Android Juni-Update: 124 Patches schließen aktiven Zero-Day
Veröffentlicht am: 03.06.2026 um 05:25 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein kritischer Zero-Day-Exploit wurde bereits gezielt gegen Nutzer eingesetzt.
Google hat die Juni-Sicherheitsupdates 2026 für Android veröffentlicht. Insgesamt stopfen die Patches 124 Schwachstellen – darunter eine hochriskante Zero-Day-Lücke, die bereits in begrenztem Umfang ausgenutzt wurde. Besonders betroffen: aktuelle Android-Versionen von 14 bis 16.
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Aktive Angriffe auf Android-Framework
Die gefährlichste Lücke trägt die Kennung CVE-2025-48595 und steckt im Android-Framework. Ein Integer-Overflow erlaubt Angreifern eine Rechteausweitung – und das ganz ohne Benutzerinteraktion. Sicherheitsexperten warnen, dass die Schwachstelle in Angriffsketten für eine vollständige Geräteübernahme genutzt werden kann.
Betroffen sind Android 14, 15 und 16 sowie die QPR2-Version. Google betont, dass die Ausnutzung bislang auf gezielte Attacken beschränkt blieb – eine Massenkampagne blieb aus.
Die Updates werden über zwei Patch-Level verteilt: 01.06.2026 und 05.06.2026. Das gibt Herstellern Flexibilität bei der Integration. Googles Pixel-Geräte erhalten die Patches als erste, andere Hersteller haben bereits mit der Auslieferung begonnen.
18 kritische Lücken geschlossen
Neben dem Zero-Day-Exploit schließt das Juni-Update 18 als kritisch eingestufte Schwachstellen. Sie verteilen sich auf das Framework, das System, den Kernel und proprietäre Hardware-Komponenten.
Besonders brisant: CVE-2026-0059 im System ermöglicht Remote-Code-Ausführung. Weitere kritische Lücken:
- CVE-2025-65018 – Framework-Schwachstelle für Rechteausweitung ohne Nutzerinteraktion
- CVE-2026-0043 und CVE-2026-64505 – Kritische Fehler im System
- CVE-2025-40214 – Kritische Kernel-Lücke
- Qualcomm-Komponenten – Drei kritische Schwachstellen (CVE-2025-47392, CVE-2026-25276, CVE-2026-25277)
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Samsung und Microsoft im Sicherheitsfokus
Samsung hat ebenfalls sein Juni-Update für Galaxy-Geräte gestartet. Neben Googles Patches kommen elf eigene Korrekturen für Samsung-Komponenten hinzu. Insgesamt schließt der koreanische Hersteller 44 Schwachstellen, darunter fünf kritische. Hervorzuheben: CVE-2026-0097 – eine lokale Rechteausweitung in Bluetooth LE – und CVE-2026-21352, ein speicherbezogener Code-Ausführungsfehler.
Bereits im Mai hatte Microsoft Sicherheitslücken in sechs seiner wichtigsten Android-Apps geschlossen, darunter Word, Excel und Copilot. Die Schwachstellen (CVE-2026-41100, -41101, -41102) entstanden durch fälschlicherweise aktivierte Debug-Modi in den Produktionsversionen. Potenzielle Folge: Unberechtigte Apps hätten an Microsoft-Konto-Tokens gelangen können.
Die aktuellen Android-Updates sollten Nutzer zeitnah installieren – insbesondere auf Geräten mit sensiblen Daten.
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