Android-NFC-Angriffe, Monaten

Android-NFC-Angriffe: +188% in vier Monaten durch Reverse-Methode

01.06.2026 - 13:34:32 | boerse-global.de

NFC-Angriffe auf Android-Smartphones steigen rasant. Kaspersky meldet fast eine Verdreifachung der FĂ€lle binnen vier Monaten.

Android-NFC-Angriffe: +188% in vier Monaten durch Reverse-Methode - Bild: ĂŒber boerse-global.de
Android-NFC-Angriffe: +188% in vier Monaten durch Reverse-Methode - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Die Sicherheitsfirma Kaspersky meldet einen Anstieg um 188 Prozent. Kriminelle setzen dabei auf die sogenannte Reverse-NFC-Methode.

Die TĂ€ter tricksen ihre Opfer per Social Engineering aus. Sie bringen sie dazu, manipulierte Apps zu installieren. Diese ĂŒbertragen die Kartendaten der BetrĂŒger auf das Smartphone des Opfers. Anschließend werden die Betroffenen oft zu Geldautomaten gelotst. Dort tĂ€tigen sie dann unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Überweisungen auf TĂ€terkonten.

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KI-Betrug erreicht Milliardenhöhe

Die SchĂ€den durch digitale Betrugsmaschen explodieren. In den USA verursachten KI-gestĂŒtzte Krypto-Scams laut TRM Labs SchĂ€den von ĂŒber 893 Millionen Euro. Europa bleibt nicht verschont: Die Verluste durch Betrugstransaktionen stiegen EU-weit um 17 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro.

Besonders aktiv sind Phishing-Kampagnen. Sie zielen auf Kunden von Sparkassen, Deutscher Bank, Commerzbank, ING und HypoVereinsbank ab. Die BetrĂŒger verschicken gefĂ€lschte Benachrichtigungen ĂŒber angebliche AGB-Änderungen oder verdĂ€chtige Kontobewegungen. Danach melden sich oft falsche Bankmitarbeiter telefonisch und drĂ€ngen zur Freigabe von TANs. Die Zahl der Phishing-Beschwerden legte im Vergleich zum Vorjahr um 54 Prozent zu.

Der rote Knopf als letzte Verteidigung

Trotz aller Digitalisierung zĂ€hlt auch der manuelle Schutz am Geldautomaten. VerbraucherschĂŒtzer und Sparkassen empfehlen, nach jeder Transaktion die rote Abbruch-Taste zu drĂŒcken. Das beendet die Sitzung explizit und verhindert Session-Hijacking.

Moderne GerĂ€te mit EMV-Chip-Technologie schließen Sitzungen zwar oft automatisch. Die Technik ist seit Mitte 2025 an rund 72 Prozent der weltweiten Automaten verfĂŒgbar. Doch an Ă€lteren GerĂ€ten – etwa an Bahnhöfen oder Tankstellen – bleibt der manuelle Abbruch essenziell. Das Bundeskriminalamt stuft die allgemeine Bedrohungslage an Geldautomaten weiterhin als hoch ein.

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Harte Strafen fĂŒr Automatensprenger

Die Justiz zieht Konsequenzen. Das Landgericht Darmstadt verurteilte einen 23-JĂ€hrigen wegen mehrerer Automatensprengungen zu fĂŒnf Jahren und sechs Monaten Haft. Bei den Taten im Jahr 2024 in SĂŒdhessen entstand allein in FĂŒrth ein Beuteschaden von 129.000 Euro plus 200.000 Euro Sachschaden.

Bei der EntschĂ€digung von Opfern zeichnet sich eine klare Linie ab. Das Oberlandesgericht Hamburg wies Klagen nach einem Schließfacheinbruch ab. Die Bank hatte die Sicherheitsvorschriften eingehalten. Gleichzeitig verschĂ€rften Gerichte die Haftung fĂŒr Verbraucher bei grob fahrlĂ€ssiger Preisgabe von Sicherheitsdaten.

International gibt es Erfolge gegen organisierte CyberkriminalitĂ€t. Behörden zerschlugen in einer koordinierten Aktion das Botnetz „Asocks“. Es umfasste rund 17 Millionen GerĂ€te in ĂŒber 160 LĂ€ndern. In Argentinien und Indien fĂŒhrten Großoperationen zu zahlreichen Festnahmen und zur Sicherstellung von Kryptowerten in Millionenhöhe.

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