Anthropic, AMD

Anthropic & AMD: 5 Milliarden Dollar für KI-Rechenpower

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 14:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Anthropic investiert Milliarden in AMD-Hardware und launcht ein Sicherheits-Plugin. Der KI-Entwickler optimiert zudem seine Modelle für die neuen Chips.

Anthropic und AMD: Milliarden-Deal für KI-Rechenleistung
Hightech-Serverraum mit GPU-Hardware-Racks und blauen Glasfaserkabeln als KI-Infrastruktur. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der KI-Entwickler Anthropic geht eine strategische Partnerschaft mit AMD ein und investiert massiv in neue Rechenkapazitäten. Gleichzeitig bringt das Unternehmen Sicherheits-Tools auf den Markt, die Schwachstellen in Software automatisch aufspüren.

Fünf Milliarden Dollar für AMD-Hardware

Am 22. Juli gaben AMD und Anthropic ein Abkommen bekannt, das die KI-Branche aufhorchen lässt. Der Chiphersteller investiert bis zu fünf Milliarden Euro in Anthropic. Im Gegenzug verpflichtet sich das KI-Unternehmen, bis zu zwei Gigawatt Rechenleistung mit AMDs Instinct MI450-Grafikprozessoren zu nutzen. Die Chips kommen in sogenannten Helios-Rack-Lösungen zum Einsatz. Das erste Gigawatt soll bereits in der ersten Jahreshälfte 2027 betriebsbereit sein.

Die beiden Firmen wollen zudem die Claude-Modellfamilie für AMD-Hardware optimieren. Das könnte Unternehmen, die auf KI setzen, effizientere Lösungen bieten. Bisher arbeitete Anthropic vor allem mit Nvidia-Chips – die Partnerschaft mit AMD signalisiert eine strategische Neuausrichtung.

Claude Opus 4.8: Präziser, aber weniger kreativ?

Seit dem 28. Mai 2026 ist Claude Opus 4.8 auf dem Markt – und das Flaggschiff-Modell bringt einige Neuerungen mit. Erstmals können Nutzer die Verarbeitungstiefe selbst wählen, von niedrig bis maximal. Laut Anthropic liegt die Fehlerrate viermal niedriger als beim Vorgänger Opus 4.7. Grund dafür sind verbesserte Mechanismen für Präzision und Zuverlässigkeit.

Die Preisgestaltung bleibt ambitioniert: Fünf Euro pro Million Input-Tokens, 25 Euro pro Million Output-Tokens. Wer es schneller braucht, nutzt den „Fast Mode" – 2,5-fache Geschwindigkeit, aber zum doppelten Preis. Erste Tests deuten jedoch darauf hin, dass die kreativen Fähigkeiten im Vergleich zur Vorgängerversion Opus 4.6 etwas nachgelassen haben.

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Sicherheits-Plugin spürt Tausende Schwachstellen auf

Am 23. Juli startete Anthropic die Beta-Phase des Claude Security Plugins. Das Tool integriert sich direkt in Claude Code und erkennt Schwachstellen im Entwickler-Terminal. Es analysiert Code-Pfade über mehrere Dateien hinweg und exportiert Ergebnisse automatisch in Plattformen wie Jira und Slack.

Die Technologie basiert auf „Project Glasswing", einem Sicherheitsprogramm, das Ende Mai startete. Rund 50 Partner nutzten das System im ersten Monat – und identifizierten über 10.000 kritische oder hohe Schwachstellen. Mozilla etwa konnte mit der Hilfe 271 Sicherheitslücken in seinem Browser schließen. Das ist ein deutlicher Sprung im Vergleich zu älteren Modellen.

US-Regierung lockert Exportbeschränkungen

In einer überraschenden Entwicklung hoben die US-Behörden am 22. Juli die Exportrestriktionen für Anthropics Modelle Fable 5 und Mythos 5 auf. Die Beschränkungen waren aus Gründen der nationalen Sicherheit verhängt worden. Nun stellt Anthropic den Zugang wieder her – unter der Auflage, Sicherheitsrisiken proaktiv zu melden.

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Wettbewerb schläft nicht

Die Branche bleibt in Bewegung. Google DeepMind launchte am 21. Juli Gemini 3.6 Flash, das mit 17 Prozent weniger Output-Tokens auskommt. Und Moonshot AI brachte am 16. Juli Kimi K3 auf den Markt, das auf manchen Intelligenz-Indizes mit Opus 4.8 mithalten kann.

Gerüchte über einen Nachfolger von Opus 4.8 mit dem Codenamen „Honeycomb" halten sich hartnäckig. Anthropic selbst schweigt dazu. Bis auf Weiteres bleibt Opus 4.8 das Spitzenmodell – unterstützt vom Mittelklasse-Modell Sonnet 5 (Juni 2026) und dem spezialisierten Fable 5 Reasoning-Modell.

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