern und Synchronisieren von Dateien in den Formaten .DOC, .PPT, .XLS und .PDF. Die Übertragung erfolgt verschlüsselt.

Testlauf: Nur noch 5 GB Gratisspeicher?

Noch härter könnte es Neukunden treffen. Google testet offenbar eine drastische Reduzierung des kostenlosen Speichers von 15 auf nur 5 Gigabyte. In einigen Varianten des Tests bleibt das höhere Kontingent nur erhalten, wenn Nutzer eine Telefonnummer angeben und verifizieren.

Die Speicherverschärfung reiht sich ein in Googles konsequenten Kurs beim Datenmanagement. Accounts, die zwei Jahre lang nicht genutzt werden, löscht der Konzern mitsamt aller Daten – allerdings mit mehrfachen Vorwarnungen. Nach Löschbeginn verschwinden die Daten innerhalb von etwa zwei Monaten aus den aktiven Systemen, in Backups können sie bis zu sechs Monate überleben.

Anzeige

Während Google den Speicherplatz begrenzt, wird die Sicherheit Ihrer mobilen Daten vor Hackern und Viren immer wichtiger. Erfahren Sie in diesem kostenlosen PDF-Ratgeber, wie Sie Ihr Android-Smartphone mit 5 einfachen Maßnahmen optimal schützen. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken

Google One: Die Preise fĂĽr 2026

Wer mehr Speicher braucht, muss in den sauren Apfel beiĂźen. Google bietet fĂĽr Privatkunden folgende Google One-Tarife an:

Tarif Speicher Monat Jahr
Basic 100 GB 1,99 € 19,99 €
AI Plus (Mittel) 400 GB 4,99 € 49,99 €
AI Plus (Premium) 2 TB 9,99 € 99,99 €
AI Pro 5 TB 21,99 € 219,99 €

Für Geschäftskunden gibt es eigene Tarife: Der Starter-Plan kostet 7 Euro pro Nutzer für 30 GB, Standard (2 TB) und Plus (5 TB) schlagen mit 14 beziehungsweise 22 Euro pro Nutzer zu Buche.

Anzeige

Ein veraltetes Android-System stellt neben Speicherproblemen auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar und macht Geräte zur leichten Beute für Hacker. Dieser Gratis-Report zeigt Ihnen, wie Sie durch die richtigen Updates Sicherheitslücken schließen und Ihre privaten Daten dauerhaft schützen. Kostenlosen Android-Update-Ratgeber herunterladen

Pixel-Nutzer haben die Nase vorn

Nicht alle Android-Geräte sind gleich betroffen. Pixel-Smartphones erhalten spezielle Backup-Schalter, die eine app-genaue Datenverwaltung erlauben. Dritte hingegen gehen leer aus: Die PC-Backup-Integration über Quick Share für Samsung-Geräte etwa wurde von den aktuellen Updates ausgeschlossen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69739926 |