Android Juli: Samsung schließt 57 Sicherheitslücken, Google behebt Bootloop
Veröffentlicht: 10.07.2026 um 17:24 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Während Samsung und Google kritische Sicherheitslücken schließen, kämpfen Entwickler gleichzeitig gegen lästige Benachrichtigungsprobleme. Was sich für Nutzer ändert.
DoNotNotify: Neue App gegen das Benachrichtigungs-Chaos
Seit dem 9. Juli steht mit DoNotNotify eine vielversprechende Lösung für alle bereit, die unter der ständigen Flut an Mitteilungen leiden. Die Open-Source-Anwendung arbeitet komplett offline und legt großen Wert auf Datenschutz. Nutzer können präzise Regeln erstellen: Entweder sie erlauben nur bestimmte Benachrichtigungen oder blockieren gezielt welche – basierend auf Titeln oder Textinhalten. Das Besondere: Die App fängt selbst jene Mitteilungen ab, die durch die normalen Android-Benachrichtigungskanäle rutschen.
Auch WhatsApp zieht nach. Eine Beta-Version (2.26.27.4) testet derzeit spezielle Hinweise für angepinnte Nachrichten. Ein „Angepinnt:“-Label soll künftig helfen, wichtige Mitteilungen sofort zu erkennen. Allerdings funktioniert das bisher nur in Chats, die nicht stummgeschaltet sind. Ein breiterer Rollout wird in den kommenden Wochen erwartet.
Wenn Nachrichten einfach nicht ankommen
Viele Nutzer kennen das Problem: WhatsApp oder Facebook zeigen neue Nachrichten erst an, wenn man die App manuell öffnet. Ein am 10. Juli veröffentlichter Troubleshooting-Leitfaden nennt mögliche Lösungen.
Die Experten empfehlen, zuerst die Batterieoptimierung für betroffene Apps zu deaktivieren und die Hintergrunddaten-Berechtigungen zu prüfen. Auch der „Nicht stören“-Modus oder der Flugmodus können die Übeltäter sein. Weitere Tipps: App-Caches leeren und sicherstellen, dass Energiesparmodi nicht versehentlich blockieren. Ein hartnäckiges Problem bleibt allerdings: Seit dem 9. Juli berichten Nutzer von Google Messages, dass das Versenden von Nachrichten direkt aus dem Benachrichtigungsfeld nicht mehr zuverlässig funktioniert.
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Samsung und Google schließen Sicherheitslücken
Die Hersteller haben ihre Juli-Updates gestartet. Samsung rollte am 9. Juli ein Update für die Galaxy-S26-Serie in Südkorea aus. Mit 553,54 Megabyte (Version S94xNKSS4AZG3) schließt das Update 57 Sicherheitslücken – darunter fünf als kritisch und 42 als hochriskant eingestufte Schwachstellen. 41 Patches stammen direkt von Google, 16 sind Samsung-eigene Fixes.
Google lieferte am 8. Juli das erste Update nach Android 17 für Pixel-Geräte aus (Build CP2A.260705.006). Der wichtigste Punkt: Ein langwieriges Bootloop-Problem, das seit dem März-Feature-Drop Modelle vom Pixel 6 bis zum Pixel 10 betraf, ist endlich behoben. Darüber hinaus wurden App-Abstürze, Navigationsfehler bei Foldables und inkonsistente Widget-Farben korrigiert.
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Blick in die Zukunft: Mehr Kontrolle über die Statusleiste
Die Android-Entwicklung schaut bereits nach vorn. Erste Hinweise aus Android Canary 2607 deuten auf eine neue „Statusleisten-Einstellungen“-Sektion hin. Nutzer könnten künftig selbst entscheiden, ob das Icon des KI-Assistenten Android Halo oder das Stummschalt-Symbol in der Leiste angezeigt wird. Voraussetzung dafür wäre allerdings die Aktivierung der „Agent Task“-Funktion.
Bereits zum 1. Juli hatte Google ein Play-System-Update für Samsung-Geräte mit One UI 8.5 und 9.0 freigegeben. Es bringt zusätzliche Fehlerbehebungen und Sicherheitsverbesserungen – pünktlich zum Start des dritten Quartals.
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