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Android: Google sperrt Brute-Force-Angriffe mit neuer PIN-Regel

Veröffentlicht: 06.07.2026 um 15:38 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Google führt detaillierte Backup-Kontrolle für einzelne Apps auf Pixel-Geräten ein. Zudem schließt Juni-Update 124 Sicherheitslücken.

Android Backup: Pixel-Nutzer steuern Cloud-Daten pro App
Stilisierte Android-Roboter-Ikone, umgeben von digitalen Datenströmen und Wolkenformen, die Datensicherung und Cloud-Speicher darstellen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Pixel-Nutzer erhalten ab sofort mehr Kontrolle über ihre Daten in der Cloud.

Google hat eine lang erwartete Funktion für Android ausgerollt: Statt eines pauschalen „Alles oder Nichts" können Nutzer künftig für jede einzelne App entscheiden, ob deren Daten in der Cloud gesichert werden. Die Neuerung betrifft zunächst Pixel-Geräte und ist ab dem heutigen Montag verfügbar.

Mehr Transparenz beim Cloud-Speicher

Die Funktion findet sich in den Geräteeinstellungen unter dem Punkt „Google Backup" für andere Gerätedaten. Dort lassen sich die Backup-Optionen für einzelne Anwendungen per Schalter aktivieren oder deaktivieren. Besonders praktisch: Die Oberfläche zeigt die drei Apps mit dem größten Datenverbrauch an – so behalten Nutzer ihren Cloud-Speicher im Blick.

Die Einführung reiht sich ein in eine Serie von Verbesserungen für das Datenmanagement unter Android. So wurde kürzlich die Verwaltung von WhatsApp-Backups direkt in die Systemeinstellungen integriert. Zudem soll der neue „Credential Exchange"-Standard den Austausch von Passwörtern und Passkeys zwischen Googles Passwortmanager und Diensten Dritter vereinfachen.

Sicherheitspaket im Juni: 124 Schwachstellen geschlossen

Die neuen Backup-Tools kommen nicht allein. Die Sicherheitsupdates vom Juni 2026 hatten bereits 124 Schwachstellen im Betriebssystem geschlossen. Darunter befand sich eine kritische Lücke mit der Kennung CVE-2025-48595 – eine Integer-Overflow-Schwachstelle im Android Framework. Mit einem CVSS-Score von 8,4 ermöglichte sie eine lokale Rechteausweitung ohne Nutzerinteraktion und wurde nachweislich bereits aktiv ausgenutzt.

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Die Systemupdates brachten zudem mehrere sichtbare Neuerungen:

  • Play-Store-Redesign: Die überarbeitete Oberfläche zeigt Verkaufspreise deutlicher an und bündelt Optionen für Vorabregistrierungen und automatische Installationen.
  • Ask Play: Eine neue KI-gestützte Suchfunktion, die Apps auf Basis von natürlichsprachlichen Fragen findet.
  • Find Hub: Ein zusätzlicher Konfigurationsschritt bei der Ersteinrichtung des Telefons, um die Geräteverfolgung zu verwalten.

Strengere PIN-Regeln und neue Custom-ROMs

Ein weiterer Schritt in Richtung Datensicherheit: Android hat die maximal zulässigen fehlgeschlagenen PIN- oder Passwortversuche drastisch reduziert – von 1.800 auf nur noch 20. Nach den ersten fünf Fehleingaben greifen zunehmend längere Sperrzeiten. Der letzte mögliche Versuch erfolgt erst Jahre nach dem ersten Fehler. Damit sollen Brute-Force-Angriffe auf verlorene oder gestohlene Geräte unterbunden werden.

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Auch die Custom-ROM-Szene ist aktiv: CalyxOS veröffentlichte am 5. Juli 2026 die Version 7.2.2.0 – der erste stabile Build seit einer Entwicklungspause Ende 2025. Die auf Android 16 basierende Version unterstützt unter anderem neuere Pixel- und Fairphone-Modelle und nutzt eine neue digitale Signatur-Infrastruktur.

Unterdessen locken einige Hersteller mit erweitertem Speicher für die neuen Backup-Funktionen. In Pakistan bietet TECNO Käufern bestimmter Smartphones seit Dezember 2025 ein dreimonatiges Abo für Google AI Plus an. Es umfasst 2 TB Cloud-Speicher sowie Zugriff auf KI-gestützte Fotobearbeitungs- und Suchwerkzeuge.

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