Android-Sicherheit: Samsung behebt 57 Lücken, DroidLock-Malware droht
Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 18:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) am 9. Juli 2026.
Die Richter stellten klar: Die Verantwortung für den Schutz urheberrechtlich geschützter Inhalte liegt primär bei den Rechteinhabern. VPN-Anbieter erbringen lediglich die technische Infrastruktur.
„Sie können nicht für individuelle Handlungen ihrer Kunden zur Rechenschaft gezogen werden“, so das Urteil. Branchenexperten erwarten, dass dies nationale Bestrebungen in EU-Staaten wie Frankreich beeinflusst. Dort wurden zuvor Blockaden gegen bestimmte VPN-Dienste diskutiert.
Android-Ökosystem unter Beschuss
Parallel dazu zeigt eine neue Ransomware-Kampagne die Sicherheitslücken auf Mobilgeräten. Sicherheitsforscher von Zimperium zLabs entdeckten die Schadsoftware „DroidLock“. Sie verbreitet sich über Phishing-Websites und zielt speziell auf Android-Nutzer ab.
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Nach einer Infektion übernimmt DroidLock das Gerät vollständig. Die Angreifer können Passwörter ändern, auf die Kamera zugreifen und das Gerät via VNC fernsteuern. Im Vordergrund steht keine klassische Dateiverschlüsselung – die Erpresser drohen stattdessen mit einem erzwungenen Werksreset.
Samsung schließt 57 Sicherheitslücken
Die Industrie reagiert mit Updates auf die angespannte Lage. Samsung rollt im Juli 2026 einen Sicherheitspatch für seine Galaxy-Geräte aus. Das Update behebt 57 Schwachstellen – fünf davon sind kritisch, 42 als hoch eingestuft.
Der Rollout startet zunächst für die Galaxy-S26-Serie. Von den Korrekturen betreffen 41 das Android-Basissystem von Google, 16 sind spezifisch für Samsungs Software-Komponenten.
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Google ändert Backup-Regeln
Gleichzeitig passt Google seine Richtlinien für die Datensicherung an. Android-Backups mit SMS-Verläufen, Anruflisten und Systemeinstellungen werden künftig nach 45 Tagen auf den Speicherplatz des Google-Kontos angerechnet. Bisher betraf dies nur Fotos und MMS-Inhalte.
Nutzer von Geräten ab Android 9 erhalten detailliertere Konfigurationsmöglichkeiten für den Speicherverbrauch.
Lücke im Sperrbildschirm
Eine weitere Schwachstelle betrifft den Android-Sperrbildschirm. Ein Fehler erlaubt es derzeit, SMS-Nachrichten über den integrierten Dienst Gemini zu versenden – ohne PIN-Eingabe. Ein Patch steht noch aus.
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