Antibiotika-Durchfall, Patienten

Antibiotika-Durchfall: Bis zu 30 Prozent der Patienten sind betroffen

Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 08:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Perenterol Protect kombiniert Saccharomyces boulardii mit Vitamin C und D und kann laut Hersteller parallel zu Antibiotika eingenommen werden.
Nahaufnahme einer Hefekultur in einer Laborschale auf einem sterilen NĂ€hrboden. Illustration mit AI erstellt.

Die Einnahme von Antibiotika gilt in der Medizin als unverzichtbares Mittel gegen bakterielle Infektionen, zieht jedoch hĂ€ufig unerwĂŒnschte Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt nach sich. Nach Angaben des Pharmaunternehmens MEDICE entwickeln laut Studien bis zu 30 Prozent der Patienten wĂ€hrend oder nach einer Antibiotika-Behandlung eine sogenannte Antibiotika-assoziierte Diarrhö.

Vor diesem Hintergrund erweitert das Unternehmen seine Marke Perenterol um das NahrungsergĂ€nzungsmittel Perenterol Protect, das speziell fĂŒr die therapeutische Begleitung wĂ€hrend und nach einer Antibiotikagabe konzipiert ist.

Biologische Besonderheiten der Hefe Saccharomyces boulardii

Das PrÀparat basiert auf einer Kombination der Hefe Saccharomyces boulardii CNCM I-745 mit den Vitaminen C und D. Ein zentraler Vorteil des eingesetzten Hefestammes liegt in seiner biologischen Struktur: Da es sich bei Saccharomyces boulardii um einen einzelligen Pilz und nicht um ein Bakterium handelt, wird der Mikroorganismus durch die verabreichten Antibiotika nicht geschÀdigt.

Dadurch unterscheidet sich die Hefe von vielen klassischen Bakterienkulturen. WĂ€hrend bei probiotischen BakterienstĂ€mmen oft zeitliche AbstĂ€nde zur Arzneimitteleinnahme eingehalten werden mĂŒssen, lĂ€sst sich die Hefe zeitgleich mit dem verordneten Antibiotikum einnehmen.

Beobachtungen zeigen, dass Saccharomyces boulardii eine hohe Widerstandskraft gegenĂŒber Antibiotika besitzt und dabei hilft, schweren DurchfĂ€llen im Zuge der medikamentösen Behandlung vorzubeugen.

Anwendung und Dosierungsempfehlungen

Nach Angaben des Herstellers ist das PrĂ€parat fĂŒr Erwachsene sowie fĂŒr Kinder ab einem Alter von zwei Jahren zugelassen. Die empfohlene Einnahme belĂ€uft sich auf eine Kapsel tĂ€glich.

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Bis zu 30 Prozent der Patienten entwickeln wĂ€hrend oder nach einer Antibiotika-Behandlung Durchfall. Ein Hefestamm wie Saccharomyces boulardii wird durch das Antibiotikum nicht geschĂ€digt und lĂ€sst sich deshalb zeitgleich einnehmen — anders als viele Bakterienkulturen, bei denen zeitliche AbstĂ€nde nötig sind. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen den 10-Tage-Plan fĂŒr die Begleitung Ihrer Therapie. Antibiotika-Begleitung: 10-Tage-Plan jetzt anfordern

MEDICE empfiehlt, mit der NahrungsergĂ€nzung direkt zu Beginn der Antibiotika-Therapie zu starten und die Anwendung ĂŒber einen Zeitraum von mindestens zehn Tagen aufrechtzuerhalten. Idealerweise sollte die Einnahme bis zu zwei Wochen nach Abschluss der Antibiotikabehandlung fortgefĂŒhrt werden, um das intestinale Gleichgewicht nachhaltig zu stabilisieren.

Das Produkt wird in PackungsgrĂ¶ĂŸen zu 10 sowie 20 Kapseln angeboten. Die enthaltenen Vitamine C und D sollen zusĂ€tzlich zu einer normalen Funktion des Immunsystems beitragen, wĂ€hrend der Hefestamm die Darmflora wĂ€hrend der Phase des mikrobiellen Stresses unterstĂŒtzt.

Herausforderungen fĂŒr das Darmmikrobiom

Medikamentöse Behandlungen mit Antibiotika stellen fĂŒr die Zusammensetzung der mikrobiellen Gemeinschaft im Verdauungstrakt eine erhebliche Belastung dar. Neben den krankheitsverursachenden Erregern werden hĂ€ufig auch nĂŒtzliche Mikroorganismen dezimiert.

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Nach der Antibiotika-Therapie dauert es oft Monate, bis sich die Darmflora wieder erholt. Wer die Regeneration gezielt unterstĂŒtzen will, braucht einen klaren Fahrplan fĂŒr die Zeit danach — von der ErnĂ€hrung bis zur Frage, welche ErgĂ€nzung wann sinnvoll ist. Unser kostenloser Leitfaden liefert die Checkliste fĂŒr den Darmaufbau nach der Behandlung. Checkliste Darmaufbau nach Antibiotika sichern

Die Regeneration des mikrobiellen Ökosystems kann sich im Anschluss ĂŒber mehrere Monate erstrecken. Gezielte ErgĂ€nzungen mit resistenten HefestĂ€mmen sollen dazu beitragen, Fehlbesiedlungen abzuwehren und die Barrierefunktion des Darms wĂ€hrend der Behandlungsdauer zu sichern.

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